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Ukraine erhält 37 tote „Helden“ aus Asowstal

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Die Ukraine und Russland tauschen erneut Tote aus – dieses Mal „50 gegen 50“. Unter den Leichen, die Kiew in Empfang nimmt, sind auch einige der „Verteidiger von Asowstal“, die in einem Stahlwerk über Monate gegen die Einnahme Mariupols durch die Russen gekämpft hatten.

Die Ukraine hat den neuerlichen Austausch von Toten mit Russland bekanntgegeben. 50 „Helden“ seien von Russland zurückgegeben worden, teilte das ukrainische Ministerium für Wiedereingliederung mit. Unter diesen 50 Getöteten seien 37, die sich als „Helden“ am Kampf um das ukrainische Stahlwerk Asowstal beteiligt hätten.

Der Austausch der Toten fand nach diesen Angaben in der Region von Saporischschja im Süden der Ukraine statt. Dabei habe die Regel „50 gegen 50“ gegolten. In der vergangenen Woche war bereits ein Austausch von Soldaten bekanntgegeben worden. Bei dieser Gelegenheit wurden 160 Soldaten der beiden Seiten übergeben. Die Vereinigung der Familien der Verteidiger von Asowstal teilte bereits am Dienstag mit, dass die Leichen in Kiew angekommen seien.

Von den Toten seien ein Drittel „Verteidiger von Asowstal“, erklärte die Vereinigung auf Telegram. Die Angehörigen warteten nun darauf, zu einer Identifizierung vorgeladen zu werden. Die letzten ukrainischen Verteidiger des Stahlwerks Asowstal hatten sich den russischen Truppen zwischen dem 16. und 20. Mai nach drei Monaten intensiver Kämpfen ergeben.

1000 ukrainische Kriegsgefangene in Russland

Derzeit befinden sich fast 2500 Ukrainer in russischer Kriegsgefangenschaft. Russland will sie vor ein Kriegsgericht stellen. Mehr als 1000 der ukrainischen Kriegsgefangene aus dem eroberten Stahlwerk in Mariupol wurden mittlerweile nach Russland gebracht. Die russischen Strafverfolgungsbehörden beschäftigten sich derzeit mit ihnen, meldete die russische Staatsagentur TASS unter Berufung auf Sicherheitskreise. Unter ihnen könnten mehr als 100 ausländische „Söldner“ sein. Bald würden noch mehr ukrainische gefangene Soldatinnen und Soldaten aus der südostukrainischen Hafenstadt nach Russland transportiert.

Russland behauptet, unter den Soldaten seien besonders viele Neonazis – Moskau zieht das von Rechtsextremen gegründete und dominierte Regiment Asow, das viele Kämpfer in Mariupol stellte, immer wieder als Rechtfertigung für seinen Angriffskrieg heran. Das Regiment ist Teil der ukrainischen Nationalgarde – nicht der Armee. Darüber hinaus stufen internationale Experten die Behauptung, die gesamten ukrainischen Streitkräfte seien von „Neonazis“ unterwandert, als unhaltbar ein.

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