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Truss lässt im TV-Duell Federn

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Im Kampf um die Führung der Tory-Partei geht Außenministerin Truss als Favoritin ins TV-Duell – und steht am Ende als große Verliererin da. Ihr Kontrahent Sunak gibt sich auf Twitter bereits siegesgewiss für die Abstimmung im September.

Bei einem TV-Duell um die Nachfolge des scheidenden britischen Premierministers Boris Johnson hat Ex-Finanzminister Rishi Sunak eine klare Mehrheit der Zuschauer im Studio von sich überzeugen können. Für seine Rivalin Liz Truss – in bisherigen Umfragen klare Favoritin für das Regierungsamt – hoben bei einer Abstimmung zum Ende der 90-minütigen Sendung am Donnerstagabend deutlich weniger Gäste die Hand.

Eingeladen waren Mitglieder der konservativen Tory-Partei. Diese dürfen in den kommenden Wochen per Brief oder online darüber abstimmen, wer Anfang September in die Downing Street einziehen wird. Der 42 Jahre alte Sunak teilte die Aufzeichnung der Abstimmung nach der Sendung siegesgewiss auf Twitter.

Außenministerin Truss hatte sich im Interview mit Sky-News-Moderatorin Kay Burley für eine Kehrtwende in ihrem Wahlkampf rechtfertigen müssen. In einer Pressemitteilung hatte sie angekündigt, außerhalb der wohlhabenderen Gebiete London und Südengland die Löhne von Beschäftigten im öffentlichen Dienst zu senken, damit sie die regionalen Lebensverhältnisse besser widerspiegelten. Experten wiesen darauf hin, dass die Kürzungen vor allem Gruppen wie Pflegekräfte und Lehrer treffen dürften. Gewerkschaften kündigten harten Widerstand an. Als auch prominente Mitglieder ihrer Konservativen Partei widersprachen, ruderte Truss zurück und sagte, ihre Pläne seien von den Medien falsch wiedergegeben worden.

Diesen Vorwurf wiederholte die Kandidatin auch in der TV-Debatte, räumte jedoch auch ein, sich nach „Bedenken“ entschieden zu haben, die Pläne nicht weiter zu verfolgen. „Es war nicht die richtige Maßnahme“, bekannte Truss auf Nachfrage. In regelmäßigen Umfragen unter Tory-Mitgliedern lag die 47-Jährige zuletzt immer deutlich vorne. Viele prominente Mitglieder des aktuellen oder früheren Johnson-Kabinetts sprachen ihr ihre Unterstützung aus.

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