HomePolitikParis will britische Fischer nicht mehr anlegen lassen

Paris will britische Fischer nicht mehr anlegen lassen

Im Fischerei-Streit erhöht Frankreichs Regierung den Druck auf Großbritannien. Ab dem 2. November sollen britische Fischerboote an bestimmten französischen Häfen nicht mehr anlegen dürfen, wie das Pariser Meeresministerium am Mittwochabend mitteilte. Außerdem werde Frankreich künftig systematisch die Sicherheit britischer Boote überprüfen. Lkw, die von Frankreich aus nach Großbritannien oder in die Gegenrichtung fahren, sollen demnach ebenfalls schärfer kontrolliert werden.

Für die Zukunft würden weitere Maßnahmen erarbeitet, hieß es aus dem Ministerium. Man schließe auch nicht aus, die französischen Stromlieferungen auf die britische Kanal-Insel Jersey grundsätzlich zu überdenken.

Drohungen „enttäuschend und unverhältnismäßig“

Großbritannien reagierte mit scharfer Kritik: „Die Drohungen Frankreichs sind enttäuschend und unverhältnismäßig und nicht das, was man von einem engen Verbündeten und Partner erwarten würde“, erklärte ein Regierungssprecher am späten Mittwochabend. Paris scheine gegen das vereinbarte Handelsabkommen sowie gegen internationales Recht zu verstoßen.

„Es ist sehr enttäuschend, dass Frankreich es für nötig befunden hat, spät am Abend Drohungen gegen die britische Fischereiindustrie und, wie es scheint, gegen Händler im Allgemeinen auszusprechen“, erklärte der britische Brexit-Minister David Frost auf Twitter. Er werde sich nun in Paris um Klärung bemühen, und er überlege aber auch, „welche Maßnahmen wir angesichts dieser Informationen ergreifen sollen“.

RELATED ARTICLES

LEAVE A REPLY

Please enter your comment!
Please enter your name here

Most Popular