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Neue Scharmützel an kirgisischer Grenze

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Bei neuen Zusammenstößen zwischen tadschikischen und kirgisischen Sicherheitskräften an der Grenze beider Länder stirbt ein Zivilist – mehrere weitere werden verletzt. Beide Seiten werfen sich gegenseitig vor, das Feuer eröffnet zu haben. Die Lage bleibt instabil.

Der Konflikt an der Grenze zwischen Tadschikistan und Kirgisistan verschärft sich weiter. Beide Seiten werfen sich gegenseitig vor, mit schweren Waffen anzugreifen. Der kirgisische Grenzschutz erklärte, tadschikische Sicherheitskräfte hätten das Feuer eröffnet. Es sei entlang der gesamten Grenze zu Zusammenstößen gekommen. Die tadschikische Seite setze dabei auch Panzer ein.

Kirgisitans Präsident Sadyr Dschaparow (l) in Samarkand mit Russlands Präsident Wladimir Putin.

(Foto: IMAGO/ITAR-TASS)

Tadschikistan beschuldigte kirgisische Kräfte im Gegenzug, einen tadschikischen Grenzposten und sieben Dörfer mit schweren Waffen angegriffen zu haben. Dabei wurden laut den Behörden in dem Ort Isfara ein Zivilist getötet und drei weitere verletzt. An der Grenze zwischen den beiden jeweils mit Russland verbündeten Ex-Sowjetrepubliken ist es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Konflikten gekommen.

Die aktuelle Gewalt steht angesichts des Ukraine-Kriegs und des ebenfalls wieder aufgeflammten Konflikts zwischen Armenien und Aserbaidschan aber unter einem anderen Vorzeichen. Der kirgisische Präsident Sadyr Dschaparow und der tadschikische Präsident Emomali Rachmon nehmen beide aktuell an dem Gipfel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) in Usbekistan teil.

Krisengespräch in Samarkand?

Der 2001 gegründeten Shanghai-Gruppe gehören heute Russland, China, Indien auch Pakistan, Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan und neuerdings der Iran an. Vorrangig geht es bei dem Treffen um Themen wie Sicherheit und vertiefte Wirtschaftsbeziehungen. Ob auch über die Lage an der kirgisisch-tadschikischen Grenze gesprochen wird, ist unklar.

Im Rahmen des Gipfels gab es am Donnerstag zudem ein bilaterales Treffen des chinesischen Staatschefs Xi Jinping mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin. Der Iran, der ebenfalls an dem Gipfeltreffen teilnimmt, hofft darauf, seinen bisherigen SCO-Beobachterstatus in eine ständige Mitgliedschaft umzuwandeln.

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