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Neben Braun und Röttgen: Auch Merz will für den CDU-Vorsitz kandidieren – Politik

Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz will für den CDU-Vorsitz kandidieren. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Samstag aus Parteikreisen.

Zudem sagte der Vorsitzende von Merz’ Kreisverband Hochsauerland, Matthias Kerkhoff, am Samstag, Merz werde am Montagabend bei einer Kreisvorstandssitzung sprechen und die Bewerbung begründen. Seine Nominierung durch den Kreisvorstand gilt dann als Formsache.

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Der Wirtschaftsexperte Merz nimmt damit bereits zum dritten Mal Anlauf auf das Amt des CDU-Chefs, nachdem die jetzt nur noch geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel 2018 ihren Rückzug vom Parteivorsitz angekündigt hatte. Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung berichtet.

Am Freitag hatten der Außenpolitiker Norbert Röttgen und der geschäftsführende Kanzleramtschef Helge Braun ihre Kandidaturen für den CDU-Vorsitz bekanntgegeben.

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Bei der Wahl des künftigen Vorsitzenden der CDU kann Merz auf die Unterstützung von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer bauen. „Ich finde es richtig, dass jetzt Friedrich Merz die Chance gegeben wird, die Dinge in der CDU zu gestalten“, sagte Kretschmer der „Bild am Sonntag“.

Laut eines Insa-Meinungstrends für die „Bild“ sehen 35-Prozent Anhänger der Partei Röttgen am ehesten für den CDU-Vorsitz geeignet. 29 Prozent sprechen sich für Merz aus. Braun kommt demnach auf zwölf Prozent Zustimmung.

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Brinkhaus will nicht antreten

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus, der ebenfalls als möglicher Kandidat für die Nachfolge des bei der Bundestagswahl als Kanzlerkandidat gescheiterten CDU-Vorsitzenden Armin Laschet galt, verzichtete nach einem Bericht der „Neuen Westfälischen“ auf eine Kandidatur.

Während einer Sitzung seines Kreisverbandes Gütersloh am Freitagabend habe Brinkhaus nicht um einen Vorschlag seines Heimatverbandes gebeten. „Ralph Brinkhaus war der Sitzung zugeschaltet und hat nach intensiver Abwägung seinen Hut nicht in den Ring geworfen“, sagte Kreisverbandschef Raphael Tigges der Zeitung.

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Röttgen und Braun hatten eine inhaltliche Neupositionierung der Partei nach ihrem Debakel bei der Bundestagswahl gefordert. Sie mahnten zu Geschlossenheit, auch mit der Schwesterpartei CSU. Zudem kündigten sie an, die Parteizentrale zu modernisieren. Der geschäftsführende Gesundheitsminister Jens Spahn hatte angekündigt, er werde auf eine erneute Kandidatur verzichten. (dpa)

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