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Lambsdorff fordert zügige „Marder“-Lieferung an Ukraine

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Zwar gibt es Zusagen der Bundesregierung, doch Kritik gibt es an der schleppenden Lieferung von Waffen an die Ukraine. Die FDP will zumindest „Marder“-Schützenpanzer schnell und direkt liefern. „Wir wünschen uns, dass wir hierzu in der Bundesregierung einen Konsens erzielen“, sagt Fraktionsvize Lambsdorff.

Die FDP will sich in der Regierungskoalition für eine schnelle und direkte Lieferung von „Marder“-Schützenpanzern an die Ukraine einsetzen. Die Bundesregierung solle beim Schützenpanzer „Marder“ den Ukrainern mehr Unterstützung zukommen lassen, sagte der stellvertretende FDP-Fraktionschef Alexander Graf Lambsdorff der „Augsburger Allgemeinen“. „Auch wir als FDP sagen, Deutschland kann und sollte mehr tun“, sagte der Außenpolitiker. „Wir wünschen uns, dass wir hierzu in der Bundesregierung einen Konsens erzielen.“

Beim „Marder“ handele es sich um einen Schützen- und nicht um einen Kampfpanzer, betonte Lambsdorff. „Sie stehen auf dem Hof bereit, sie könnten aufbereitet und geliefert werden“, fügte er hinzu. „Wir sind als FDP der Meinung, dass dies auch geschehen soll.“

Die Ukraine wünscht sich von Deutschland schwere Waffen. Das deutsche Rüstungsunternehmen Rheinmetall hat die Lieferung von 88 gebrauchten und wieder aufzubereitenden „Mardern“ angeboten. Die Bundesregierung hat nach bisherigem Stand aber noch nicht darüber entschieden. Nach ihren Plänen sollen sie auch nur für einen Ringtausch mit NATO-Partnern eingesetzt werden: Länder wie Tschechien und Griechenland würden sie dann als Ausgleich erhalten, wenn sie ihrerseits alte sowjetischer Panzer aus ihren Beständen an die Ukraine liefern.

Zurückhaltender äußerte sich Lambsdorff zu einer Lieferung der von der Ukraine ebenfalls gewünschten „Leopard I“-Panzer. „Beim ‚Leopard‘ schauen wir, was die Verbündeten machen“, sagte der FDP-Fraktionsvize. „In der Ukraine gibt es weder französische noch britische, italienische oder amerikanische Kampfpanzer. Insofern gibt es auch keinen deutschen ‚Leopard‘-Panzer.“

Dies ändere sich auch nicht durch die geplante Lieferung der Panzerhaubitze 2000. „Haubitzen sind keine Gefechtsfeldwaffen und sind deshalb auch nicht mit Kampfpanzern zu verwechseln, die unmittelbare Kämpfe austragen können“, betonte Lambsdorff.

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