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Klitschko: Krieg für jeden Europäer brandgefährlich

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Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko und sein Bruder hoffen, dass der Ukraine-Krieg bei den Deutschen nicht in Vergessenheit gerät. Gemeinsam fordern sie moderne Waffen. Damit würden die Ukrainer nicht nur sich selbst verteidigen – Putins Interesse ende nicht an der Grenze zu Polen.

Die Klitschko-Brüder mahnen, dass der Ukraine-Krieg ganz Europa und damit auch die Deutschen direkt betreffe. „Wenn die Russen weitermarschieren, wird das für jeden Europäer brandgefährlich sein“, betonte Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko im Interview mit der „Bild“-Zeitung. „Falls jemand in Deutschland denkt, der Krieg wäre weit weg: Das stimmt nicht, er kann jeden in der EU betreffen.“ Sein Bruder Wladimir Klitschko sagte, der Krieg „wird auch an die Tür der Europäer und der Deutschen klopfen“.

„Wahrscheinlich wird man in Deutschland auch müde von den Fragen der Ukraine nach mehr und mehr Hilfe“, sagte der frühere Boxweltmeister. „Aber so lange dieser Krieg läuft, muss es diese Unterstützung geben – humanitär, militärisch und jede andere.“ Vitali Klitschko geht davon aus, dass Russlands Präsident Wladimir Putin nicht nur die ukrainische Hauptstadt weiter angreifen wird. Dessen Interesse ende nicht in Kiew und an der Grenze zu Polen. „Ich bin fest davon überzeugt, Putin wird so weit gehen, wie wir es ihm erlauben“, so Klitschko. „Und Deutschland darf nicht vergessen: Ein Teil von Deutschland war Teil des sowjetischen Imperiums.“

Der Bürgermeister forderte moderne Waffen für sein Land. „Wir brauchen von den drei Führern der wichtigsten Länder harte Unterstützungssanktionen und Waffen – so schnell wie möglich“, sagte Vitali Klitschko mit Blick auf den offenbar geplanten Besuch von Bundeskanzler Olaf Scholz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Italiens Regierungschef Mario Draghi. „Wir brauchen Unterstützung. Wir brauchen Munition, wir brauchen moderne Waffen“, betonte Klitschko. Sein Bruder sagte: „Wenn wir fallen, fallt ihr auch. Wir sind miteinander verbunden. Frieden, Demokratie: Diese schöne Welt wird hier in der Ukraine zerstört.“

Wladimir Klitschko hat hohe Erwartungen an Scholz‘ Besuch: „Ich glaube, man kann die Situation besser verstehen, wenn man Städte wie Butscha mit eigenen Augen gesehen hat“, erläuterte er. „Wenn die drei Staatschefs die Lage mit ihren eigenen Augen sehen und mit den Menschen sprechen, dann verstehen sie auch emotional, wie wichtig es ist, uns zu unterstützen. Mit allem – mit Waffen, mit Geld, mit humanitärer Unterstützung.“ Sein Bruder Vitali Klitschko ergänzte: „Wir verteidigen auch jeden in der Europäischen Union. Das müssen die Europäer begreifen.“

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