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Gouverneur spricht von verschlechterter Lage

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Zunächst gelingt es den ukrainischen Streitkräften, Teile der eingenommenen Stadt Sjewjerodonezk zurückzuerobern. Doch so leicht lassen sich die russischen Truppen nicht zurückdrängen. Die Auseinandersetzungen bleiben heftig.

In der umkämpften Stadt Sjewjerodonezk hat sich die Lage für die ukrainische Seite nach Angaben des Gouverneurs von Luhansk etwas verschlechtert. Es gebe intensive Straßenkämpfe mit russischen Kräften in der im Osten des Landes gelegenen Stadt, sagte Serhij Gaidai dem staatlichen Fernsehen. „Unseren Verteidigern ist es gelungen, eine gewisse Zeit einen Gegenangriff zu führen, sie haben fast die Hälfte der Stadt befreit. Aber jetzt hat sich die Situation für uns wieder ein wenig verschlechtert.“ Ukrainische Soldaten hielten jedoch Stellungen im Industriegebiet der Stadt, die in der Region Luhansk liegt.

Auch das britische Verteidigungsministerium berichtete von heftigen Auseinandersetzungen in Sjewjerodonezk. Dort haben die russischen Streitkräfte ihren Angriff auf das östliche Donbass-Kernland der Ukraine konzentriert. „Die heftigsten Kämpfe finden in Sjewjerodonezk statt“, sagte Gaidai. Aber auch anderswo gehen die russischen Angriffe weiter. In der südukrainischen Stadt Mykolaiw seien Explosionen zu hören gewesen, sagte Bürgermeister Olexander Senkewytsch im Nachrichtendienst Telegram.

Sjewjerodonezk ist die letzte größere Stadt der Region Luhansk, die Russland noch nicht erobert hat. Erklärtes Ziel der russischen Streitkräfte ist es, die gesamte Donbass-Region, zu der auch die Region Donezk gehört, einzunehmen. In einer entscheidenden Phase der Kämpfe besuchte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Region im Osten des Landes.

Selenskyj besichtigte dabei am Sonntag nach Angaben des Präsidialamtes Kommandoposten und Stellungen an der Front in der Stadt Lysytschansk, die durch den Fluss Siverskyj Donez von Sjewerodonezk getrennt ist. Weiter hieß es vom Präsidialamt, Selenskyj habe außerdem Bachmut im Südwesten von Donezk besucht und dort mit Soldaten gesprochen. „Ich möchte Ihnen für Ihre großartige Arbeit, für ihren Dienst danken, dafür, dass sie uns alle, unseren Staat beschützen“, sagte Selenskyj laut Präsidialamt vor den Soldaten. „Ich bin jedem dankbar“, fügte er hinzu. „Passen Sie auf sich auf.“

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