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Freispruch für Kyle Rittenhouse: Die USA stecken fest in einem Teufelskreis der Gewalt – Politik

Kyle Rittenhouse ist unschuldig. Das sagt die Jury in Kenosha nach einem aufsehenerregenden Prozess und mehr als 24-stündigen Beratungen. Der heute 18-Jährige habe sich selbst verteidigt, als er vor mehr als einem Jahr in Kenosha/Wisconsin bei einer Antirassismus-Demonstration zwei Männer erschoss und einen weiteren schwer verletzte.

Dieses Urteil ist für viele ein Schock, eine weitere Entscheidung, die die „white supremacy“, die Überlegenheit der Weißen, untermauere. Für viele ist die Jury-Entscheidung zudem ein Beleg für ein kaputtes Rechtssystem. Andere argumentieren, dieser Fall, bei dem ein Weißer zwei Weiße getötet habe, habe nun gerade nichts mit Rassismus zu tun.

Was nun passiert, ob es wirklich, wie viele im Vorfeld befürchtet hatten, erneut zu Krawallen in Kenosha kommt, werden die nächsten Stunden zeigen. Der 100.000-Einwohner-Stadt, die nach den Polizeischüssen auf den Afroamerikaner Jacob Blake im vergangenen Jahr von schweren Ausschreitungen erschüttert wurde, ist es nicht zu wünschen.

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Der Fall Rittenhouse spaltet die amerikanische Gesellschaft, auch, weil die Politik die Tragödie ausnutzte. Der damalige Präsident Donald Trump reiste im Wahlkampf nach Kenosha und sprach von dem „Helden“ Rittenhouse, der die Stadt und ihre Einwohner ja lediglich vor den Randalierern habe schützen wollen.

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