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FDP will Freibetrag für Haus-Erben hochsetzen

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Weil die Immobilienpreise explodiert sind, kommen auf Erben im neuen Jahr saftige Steuerzahlungen zu. Während sich der Wert von Häusern und Wohnungen oft verdoppelt hat, liegt der Freibetrag seit Jahren bei 400.000 Euro für ein Kind. Die FDP will das ändern und verweist auf den Koalitionsvertrag.

Wegen einer Gesetzesänderung könnten auf Erben größerer Vermögenswerte ab dem 1. Januar 2023 hohe Kosten für die Erbschaftssteuer zukommen – die FDP will dies nun noch verhindern. Die höheren Abgaben beträfen „keinesfalls nur Menschen mit hohem Einkommen“, sagte FDP-Fraktionschef Christian Dürr in Berlin. Insbesondere auf vererbte Immobilien könnten ab 2023 wegen der stark gestiegenen Verkaufspreise kostspielige Zahlungen zukommen. Die FDP wolle sich nun in der Koalition dafür einsetzen, dass die Freibeträge bei der Erbschaftssteuer entsprechend erhöht werden.

Hintergrund der Debatte ist eine Regelung aus dem Jahressteuergesetz 2022, das noch von der CDU-geführten Vorgängerregierung verabschiedet worden war. Diese setzte damit eine Vorgabe des Bundesverfassungsgerichts um, nach der Immobilienwerte künftig für steuerliche Zwecke möglichst nahe am Verkaufswert veranschlagt werden müssen. Das Gesetz sieht keine höheren Freibeträge bei der Vererbung vor – derzeit liegen sie etwa für Kinder bei 400.000 Euro.

Erhöhung der Freibeträge unbürokratisch möglich

Da die Verkaufspreise für Immobilien in den vergangenen Jahren insbesondere in Ballungsräumen massiv gestiegen sind, könnten die aktuellen Freibeträge etwa bei vererbten Eigentumswohnungen oder Einfamilienhäusern deutlich über dieser Schwelle liegen – darauf würde dann Erbschaftssteuer fällig. FDP-Fraktionschef Dürr wies darauf hin, dass die Koalition sich vorgenommen habe, die Bürger nicht zusätzlich zu belasten. Dies müsse auch für die Erbschaftssteuer gelten. Eine Erhöhung der Freibeträge wäre „unbürokratisch möglich“.

Ähnliche Vorschläge hatte zuvor bereits die CSU gemacht. „Seit 2009 haben sich die Immobilienpreise beispielsweise in München teils verdoppelt oder verdreifacht“, sagte der bayerische Finanzminister Albert Füracker am Freitag in München. „Die persönlichen Freibeträge wurden jedoch seit 13 Jahren nicht angepasst.“ Höhere Freibeträge seien das einfachste Mittel, um für Entlastung zu sorgen. „Die Erbschaftsteuer darf nicht ein treibender Faktor dafür sein, dass Wohneigentum nicht von einer Generation in die nächste übertragen werden kann.“

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