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Elf Leichen auf Avocado-Plantage in Mexiko entdeckt

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In Mexiko sind Mord und Totschlag an der Tagesordnung. Täglich verlieren rund 100 Menschen auf diese Weise ihr Leben. Nun sind auf einer Plantage wieder mehrere Leichen gefunden worden.

In einer Avocado-Plantage im Westen Mexikos hat die Polizei elf Leichen gefunden. Die Beamten hätten nahe der Stadt Uruapan zunächst drei Stellen entdeckt, an denen das Erdreich umgegraben worden sei, teilte die Generalstaatsanwaltschaft des Bundesstaates Michoacán mit. Diese wurden untersucht und schließlich die Toten entdeckt, neun Männer und zwei Frauen. Der Verwesungsstand der Leichen sei weit fortgeschritten, hieß es in einer offiziellen Mitteilung. Die Todesursache ist noch unklar. Es soll dennoch versucht werden, die Leichen zu identfizieren.

In dieser Region Michoacáns, rund 400 Kilometer von Mexiko-Stadt entfernt, kämpfen rivalisierende Verbrecherbanden um die Kontrolle illegaler Geschäfte wie Drogenhandel und Schutzgelderpressung von Bauern und Geschäftsleuten, unter anderem im Bereich des Avocado-Anbaus. Seit 2006, als die damalige Regierung den Drogenkrieg erklärte, ist in Mexiko die Zahl der Tötungsdelikte stark angestiegen. Täglich werden knapp 100 Menschen getötet. Mehr als 100.000 Menschen gelten zudem als vermisst.

Den Kampf gegen die Drogen-Kartelle begann damit, dass der damalige Präsident Vicente Calderón 6500 Soldaten nach Michoacán schickte. Laut CNN verkaufen die mexikanischen Organisationen allein in den USA Drogen im Wert von 19 bis 29 Milliarden Dollar pro Jahr. Sie sollen über gute Verbindungen in die mexikanische Politik verfügen. Die Verhaftung und spätere Verurteilung des Bosses des Sinaloa-Kartells Joaquín „El Chapo“ Guzman in den USA war zwar ein großer Erfolg der Behörden, änderte aber wenig am Drogenproblem selbst.

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