HomePolitik„Die Leute brauchen jetzt Hilfe, nicht irgendwann in der Zukunft“

„Die Leute brauchen jetzt Hilfe, nicht irgendwann in der Zukunft“

Es ist ein milder Tag im Dezember, aber kalt wird einem trotzdem, wenn manlange draußen anstehen muss. Barbara, 48 Jahre alt, hat es inzwischen in den Vorraum der Martin-Luther-Kirche in Neukölln geschafft, wo die Berliner Tafel Lebensmittel verteilt. Sie ist Künstlerin, hat als Buchhändlerin gearbeitet, bezieht aktuell Hartz IV. Ihren 9-jährigen Sohn zieht sie alleine groß. Seit genau einer Woche ist Olaf Scholz Bundeskanzler, der im Wahlkampf für eine „Gesellschaft des Respekts“ eintrat – mehr Respekt vor der Leistung Einzelner, auch vor Armut im Alter und prekären Lebensumständen. Barbara erhofft sich von der neuen Bundesregierung trotzdem keinen großen Wandel. „Ich glaube nicht, dass sich viel ändern wird.“

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