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China will um Taiwan „bis zum Ende kämpfen“

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Im Streit um die Unabhängigkeit Taiwans bekräftigt Chinas Verteidigungsminister Wei den entschiedenen Kurs seines Landes mit Drohungen an die Freunde der demokratisch regierten Insel. Wer die Unabhängigkeit unterstütze, werde „definitiv kein gutes Ende nehmen“.

China wird nach den Worten von Verteidigungsminister Wei Fenghe „bis zum Ende“ gegen eine Unabhängigkeit Taiwans kämpfen. „Wir werden um jeden Preis kämpfen und wir werden bis zum Ende kämpfen“, sagte Wei am Sonntag auf einer Sicherheitskonferenz in Singapur. China habe keine andere Wahl.

„Diejenigen, die eine Unabhängigkeit Taiwans anstreben, um China zu spalten, werden definitiv kein gutes Ende nehmen“, fügte der Minister in einer Rede beim sogenannten Shangri-La-Dialog hinzu. „Niemand sollte jemals die Entschlossenheit der chinesischen Streitkräfte unterschätzen, um Chinas territoriale Integrität zu schützen.“

Schlagabtausch zwischen Washington und Peking

Am Freitag hatte Wei bei einem Treffen mit US-Verteidigungsminister Lloyd Austin am Rande des Shangri-La-Dialogs für den Fall einer Unabhängigkeitserklärung Taiwans bereits mit Krieg gedroht. „Falls es irgendjemand wagt, Taiwan von China zu trennen, wird die chinesische Armee definitiv nicht zögern – koste es, was es wolle – einen Krieg zu beginnen“, sagte Wei nach Angaben seines Sprechers.

Am Samstag kritisierte Austin China für seine „provokativen und destabilisierenden“ Militäraktivitäten bei Taiwan. Washington habe eine „stetige Zunahme provokanter und destabilisierender militärischer Aktivitäten“ beobachtet, sagte Austin. Als Beispiel nannte er chinesische Militärflugzeuge, „die in den vergangenen Monaten in Rekordzahlen und fast täglich in der Nähe von Taiwan geflogen sind“.

Taiwan im Zentrum zunehmender Spannungen

US-Präsident Joe Biden hatte Taiwan im Mai militärische Unterstützung für den Fall eines chinesischen Einmarsches zugesichert, was Empörung in Peking hervorgerufen hatte. Die Beziehung der beiden Weltmächte hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend verschlechtert. Für Spannungen sorgen dabei insbesondere Sicherheitsfragen, die unter anderem Taiwan, das Südchinesische Meer und den Ukraine-Krieg betreffen.

China sieht Taiwan als abtrünnige Provinz, die wieder mit dem Festland vereinigt werden soll – notfalls mit militärischer Gewalt. Die USA verfolgen in dieser Frage eine Linie der „strategischen Zweideutigkeit“. Dabei sichern sie Taiwan zwar Unterstützung beim Aufbau seiner Verteidigungsfähigkeiten zu, versprechen aber nicht ausdrücklich, der Insel im Falle eines Krieges zu Hilfe zu kommen.

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