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Amerikaner fordern landesweit schärfere Waffengesetze

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Bald vier Wochen ist es her, dass ein 18-Jähriger in einer Schule im texanischen Uvalde 21 Menschen erschoss. Tausende Amerikaner gehen am Samstag auf die Straße, um Konsequenzen zu fordern – und wissen den US-Präsidenten an ihrer Seite.

Mehrere tausend US-Bürger haben am Samstag landesweit für schärfere Waffengesetze demonstriert. In der Hauptstadt Washington stellten Aktivisten mehr als 45.000 Vasen mit Blumen auf – je eine für jeden Menschen, der seit 2020 in den USA durch Waffengewalt starb. An der zentralen Kundgebung nahmen nach Angaben der Veranstalter rund 40.000 Menschen bei leichtem Regen an dem Marsch teil. „Schützt Menschen, nicht Waffen“ stand auf einem Schild, das ein Demonstrant trug. Auf einem anderen Plakat hieß es „Genug ist genug“.

Vor dem Kapitol standen mehr als 45.000 Vasen für die Menschen, die seit 2020 in den USA an Waffengewalt starben.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Mehr als 450 Protestkundgebungen waren für Samstag in diversen Städten der USA geplant. „Ich schließe mich Ihnen an, um meinen Aufruf an den Kongress zu wiederholen, etwas zu unternehmen“, schrieb US-Präsident Joe Biden auf Twitter, um die Demonstrationen in hunderten Städten im ganzen Land zu unterstützen. Dazu aufgerufen hatte die Bewegung „March for Our Lives“ („Marsch für unsere Leben“), die von Hinterbliebenen und Überlebenden eines Amoklaufs in Florida 2018 gegründet worden war.

Biden hofft zumindest auf Altersverschärfung

In den USA hatte es in den vergangenen Wochen wieder eine Serie besonders blutiger Schusswaffenangriffe gegeben. Mitte Mai erschoss ein 18-Jähriger an einer Grundschule der texanischen Kleinstadt Uvalde 19 Kinder und zwei Lehrerinnen. Allein in diesem Jahr wurden bereits mehr als 19.300 Menschen durch Schusswaffen in den USA getötet.

Eine parteiübergreifende Gruppe von Senatoren verhandelt derzeit unter der Leitung des Demokraten Chris Murphy über eine Waffenrechtsreform. In der Vergangenheit hatten die konservativen Republikaner Verschärfungen des laxen US-Waffenrechts immer wieder verhindert.

US-Präsident Biden hatte kürzlich angesichts der jahrelangen Blockade einen Kompromissvorschlag gemacht. „Wenn wir schon nicht das eigentlich nötige Verbot von Sturmgewehren erreichen, müssen wir zumindest das Mindestalter für ihren Kauf auf 21 Jahre erhöhen“, forderte er.

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