Aktuelle Deutschland Nachrichten

+++ 17:48 Selenskyj: Situation im Gebiet Saporischschja am „bedrohlichsten“ +++

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Laut dem ukrainischen Präsidenten ist die Lage im Gebiet Saporischschja, in dem die russische Armee die Gebietshauptstadt bedrohe, derzeit am „bedrohlichsten“. Das sagte Wolodymyr Selenskyj der Agentur Interfax-Ukraine zufolge nach seinem Besuch an der Front. Armeesprecher Olexander Motusjanyk berichtete von intensiven Kämpfen „praktisch entlang der gesamten Frontlinie in den Gebieten Luhansk und Donezk“. Die russische Luftwaffe habe 39 Einsätze für Luftschläge auch außerhalb der Ostukraine geflogen. Ziele im Land seien zudem mit landgestützten Raketen von der von Russland annektierten Halbinsel Krim beschossen worden. Auch in der Stadt Sjewjerodonezk bleibt die Situation für die ukrainischen Truppen Selenskyj zufolge angespannt. „Wir halten die Lage, halten eben die Lage“, sagte er.

+++ 17:12 Russland droht US-Journalisten laut Insidern mit Landesverweis +++
Russland droht US-Medien Insidern zufolge mit dem Entzug ihrer Akkreditierung, sollte sich der Umgang mit russischen Journalisten in den USA nicht verbessern. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, habe mit Gegenmaßnahmen gedroht, sollten russische Reporter in den USA nicht frei arbeiten können, sagen drei Insider mit Kenntnis eines Treffens von Sacharowa mit US-Medien in Moskau. Sollte sich die Situation nicht ändern, müssten US-Journalisten das Land verlassen. Auf eine Bitte um offizielle Stellungnahme reagierte Sacharowa nicht. Der Agentur RIA zufolge waren Vertreter von „Wall Street Journal“, CNN, Associated Press, NPR und Alhurra TV bei dem Treffen. Von US-Medien gab es zunächst keine Stellungnahmen. Einige westliche Medien haben Russland nach der Invasion der Ukraine verlassen. Andere blieben im Land und berichten weiter von dort.

+++ 16:44 Selenskyj: Bis zu 75 Millionen Tonnen Getreide stecken fest +++
Bis zum Herbst können nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj bis zu 75 Millionen Tonnen Getreide in der Ukraine festsitzen. Kiew benötige Anti-Schiffs-Waffen, die die sichere Durchfahrt seiner Exporte gewährleisten könnten, sagt Selenskyj in der Hauptstadt. Gemeinsam mit Großbritannien und der Türkei sei aber auch die Idee erörtert worden, dass die Marine eines Drittlandes die Durchfahrt der ukrainischen Getreideexporte durch das von Russland beherrschte Schwarze Meer garantiere. Der beste Garant dafür sei jedoch die Bewaffnung der Ukraine, sagt Selenskyj zu Journalisten.

+++ 16:18 So gehen ukrainische Ermittler möglichen Kriegsverbrechen nach +++
Etwa 100 Tage nach Beginn des russischen Angriffskriegs geht die Ukraine bereits mehr als 15.000 Fällen mutmaßlicher Kriegsverbrechen nach. Ukrainische und internationale Ermittler suchen für jeden einzelnen Fall nach Beweisen. ntv-Reporter Christof Lang spricht mit einigen der Experten über ihre schwierige Arbeit.

+++ 15:51 Kulturstaatsministerin Claudia Roth zu Besuch in Odessa +++
Kulturstaatsministerin Claudia Roth ist zu einem zweitägigen Besuch in Odessa eingetroffen. Die Grünen-Politikerin ist das erste Mitglied der Bundesregierung, das nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine in der strategisch wichtigen Hafenstadt am Schwarzen Meer zu Gast ist.

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+++ 15:35 Selenskyj: Bei russischem Durchstoß im Donbass wird es schwer für Ukraine +++
Russland ist dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge zahlenmäßig in der umkämpften ostukrainischen Stadt Sjewjerodonezk in der Überzahl. Die Ukraine habe aber die Möglichkeiten, sich zur Wehr zu setzen, sagt Selenskyj bei einer Pressekonferenz. Sollte Russland im Donbass einen Durchstoß erzielen, werde es schwer für die Ukraine. Vom Donbass aus könne Russland strategische industrielle Ziele in der Zentral-Ukraine angreifen.

+++ 15:13 Lawrow: Werden Ukrainer weiter zurückdrängen +++
Russland will die ukrainischen Streitkräfte angesichts der angekündigten westlichen Lieferungen von Waffen mit größerer Reichweite weiter von seinen Grenzen zurückdrängen. „Je größer die Reichweite der gelieferten Systeme ist, desto weiter werden wir die Nazis von der Linie entfernen, von der aus die russischsprachigen Länder und die Russische Föderation bedroht werden könnten“, kündigt Außenminister Sergej Lawrow auf einer Pressekonferenz an. Die USA und Großbritannien haben sich bereiterklärt, hochmoderne Mehrfach-Raketenwerfer vom Typ M142 Himars und M270 zu liefern, die bis zu 80 Kilometer entfernte Ziele erreichen sollen. Seit Beginn der Invasion am 24. Februar hat Russland wiederholt erklärt, es wolle die Ukraine von „Nazis“ befreien.

+++ 14:58 IAEA will Expertenteam zum AKW Saporischschja schicken +++
Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA arbeitet an den Modalitäten für den Einsatz ihrer Experten an dem vom russischen Militär kontrollierten Atomkraftwerk Saporischschja in der Ukraine. Dies geschehe auf Wunsch der Ukraine, sagt IAEA-Chef Rafael Grossi vor dem Gouverneursrat der UN-Organisation. Das AKW Saporischschja befindet sich im Südosten der Ukraine und ist das größte in Europa. Anfang März hatten es russische Truppen unter ihre Kontrolle gebracht.

+++ 14:42 Bürgermeister: Haben genug Truppen für Verteidigung von Sjewjerodonezk +++
Die Ukraine hat dem Bürgermeister der umkämpften Stadt Sjewjerodonezk zufolge genug Truppen dort angesammelt, um russische Angriffe zurückzuschlagen. Die Straßenkämpfe dauerten an, beide Seiten seien nicht willens, sich zurückzuziehen, sagt Olexander Strjuk im ukrainischen Fernsehen. Russland setze alles daran, Sjewjerodonezk einzunehmen, sagt ein Sprecher des ukrainischen Verteidigungsministeriums. Es werde dazu weder an Soldaten noch an Gerät gespart. Regionalgouverneur Serhij Gajdaj hatte am Morgen gesagt, die Lage für die ukrainische Armee in Sjewjerodonezk habe sich nach jüngsten Erfolgen wieder „verschlechtert“.

+++ 14:17 Bataillon aus Krimtataren hofft auf Einsatz in Cherson +++
Unter der Herrschaft Stalins werden viele muslimische Krimtataren deportiert. Erst in den 80er-Jahren können sie auf die Halbinsel zurückkehren – nur um 2014 erneut vertrieben zu werden. Jetzt kämpfen sie an der Seite der Ukraine gegen ihren alten Feind.

+++ 13:55 Russland nennt Sperrung für Lawrow-Flug „feindliche Aktion“ +++
Russland bezeichnet die Sperrung des Luftraums durch drei osteuropäische Länder für den geplanten Flug seines Außenministers Sergej Lawrow nach Serbien als „feindliche Aktion“. Der Sprecher des Präsidialamtes in Moskau, Dmitri Peskow, sagt vor der Presse, solche Aktionen könnten Probleme bei der Planung hochrangiger diplomatischer Treffen verursachen. Aber sie würden Russland nicht daran hindern, Kontakte zu befreundeten Ländern zu pflegen. Lawrow selbst sprach von einer beispiellosen Aktion. Sein für den heutigen Montag geplanter Besuch in Belgrad war am Widerstand mehrerer Nachbarländer Serbiens gescheitert. Man habe noch keine Erklärung für dieses Verhalten bekommen. Bulgarien, Nordmazedonien und Montenegro hatten der russischen Regierungsmaschine einen Flug durch ihre Lufträume verweigert.

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+++ 13:37 Selenskyj telefoniert mit Johnson und bespricht Waffenlieferung +++
Großbritannien hat nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die Lieferung neuer Verteidigungswaffen bestätigt. Das habe ihm Premierminister Boris Johnson in einem Telefonat gesagt. Sie hätten zudem Wege besprochen, wie die russische Blockade der ukrainischen Häfen, in denen riesige Mengen dringend benötigten Getreides lagern, aufgehoben und eine Lebensmittelkrise verhindert werden könnte. Der britische Verteidigungsminister Ben Wallace hatte die Lieferung von Raketenwerfern angekündigt, die Ziele in einer Entfernung von bis zu 80 Kilometer erreichen können. Premierminister Boris Johnson twitterte dazu: „Wir können nicht tatenlos dabei zusehen, wie die russische Langstreckenartillerie Städte dem Erdboden gleichmacht und unschuldige Zivilisten tötet.“ Das Vereinigte Königreich werde den ukrainischen Streitkräften die Waffensysteme schenken, „damit sie den anhaltenden russischen Angriff wirksam abwehren können“.

+++ 13:13 US-Botschafter appelliert an Moskau: Die beiden größten Atommächte müssen weiter miteinander reden +++
Der US-Botschafter in Moskau rät der russischen Regierung von einer Schließung ihrer diplomatischen Vertretung in Washington ab. „Wir müssen die Fähigkeit bewahren, miteinander zu sprechen“, sagt John Sullivan in einem Interview der russischen Nachrichtenagentur Tass. Die beiden größten Atommächte der Welt müssten weiter miteinander reden. Trotz vieler Krisen, Spionageskandale und Kaltem Krieg sind die diplomatischen Beziehungen zwischen Moskau und Washington seit ihrer Aufnahme im Jahr 1933 nie abgebrochen worden. „Soweit ich weiß, hat die russische Regierung einen möglichen Abbruch der diplomatischen Beziehungen erwähnt“, sagt der Amerikaner. „Wir können nicht einfach die diplomatischen Beziehungen abbrechen und aufhören, miteinander zu reden.“

+++ 13:01 Russland am Rande des Zahlungsausfalls +++
Nicht gezahlte Verzugszinsen auf eine Dollar-Anleihe bringen Russland an den Rand des ersten Zahlungsausfalls seit der Russischen Revolution vor mehr als einem Jahrhundert. Mit ein Grund sind die Sanktionen der Europäischen Union. Sie nahm zuletzt einen Zahlungsabwickler auf die rote Liste, den Moskau für die Bedienung seiner Eurobonds nutzen wollte. Fragen und Antworten zu dem Thema lesen Sie hier:

+++ 12:46 Bundesnetzagentur warnt nach russischen Lieferstopps vor noch höheren Gaspreisen +++
Nach dem russischen Lieferstopp für Dänemark und Shell rechnet der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, mit weiteren Preissteigerungen beim Gas. „Das Gas, das in Europa frei gehandelt wird, dürfte sukzessive weniger werden“, sagt Müller dem „Tagesspiegel“. „Wenn die Schraube weiter angezogen wird, seien es auch nur kleine Schritte, wird Gas noch teurer“, warnt der Behördenchef. Dass Russland auch Deutschland den Gashahn zudrehen wird, befürchtet Müller aktuell nicht. „Die Gaszuflüsse sind derzeit stabil.“ Seriöse Vorhersagen seien aber unmöglich, die Bundesnetzagentur könne nur auf Sicht fahren. „Ich wage keine Prognose, die über die nächsten 24 Stunden hinaus geht“.

+++ 12:14 Emmerich: Abgesagte Serbien-Reise „ist Rückschlag für Russland“ +++
Eigentlich wollte Russlands Außenminister Lawrow Serbien besuchen. Aber die Reise wird abgesagt, drei Staaten geben den Luftraum nicht frei. Was das für Moskau bedeutet und wie die aktuellen Äußerungen zum Ukraine-Krieg aus Frankreich und den USA einzuschätzen sind, darüber spricht ntv-Russlandexperte Dirk Emmerich.

+++ 11:46 Bericht: Russische Dissidenten sollen Stipendien und Langzeit-Visa bekommen +++
Rund 70 kremlkritische russische Journalisten, die nach Kriegsbeginn mit einem 90-Tage-Schengen-Visum nach Deutschland geflüchtet waren, sollen nach den Plänen der Bundesregierung dauerhaft in Deutschland leben und arbeiten können. Das berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf Regierungskreise. Demnach sollen die Kurzzeit-Visa der Betroffenen in langfristige Visa der Kategorie D umgewandelt werden. Dazu ist die Bundesregierung unter anderem mit den Innenbehörden der Länder Berlin und Sachsen im Gespräch. „Die Bundesregierung setzt sich dafür ein, dass regimekritische Kultur- und Medienschaffende aus der Russischen Föderation, die mit einem Schengen-Visum eingereist sind und nunmehr längerfristig in Deutschland bleiben möchten, um ihre Arbeit hier fortzusetzen, einen Aufenthaltstitel zum Zweck der Beschäftigung im Bundesgebiet einholen können“, heißt es einem Bericht der „Task Force Russische Fachkräfte“ für die Sitzung des Bundeskabinetts an diesem Mittwoch.

+++ 11:17 Moskau stimmt laut kremlnaher Zeitung Getreidelieferungen aus Odessa zu +++
Die russische Führung hat einem Medienbericht zufolge mit Kiew und Ankara ein Schema zur Freigabe von Getreidelieferungen aus dem bisher blockierten Schwarzmeerhafen Odessa abgesprochen. „In den Hoheitsgewässern des Nachbarlands übernehmen türkische Militärs die Minenräumung und sie werden auch die Schiffe bis in neutrale Gewässer begleiten“, beschreibt die kremlnahe Tageszeitung „Iswestija“ unter Berufung auf Regierungskreise den geplanten Ablauf. Später würden russische Kriegsschiffe die Getreidefrachter bis zum Bosporus eskortieren.

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+++ 10:55 Putins Waffen-Warnung: „Man muss Drohung ernst nehmen, aber nicht überschätzen“+++
Russlands Außenminister Lawrow kann wegen fehlender Fluggenehmigungen nicht zu einem geplanten Besuch nach Serbien reisen. ntv-Moskau-Korrespondent Rainer Munz erklärt die Hintergründe und schätzt außerdem Putins neueste Drohung bezüglich Waffenlieferungen an die Ukraine ein.

+++ 10:31 Russische Behörden melden Beschuss von Grenzregion +++
Die nahe an der Grenze zur Ukraine gelegene Ortschaft Tjotkino in der Region Kursk im Westen Russlands ist nach Behördenangaben erneut beschossen worden. „Tote und Verletzte hat es nicht gegeben“, teilt Gouverneur Roman Starowoit auf seinem Account im sozialen Netzwerk vkontakte mit. Seinen Angaben nach wurde vor allem eine Brücke im Ort beschossen. Getroffen habe es aber auch ein Wohnhaus und die lokale Zuckerfabrik. Ein Auto brannte aus. Den Bildern nach zu urteilen, wurde eine Eisenbahnbrücke durch die Einschläge zerstört. Das russische Militär nutzt die Eisenbahn in den Grenzregionen für den Nachschub der eigenen Truppen in der Ukraine. Es ist nicht das erste Mal, dass Tjotkino unter Beschuss geraten ist. Mitte Mai kam ein Zivilist bei einem solchen Angriff ums Leben.

+++ 10:01 Angriff auf Kiew: Raketen wohl aus über 2000 Kilometern abgefeuert +++
Von Samstag auf Sonntag schlagen zum ersten Mal seit Ende April wieder Raketen in Kiew ein. In der vergangenen Nacht sei es „relativ ruhig“ geblieben, aber die Ruhe sei „trügerisch“, berichtet ntv-Reporter Stephan Richter aus der ukrainischen Hauptstadt.

+++ 09:28 Ukrainischer Gouverneur: Situation in Sjewjerodonezk hat sich „für uns wieder ein wenig verschlechtert“ +++
In der umkämpften ostukrainischen Stadt Sjewjerodonezk hat sich die Lage für die ukrainische Seite nach Angaben des Gouverneurs von Luhansk etwas verschlechtert. Es gebe intensive Straßenkämpfe, sagt Serhij Gaidai dem staatlichen Fernsehen. „Unseren Verteidigern ist es gelungen, eine gewisse Zeit einen Gegenangriff zu führen, sie haben fast die Hälfte der Stadt befreit. Aber jetzt hat sich die Situation für uns wieder ein wenig verschlechtert.“ Ukrainische Soldaten hielten jedoch Stellungen im Industriegebiet der Stadt, die in der Region Luhansk liegt.

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+++ 08:59 Russische Truppen rücken laut britischem Geheimdienst auf Slowiansk vor +++
Die russischen Truppen rücken nach britischen Angaben auf die Stadt Slowiansk in der Region Donezk vor. Zudem gingen die schweren Kämpfe in Sjewjerodonezk in der Nachbarregion Luhansk weiter, teilt das Verteidigungsministerium per Twitter aus dem aktualisierten Geheimdienstbericht mit. Bei dem russischen Raketenangriff auf Kiew am Sonntagmorgen sei Infrastruktur der Eisenbahn getroffen worden. Nach russischen Angaben wurden dabei unter anderem Panzer zerstört.

+++ 08:36 Habeck will in Israel über neues Gasfeld sprechen +++
In Israel und den Palästinensergebieten will Vizekanzler Robert Habeck diese Woche auch über die Erschließung eines neuen Gasfeldes sprechen. „Es fehlt noch immer Gas, wenn wir uns von Russland unabhängig machen wollen“, sagt der Wirtschafts- und Klimaschutzminister in Berlin kurz vor seinem Abflug nach Israel. Diese Frage stehe zwar nicht im Zentrum seiner Reise, werde aber auch zur Sprache kommen. „Israel hat auch ein großes Gasfeld, das ist zwar leicht zu explorieren“, ein kurzfristiger Gasexport nach Europa von dort wäre jedoch mangels Infrastruktur nicht leicht zu bewerkstelligen. Eine Infrastruktur aufzubauen, die etwa 2027 fertiggestellt wäre „und dann nach fünf Jahren schon wieder rückgebaut werden muss, das macht dann auch keinen Sinn“, gibt er zu bedenken. Falls allerdings kurzfristig eine Kooperation mit Anrainerstaaten, die LNG-Terminals haben, zustande käme, „dann könnte das sicherlich helfen“. Schwerpunkt seiner Reise sei jedoch der Ausbau von erneuerbaren Energien.

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+++ 08:13 Generalstab: Russische Truppen greifen weiter Sjewjerodonezk an +++
In der umkämpften Stadt Sjewjerodonezk greifen russische Truppen nach Angaben des ukrainischen Generalstabes weiter massiv mit Artillerie und Mörsern an. Der Sturm der Besatzer auf die im Osten gelegene Industriestadt halte an. Die Angaben können nicht unabhängig überprüft werden. Beide Kriegsparteien haben wiederholt erklärt, sie hätten einander schwere Verluste zugefügt.

+++ 07:40 Energiekrise: Städte- und Gemeindebund will Temperatur in öffentlichen Gebäuden senken +++
Der Städte- und Gemeindebund sieht die Kommunen in einer besonderen Verantwortung beim Energiesparen. „Sie sind mit die größten Immobilienbesitzer und betreiben auch sehr viele energieintensive Anlagen, wie zum Beispiel Schwimmbäder“, sagt Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Es wird kein Weg daran vorbeigehen, zum Beispiel die Temperaturen auch in Verwaltungsgebäuden abzusenken.“ Das sei im Herbst und Winter zwar nicht immer angenehm, aber ein vergleichsweise kleines Opfer. Unter anderem durch den Krieg in der Ukraine und die Sanktionen gegen Russland hatten sich die Energiepreise in Deutschland in den vergangenen Monaten erheblich gesteigert. Das Angebot für Öl und Gas wird knapper. Die Hoffnung, durch einen schnelleren Ausbau der erneuerbaren Energien einen Ausgleich zu schaffen, könne sich allenfalls langfristig erfüllen, so Landsberg. Dazu komme, dass die geplanten Vorhaben oftmals durch fehlendes Material und fehlende Fachkräfte zumindest verzögert würden. Auch die immer weiter steigenden Preise erschwerten die Umsetzung.

+++ 06:53 Studenten suchen mehr psychologische Beratung +++
Großer Hilfebedarf: In den psychologischen Beratungsstellen des Berliner Studierendenwerks steigt die Nachfrage erneut deutlich. Neben der Pandemie sorge nun auch der Krieg in der Ukraine bei vielen Studentinnen und Studenten für Unsicherheit, sagt Irina Theisen, Leiterin der Psychologisch-Psychotherapeutischen Beratungsstelle. „Unter den Klienten sind jetzt auch viele ukrainische Studierende, die sich zum Beispiel Sorgen um ihre Familien in der Heimat machen“, so die Psychologin. „Aber auch viele russische Studierende kommen zu uns, etwa weil sie Angst vor Diskriminierung haben“. Viele hätten auch Geldprobleme, da Eltern ihnen nun nichts mehr überweisen könnten. Andere Studierende wiederum hätten Medikamente für kranke Familienmitglieder in der Heimat finanziert. Durch die Sanktionen sei auch das nicht mehr ohne Weiteres möglich.

+++ 06:14 Grünen-Chef Nouripour spricht sich für „Übergewinnsteuer“ aus +++
Grünen-Chef Omid Nouripour plädiert dafür, Profiteure des Krieges mit einer Extra-Steuer zu belasten. „Es gibt momentan einzelne Unternehmen, die als Trittbrettfahrer der Inflation aus dem Krieg Kapital schlagen“, sagt Nouripour den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Daher wäre eine sogenannte Übergewinnsteuer eine gerechte Möglichkeit, mehr Geld einzunehmen und die Preise zu dämpfen – wenn sie umsetzbar ist.“ Ähnlich hatte sich zuvor SPD-Chef Lars Klingbeil geäußert. „Eine Steuer auf Kriegs- und Krisengewinne ist ein Instrument, das auf dem Tisch liegt und das ich sehr überlegenswert finde.“

+++ 05:33 Wurde „entnazifiziert“: Ukraine bestätigt Tötung russischen Generals an der Front +++
Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben einen weiteren hochrangigen russischen Offizier im Generalsrang getötet. Der Kommandeur des 1. Armeekorps der separatistischen Donezker Volksrepublik, Generalmajor Roman Kutusow, sei „offiziell entnazifiziert und entmilitarisiert“ worden, teilt die Verwaltung für strategische Kommunikation der ukrainischen Streitkräfte laut dem Online-Portal „Ukrajinskaja Prawda“ mit. Über den Tod Kutusows hatte zuerst ein Korrespondent des russischen Staatsfernsehens berichtet. (siehe Eintrag 20:38) Kutusow soll gefallen sein, während er einen russischen Angriff auf eine Ortschaft nahe Popasna im Gebiet Luhansk im Osten der Ukraine leitete.

+++ 05:10 „Ruhm der Ukraine“ – Hacker attackieren russische Ministeriumswebsite +++
Hacker haben offenbar die Internetseite des russischen Ministeriums für Bau-, Wohnungs- und Versorgungswesen angegriffen. Eine Internetsuche nach der Seite führt zu einem Schild mit der Aufschrift „Ruhm der Ukraine“ in ukrainischer Sprache. Die staatliche russische Nachrichtenagentur RIA zitierte am späten Sonntagabend einen Vertreter des Ministeriums mit den Worten, die Website sei nicht erreichbar, aber die persönlichen Daten der Nutzer seien geschützt. RIA meldete zudem, andere Medien hätten berichtet, die Hacker hätten ein Lösegeld gefordert, um die Veröffentlichung der Nutzerdaten zu verhindern. Das konnte nicht nachgeprüft werden.

+++ 04:31 Arbeitgeberverbände warnen vor sofortigem Gasembargo +++
Arbeitgeberverbände aus Deutschland und Österreich sprechen sich gegen ein sofortiges Gasembargo gegen Russland aus. Ein solches träfe die Wirtschaft in Deutschland und Österreich unvorbereitet und hätte tiefgreifende Folgen für die Unternehmen und ihre Beschäftigung, erklären Rainer Dulger, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, und Georg Knill, Präsident der Vereinigung der österreichischen Industrie. Die Konsequenz wären Produktionsausfälle, Produktionsstillstand und eine weitere Deindustrialisierung.

+++ 03:26 Selenskyj: „Ihr alle habt den Sieg verdient. (…) Aber nicht um jeden Preis“ +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Städte Lyssytschansk und Soledar nur wenige Kilometer südlich der umkämpften Stadt Sjewjerodonezk besucht. Zwei aufgezeichnete Videos, die am Vortag ausgestrahlt wurden, zeigen Selenskyj bei Gesprächen mit Soldaten in bunkerähnlichen Gebäuden und bei der Verleihung von Auszeichnungen. „Ihr alle habt den Sieg verdient – das ist das Wichtigste. Aber nicht um jeden Preis“, sagt Selenskyj in einem der Videos.

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+++ 02:05 Großbritannien liefert Kiew Langstrecken-Raketensysteme +++
Großbritannien will der Ukraine Raketenwerfer liefern, die Ziele bis zu 80 Kilometer entfernt erreichen können. Der britische Verteidigungsminister Ben Wallace erklärte in einer Mitteilung, die hochleistungsfähigen M270-Raketenwerfer würden es den ukrainischen Streitkräften ermöglichen, sich besser gegen „den brutalen Einsatz von Langstreckenraketen“ gegen ukrainische Städte zu verteidigen. Ukrainische Soldaten sollten in Großbritannien für den Einsatz der neuen Waffensysteme ausgebildet werden.

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+++ 00:07 Experten erwarten starken Anstieg von Tuberkulose- und HIV-Fällen +++
Experten erwarten einen starken Anstieg der Infektionszahlen bei HIV und Tuberkulose in der Ukraine als Folge des russischen Angriffskriegs. „Wir gehen davon aus, dass sich der Konflikt erheblich auf die Tuberkulose- und HIV-Raten in der Ukraine und in der gesamten Region auswirken wird“, sagte der Direktor des Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria, Peter Sands, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Große Fluchtbewegungen, die Unterbringung in beengten Unterkünften und die Unterbrechung der medizinischen Versorgung begünstigten die Verbreitung von Infektionskrankheiten, erläuterte der Experte. Nach Angaben des Globalen Fonds hatte die Ukraine bereits vor dem Krieg eine der höchsten Tuberkulose- und HIV-Raten in der Region Osteuropa/Zentralasien.

+++ 22:39 Serbiens Nachbarn verwehren Lawrow Flug nach Belgrad +++
Ein für Montag geplanter Besuch des russischen Außenministers Sergej Lawrow in Belgrad ist der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge am Widerstand mehrerer Nachbarländer Serbiens gescheitert. Bulgarien, Nordmazedonien und Montenegro hätten der russischen Regierungsmaschine einen Flug durch ihre Lufträume verweigert, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur einen hochrangigen Mitarbeiter des russischen Außenministeriums. Serbien und Russland pflegen eine enge Partnerschaft. Gleichzeitig strebt Serbien einen EU-Beitritt an.

+++ 21:48 Ukraine hat wieder Hälfte von Sjewjerodonezk unter Kontrolle +++
Die ukrainische Armee bringt nach Angaben der Regionalverwaltung die Hälfte der umkämpften östlichen Stadt Sjewjerodonezk wieder unter ihre Kontrolle. Die Streitkräfte hätten die Hälfte der Industriestadt „von russischen Truppen gesäubert“, teilt der ukrainische Gouverneur der Region Luhansk, Serhij Gajdaj, mit. Allerdings werde für die kommenden Tage ein größerer russischer Gegenangriff erwartet. Nachdem sie durch eine russische Offensive auf die Stadt Sjewjerodonezk zurückgedrängt worden waren, hatten die ukrainischen Truppen dort in den vergangenen Wochen stetig an Boden zurückgewonnen. Die russischen Streitkräfte hätten jedoch den Auftrag, bis Freitag die Kontrolle über Sjewjerodonezk sowie über eine wichtige Verkehrsader zu erlangen, die die Städte Lyssytschansk und Bachmut verbindet, erklärt Gajdaj. Sjewjerodonezk ist die letzte größere Stadt der Region Luhansk, die Russland noch nicht erobert hat.

+++ 21:17 Selenskyj besucht Frontsoldaten in Saporischschja +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach Angaben seines Büros die Truppen an der Front in der Region Saporischschja besucht. Er habe den Streitkräften für ihren Dienst und den Schutz der Bevölkerung und des Staates gedankt und der gefallenen Soldaten gedacht, heißt es.

+++ 20:38 Weiterer russischer General in der Ostukraine getötet +++
In der Ostukraine ist nach Angaben eines Journalisten des russischen Staatsfernsehens ein russischer General getötet worden. Wann und wo genau der Generalmajor Roman Kutusow ums Leben kam, teilt der russische Fernsehreporter Alexander Sladkow in seiner Mitteilung auf Telegram nicht mit. Vom russischen Verteidigungsministerium liegt keine Stellungnahme vor. Russland hält Todesfälle der Angehörigen seiner Streitkräfte im Allgemeinen geheim. Zuletzt hatte Russland am 25. März erklärt, seit Beginn der so bezeichneten Spezialoperation in der Ukraine am 24. Februar seien 1351 russische Soldaten gefallen. Die Ukraine hat seit Beginn der russischen Invasion immer wieder den Tod hochrangiger russischer Offiziere gemeldet.

Frühere Entwicklungen des Ukraine-Kriegs können Sie hier nachlesen.

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