Aktuelle Deutschland Nachrichten

+++ 13:50 Atomaufsicht-Chef: Krieg erfordert neue Kernenergie-Risikobewertung +++

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Der Chef der deutschen Atomaufsichtsbehörde, Wolfram König, fordert vor dem Hintergrund des Kriegs in der Ukraine eine neue Sicherheitsbewertung der Kernenergie. „Wir haben eine neue Risikobewertung vorzunehmen – auch und gerade vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine“, sagt der Präsident des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung „Tagesspiegel Background“. In der Ukraine war das Atomkraftwerk Saporischschja zuvor erneut beschossen worden. Russland und die Ukraine machen sich gegenseitig dafür verantwortlich. Das größte Atomkraftwerk Europas liegt im von Russland besetzten Teil der Südukraine – bereits mehrfach kam es dort in den vergangenen Kriegsmonaten zu brenzligen Situationen.

+++ 13:19 Vergiftungserscheinungen: Chef der Militärverwaltung von Cherson auf Intensivstation in Moskau +++
Der Chef der von Russland eingesetzten Militärverwaltung im besetzten südukrainischen Gebiet Cherson, Wolodymyr Saldo, liegt mit Vergiftungserscheinungen im künstlichen Koma auf einer Intensivstation in Moskau. „Heute wurde er im künstlichen Koma mit einem Spezialflugzeug von der Krim nach Moskau geflogen“, berichtet der russische Telegram-Kanal Baza. Sein Zustand gilt als kritisch, eine Vergiftung wird als mögliche Ursache genannt. Der 66-jährige Saldo ist gebürtiger Ukrainer, von 2002 bis 2012 war er Bürgermeister von Cherson. Anschließend saß er bis 2014 für die Partei von Ex-Präsident Viktor Janukowitsch im Parlament. 2015 verlor er die Wahl zum Bürgermeister von Cherson. Kurz nach der Besetzung großer Teile der Südukraine wurde Saldo dann von den Russen als Chef der Militärverwaltung in Cherson etabliert.

+++ 13:00 Führende Grüne gegen Laufzeitverlängerungen von AKWs +++
Trotz der durch Ukraine-Krieg bedingten Sorge vor einem Ende der Gaslieferungen aus Russland lehnen wichtige Grüne eine verlängerte Laufzeit für die drei verbliebenen deutschen Atomkraftwerke ab. „Es ist fahrlässig, dass CDU und FDP in der Debatte über die AKWs so tun, als würden Sicherheitsfragen keine Rolle spielen. Immerhin handelt es sich um eine Technologie, wo ein nicht erkanntes Problem fatale Konsequenzen haben kann“, sagt Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge dem „Spiegel“. „Wenn es nach Umfragen geht, wären wir schon 1986 ausgestiegen und hätten das Problem längst nicht mehr“, sagt Jürgen Trittin, der als Bundesumweltminister den ersten Atomausstieg mitverantwortet hat. Laut Umfragen sind 52 Prozent der Grünen-Anhänger dafür, die drei verbliebenen deutschen AKWs – Isar 2, Emsland und Neckarwestheim 2 – bis zum Sommer laufen zu lassen.

+++ 12:27 „Die Liebe siegt“ – Deutlich mehr Hochzeiten während des Kriegs +++
Auch in Zeiten des Krieges wird weiter geheiratet – sogar offenbar deutlich mehr als zuvor. Wie der Berater des ukrainischen Innenministers, Anton Geraschtschenko, twittert, würden seit Beginn des Krieges achtmal mehr Paare heiraten als im selben Zeitraum 2021. „Die Liebe siegt“, so Geraschtschenko.

+++ 12:05 „Wie sah die illegitime Einflussnahme bei Nord Stream 2 aus?“ – Grüner Sicherheitsexperte fordert Aufarbeitung +++
Der grüne Sicherheitsexperte Konstantin von Notz wirft Deutschland schwere Versäumnisse bei der Cybersicherheit vor. „Die letzten drei Bundesregierungen haben diesen Bereich in einer empörenden Art und Weise vernachlässigt“, sagt er dem „Spiegel“. Er fordert aufzuarbeiten, ob die Nachrichtendienste die von Russland ausgehende Gefahr früher hätten erkennen müssen. „Wenn man von heute aus in den Rückspiegel schaut, dann gilt es, viele Dinge noch mal neu zu bewerten und aufzuarbeiten“, sagt der Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums im Bundestag. Die Behörden müssten sich „noch einmal sehr genau ansehen, was in den letzten Jahren im Bereich der Spionage und Einflussnahme in Deutschland konkret gelaufen ist“, so der Grünenpolitiker. „Wie wird unsere Gesellschaft destabilisiert? Welche Rolle spielt das Digitale? Und wie sah die illegitime Einflussnahme bei Nord Stream 2 aus?“

+++ 11:37 Selenskyj-Biograf: „Was die Bevölkerung angeht, hat Putin schon lange verloren“ +++
Laut dem niederländischen Journalisten und Biografen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, Steven Derix, hat Moskau den einstigen Schauspieler stark unterschätzt. Die russischen Geheimdienste hätten ein völlig falsches Bild von der Ukraine geschaffen, sagt Drix im Interview mit ntv.de. „Putin glaubte, die Ukraine sei einfach zu erobern, weil sie kein stabiles Land sei und es viele Kollaborateure gebe.“ Selenskyj habe es aber geschafft, die Ukrainer im Krieg zu einen. „Was die Bevölkerung angeht, hat Putin schon lange verloren.“

+++ 11:08 Bellingcat enttarnt Folterer und Mörder von ukrainischem Kriegsgefangenen +++
Ende Juli zeigten Videos in sozialen Netzwerken grauenhafte Szenen von der Folterung und Tötung eines ukrainischen Kriegsgefangenen – nun haben das investigative Medium „The Insider“ und die Rechercheplattform Bellingcat mehr über die Schuldigen herausgefunden. Demnach fand die Folterung des Kriegsgefangenen auf dem Gelände des Sanatoriums Privolye in der Region Luhansk statt, Kämpfer des „Achmat“-Bataillons waren an dem Verbrechen beteiligt. Der „Insider“ sprach eigenen Angaben zufolge mit dem Folterer, der die Tat offenbar leugnete, aber sich in seinen eigenen Aussagen verstrickte.

+++ 10:34 Meta deaktiviert Hunderte Troll-Konten +++
Die Facebook-Muttergesellschaft Meta entfernt nach eigenen Angaben Hunderte Fake-Konten. In einem Bericht heißt es, dass 45 Facebook- und 1.037 Instagram-Konten deaktiviert worden seien. Diese sollen von einer russischen Troll-Farm betrieben worden sein, die es auf pro-ukrainische „Politiker, Journalisten, Schauspieler, Prominente und kommerzielle Marken aus aller Welt“ abgesehen hatte. Demnach wurden Hunderte Personen angestellt und in Rubel entlohnt, um pro-russische Kommentare zu hinterlassen und so den Anschein einer weit verbreiteten Unterstützung für Russlands Krieg zu erwecken. Die Täuschungsaktionen seien allerdings „ungeschickt und weitgehend ineffektiv – definitiv keine ‚A-Team‘-Arbeit“, heißt es in dem Bericht.

+++ 10:08 Nawalny-Stabschef sieht große Unzufriedenheit in Russland +++
Nawalnyjs Stabschef Leonid Wolkow sieht eine große Unzufriedenheit in Russland. In einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ sagt er auf den Hinweis, es sehe so aus, als herrsche in dem Land „Grabesruhe“: „Das ist eine Fehlwahrnehmung.“ In den ersten Kriegswochen seien die Leute massiv auf die Straßen gegangen. 16.000 Menschen seien inhaftiert worden, jeder, der den Krieg Krieg nenne, könne bis zu 15 Jahren verurteilt werden. „Öffentlicher Widerspruch ist heute nicht machbar. Das Risiko ist zu groß. Aber der Widerspruch ist nicht weg. Die Leute sind ganz klar sehr unzufrieden.“ Wolkow erwartet, dass Russland „durch eine Phase der Entputinisierung“ gehen muss. „Das wird ein sehr schmerzhafter Prozess der nationalen Reflexion über das, was geschehen ist und was wir haben geschehen lassen.“

+++ 09:29 London: Krieg steht vor neuer Phase +++
Der Krieg in der Ukraine steht nach Einschätzung des britischen Militärgeheimdienstes unmittelbar vor einer neuen Phase. Die meisten Kämpfe verlagerten sich demnach an eine fast 350 Kilometer lange Front, die sich im Südwesten parallel zum Dnjepr von der Gegend um Saporischschija bis nach Cherson erstreckt. Das teilt das Verteidigungsministerium aus dem jüngsten Geheimdienstbericht mit. Russische Streitkräfte versammelten sich den Erkenntnissen zufolge nahezu mit Sicherheit im Süden der Ukraine. Dort erwarteten sie eine ukrainische Gegenoffensive oder seien in Vorbereitung eines möglichen eigenen Angriffes. Noch immer zögen lange russische Konvois aus Militärlastwagen, Panzern und Artillerie vom Donbass im Osten der Ukraine in Richtung Südwesten, hieß es in dem Geheimdienstbericht. Taktische Bataillone, die 800 bis 1000 Soldaten umfassen, seien auf der Halbinsel Krim stationiert worden und würden sehr wahrscheinlich die russischen Truppen in Cherson unterstützen.

+++ 09:00 Kiew: 250 russische Soldaten getötet, 10 Panzer zerstört +++
Laut dem ukrainischen Generalstab in Kiew verliert die russische Armee innerhalb von 24 Stunden 250 Soldaten. Außerdem seien unter anderem 10 Panzer, 19 gepanzerte Mannschaftsfahrzeuge und 5 Artilleriesysteme zerstört worden. Seit dem 24. Februar fielen nach ukrainischen Angaben bereits 41.900 russische Soldaten dem Krieg zum Opfer.

+++ 08:26 Ukrainischer Verteidigungswall im Donbass gerät unter Druck +++
Die russischen Truppen attackieren nach Angaben aus Kiew mit aller Härte Bachmut, einen Eckpfeiler des Verteidigungssystems rund um den letzten von Ukrainern gehaltenen Ballungsraum im Donbass. „Der Feind führt einen Angriff auf Bachmut durch, die Kämpfe halten an“, teilt der ukrainische Generalstab in seinem Lagebericht mit. Die prorussischen Rebellen hatten am Vortag vermeldet, es gebe Gefechte bereits innerhalb des Stadtgebiets. Seit der Eroberung des Gebiets Luhansk konzentrieren sich die russischen Offensivbemühungen in der Ostukraine auf das benachbarte Gebiet Donezk. Schrittweise konnten die russischen Invasoren in den letzten Wochen die ukrainischen Verteidiger zurückdrängen. Sie kontrollieren inzwischen etwa 60 Prozent des Territoriums.

+++ 08:01 Kiew lobt Scholz – und fordert mehr Waffen +++
Die ukrainische Regierung lobt den Kurs von Bundeskanzler Olaf Scholz gegenüber Russland. „Wir sind zu hundert Prozent überzeugt davon, dass er eine andere Richtung in den Beziehungen zu Russland einschlagen will“, sagt Präsidentenberater Mychailo Podoljak dem „Tagesspiegel“. „Er scheint bereit, diesen Führungsanspruch zu übernehmen.“ Podoljak fordert zugleich mehr Waffen von Berlin. Dazu gehörten Langstrecken-Artillerie und Mehrfachraketenwerfer, um die russische Logistik und Nachschublager zu zerstören. Zweitens brauche man mehr Drohnen. „Und drittens Luftabwehrsysteme wie das von Deutschland angekündigte IRIS-T-System, um unsere Städte besser vor Luftangriffen zu schützen. Wir brauchen mehr davon, gerade um folgende fünf Städte zu schützen: Kiew, Charkiw, Dnipro, Mykolajiw und Odessa.“ Zudem brauche die Ukraine mehr gepanzerte Fahrzeuge, um nach Rückschlägen Russlands schneller in die von ihnen kontrollierten Gebiete vorstoßen zu können.

+++ 07:33 Kiew: Iran stellt Russland Dutzende Drohnen zur Verfügung +++
Deutschland sei in der Kanzlerschaft von Angela Merkel (CDU) sicher gewesen, dass Russland ein Partner sein könne, mit dem man auskommen kann. „Deutschland muss jetzt in eine andere Richtung gehen, begreifen, wie Russland wirklich ist.“ Fakt sei, „wir brauchen mehr Waffen“, sagte Podoljak mit Blick auf das Kriegsgeschehen bei dem Interview im Präsidentenpalast in Kiew. Dazu gehörten Langstrecken-Artillerie und Mehrfachraketenwerfer, um die russische Logistik und Nachschublager zu zerstören. Zweitens brauche man mehr Drohnen. „Und drittens Luftabwehrsysteme wie das von Deutschland angekündigte Iris-T-System, um unsere Städte besser vor Luftangriffen zu schützen. Wir brauchen mehr davon, gerade um folgende fünf Städte zu schützen: Kiew, Charkiw, Dnipro, Mykolajiw und Odessa.“ Zudem brauche man mehr gepanzerte Fahrzeuge, um nach Rückschlägen Russlands schneller in die von ihnen kontrollierten Gebiete vorstoßen zu können, betonte er.

Der Iran hat Russland offenbar 46 Drohnen zur Verfügung gestellt, die die russischen Streitkräfte nun im Kampf gegen die Ukraine einsetzen. Das berichtet das Institute for the Study of War und beruft sich auf ukrainische Beamte. Laut dem Berater von Präsident Wolodymyr Selenskyj, Olexij Arestowytsch, soll der Iran 46 Drohnen an Russland übergeben und die ukrainische Regierung den Einsatz dieser Drohnen bei Kämpfen bereits festgestellt haben. Bei mindestens einem Teil der gelieferten Drohnen handelt es sich dem Bericht zufolge um schwere Kampfdrohnen der älteren Generation „Shahed 129“, die die russischen Streitkräfte möglicherweise für Angriffe auf die von den USA bereitgestellten HIMARS in der Ukraine einsetzen wollen.

+++ 06:59 Ukrainische Armee: Sechs russische Munitionsdepots zerstört +++
Die ukrainischen Streitkräfte zerstören nach eigenen Angaben sechs Munitionsdepots in der Südukraine. Wie „The Kyiv Independent“ unter Berufung auf das Kommando Süd der Armee berichtet, wurden außerdem vier T-72-Panzer, zwei Panzerhaubitzen, eine Artillerieanlage, eine Radarstation sowie 22 gepanzerte und militärische Fahrzeuge zerstört. Auch zwei russische Kontrollpunkte und ein Gefechtsstand sollen getroffen sein. Insgesamt wurden nach ukrainischen Angaben 79 russische Soldaten getötet.

+++ 06:31 Explosionen in Charkiw +++
In der ostukrainischen Stadt Charkiw Charkiw sind nach ukrainischen Angaben in der Nacht Explosionen zu hören. Dies schreibt der Bürgermeister Ihor Terechow auf Telegram. Im Bezirk Slobodskaja seien bereits Retter eingetroffen. „Bisher gibt es keine Informationen über die Opfer. Ich hoffe, es wird so bleiben.“

+++ 06:04 UN-Generalsekretär: „Menschheit spielt mit einer geladenen Waffe“ +++
UN-Generalsekretär António Guterres warnt vor der anhaltenden Gefahr durch Atomwaffen. „Die Menschheit spielt mit einer geladenen Waffe“, sagt Guterres bei einer Gedenkveranstaltung zum 77. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima. „Krisen mit schweren nuklearen Untertönen breiten sich schnell aus – der Nahe Osten, die koreanische Halbinsel, Russlands Einmarsch in der Ukraine.“ In Japan wurden zum ersten und einzigen Mal in einem Krieg Atomwaffen eingesetzt. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine schürt Befürchtungen vor einem möglichen erneuten Einsatz von Atomwaffen.

+++ 05:45: Altmaier nennt Putin größte Gefahr für Europa +++
Ex-Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat Kremlchef Wladimir Putin nach eigenen Worten schon früh als größtes Sicherheitsrisiko für Europa eingeschätzt – Alternativen wie LNG-Terminals gegen die Abhängigkeit von russischem Gas seien aber vor allem an Widerständen von Unternehmen gescheitert. „Vor allen Dingen ist er die größte Gefahr für die politische Stabilität in Europa. Und das im Übrigen nicht erst seit dem Überfall auf die Ukraine, sondern bereits seit der Intervention in Georgien, dem Eingreifen in Syrien und der Annexion der Krim“, sagt Altmaier dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Aber eine Kriegsbeteiligung der NATO habe damals genauso wenig wie heute zur Debatte gestanden. Die entscheidende Frage sei gewesen, ob es eine Verhandlungslösung geben könnte, mit der Putin die territoriale Integrität der Ukraine respektiere. „Das ist bekanntlich gescheitert.“

+++ 04:52 Umfrage: Jeder Zehnte kauft sich Elektroheizung +++
Vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs und einer drohenden Gasknappheit setzen viele Bundesbürger zum Heizen auf Strom als Alternative. In einer Umfrage des Vergleichsportals Verivox geben zehn Prozent der Befragten an, sich in den vergangenen sechs Monaten eine Elektroheizung gekauft zu haben, also einen Heizlüfter, Heizstrahler oder einen Radiator. 11 Prozent planen, dies zu tun, und 19 Prozent denken darüber nach. Die Umfrage fand nicht nur unter Gaskunden statt, sondern sie war repräsentativ für die Bevölkerung im Alter von 18 bis 69 Jahren. Die Zahlen sind hoch, auch weil nur etwa die Hälfte der deutschen Haushalte mit Gas heizt.

+++ 03:54 Zehntausende Ukrainer wollen in Deutschland studieren +++
Rund 21.000 ukrainische Schulabgänger und Studierende wollen eine Hochschule in Deutschland besuchen. Das sagt der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Peter-André Alt, der Funke-Mediengruppe. Hinzu kämen noch 10.000 Studierende, die aus der Ukraine geflohen seien, jedoch keine ukrainische Staatsbürgerschaft haben. Die Zahlen seien allerdings volatil. Das habe auch damit zu tun, dass einige Studierende bereits in die Ukraine zurückgekehrt seien. Für die Hochschulen könnte die erhöhte Zahl der Studienanfänger im Herbst jedoch zur Herausforderung werden. „Wir wissen noch nicht genau, wozu uns die Pandemie im Herbst zwingen könnte. Hinzu kommen die stark erhöhten Energiekosten und die durch den Krieg in der Ukraine möglicherweise steigenden Studierendenzahlen.“

+++ 02:51 SPD-Chefin: Schröder handelt im eigenen Interesse +++
Die SPD-Co-Vorsitzende Saskia Esken kritisiert Altkanzler Gerhard Schröder für seine Äußerungen über eine angebliche Verhandlungsbereitschaft von Russlands Präsident Wladimir Putin im Ukraine-Krieg scharf. „Gerhard Schröder agiert nicht als Ex-Kanzler, sondern als Geschäftsmann, und so sollten wir seine Äußerungen auch interpretieren“, sagt Esken der Funke-Mediengruppe. „Mit allem, was er tut und sagt, handelt er im eigenen Interesse und in dem seiner Geschäftspartner.“ Schröder steht seit Langem wegen seiner Nähe zu Putin und zur russischen Öl- und Gaswirtschaft in der Kritik. Ende Juli war er erneut zu Besuch bei Putin in Moskau. Anschließend behauptete er im Interview mit ntv: „Die gute Nachricht heißt: Der Kreml will eine Verhandlungslösung.“

+++ 01:34 Laut Bundesnetzagentur müssen Verbraucher mehr Energie sparen +++
Die Deutschen müssen aus Sicht der Bundesnetzagentur nach neuerlichen Kürzungen der russischen Gaslieferungen deutlich mehr Energie sparen als bislang angenommen. „Wenn wir nicht kräftig sparen und kein zusätzliches Gas bekommen, haben wir ein Problem“, sagt Behördenchef Klaus Müller der „Welt am Sonntag“. Gasmangel werde sich nur verhindern lassen, wenn Verbraucher mindestens 20 Prozent einsparten. Zusätzlich müssten auch die Durchleitungen von Gas an Nachbarländer um 20 Prozent reduziert werden, außerdem benötige man 10 bis 15 Gigawattstunden Gas aus anderen Ländern.

+++ 01:07 AKW-Betreiber: Reaktor vom Netz genommen +++
Der Betreiber des ukrainischen Kernkraftwerks Saporischschja hat nach eigenen Angaben einen der Reaktoren von Europas größtem AKW vom Netz genommen. Demnach wurde zuvor eine Hochspannungsleitung auf dem Kraftwerksgelände durch Artilleriebeschuss beschädigt. Es sei keine Radioaktivität ausgetreten, teilt Energoatom weiter mit. Damit seien nun zwei der sechs Reaktoren in Betrieb. Das AKW ist seit März von Russland besetzt, wird aber weiterhin vom ukrainischen Staatskonzern Energoatom und dessen Belegschaft betrieben. Während Energoatom und die ukrainische Regierung russische Truppen für den Beschuss am Freitag verantwortlich machen, weisen Russland und die örtliche, von Russland eingesetzte Stadtverwaltung dem ukrainischen Militär die Verantwortung zu. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 22:33 Selenskyj spricht nach Angriff auf AKW-Gelände von Terrorakt +++
Nach Angriffen in der Nähe eines Reaktors im Kernkraftwerk Saporischschja im Süden der Ukraine fordert Präsident Wolodymyr Selenskyj Russland auf, die Verantwortung für den „Terrorakt“ zu übernehmen. „Heute haben die Besatzer eine weitere äußerst riskante Situation für ganz Europa geschaffen“, sagt Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache. „Sie haben das Kernkraftwerk Saporischschja zweimal angegriffen.“ Jede Bombardierung der Anlage sei ein schamloses Verbrechen, „ein Akt des Terrors“. Nach Angaben des staatlichen Betreibers Energoatom waren auf dem Gelände des AKW in Saporischschja nahe eines Nuklearreaktors drei Angriffe erfolgt. Russland und die Ukraine machen sich gegenseitig dafür verantwortlich.

+++ 22:21 UEFA verhängt Strafe für Fenerbahçe-Fans wegen „Putin“-Rufen +++
Nach „Wladimir Putin“-Rufen durch Fans von Fenerbahçe Istanbul beim Spiel gegen Dynamo Kiew bestraft die UEFA den türkischen Klub. Fenerbahce muss 50.000 Euro Geldbuße zahlen und wird zu einer Teil-Aussperrung seiner Fans auf Bewährung verurteilt, teilt die Europäische Fußball-Union mit. Sollte Fenerbahçe in den nächsten zwei Jahren gegen die Auflagen verstoßen, müssen beim nächsten Heimspiel in einem europäischen Wettbewerb mindestens 5000 Plätze leer bleiben.

+++ 21:54 Papst Franziskus trifft hohen Moskauer Kirchenvertreter +++
Papst Franziskus empfängt einen der höchsten Amtsträger der russisch-orthodoxen Kirche zu einem Gespräch im Vatikan. Damit nähren sich Hoffnungen, dass sich das durch den Ukraine-Krieg angespannte Verhältnis der zwei wichtigen Kirchen verbessern könnte. Der Heilige Stuhl berichtet von der Audienz von Metropolit Antonij, dem einflussreichen Leiter des Außenamtes des Patriarchats von Moskau. Er gilt als Nummer zwei und Vertrauter von Patriarch Kirill – das Kirchenoberhaupt hatte in den vergangenen Monaten für den Krieg geworben. Die russisch-orthodoxe Kirche teilt mit, dass zwischen Franziskus und Antonij „zahlreiche Themen“ der orthodox-katholischen Beziehungen zur Sprache gekommen seien, auch „im Zusammenhang mit politischen Prozessen in der Welt“.

+++ 21:34 USA planen offenbar weiteres Hilfspaket für die Ukraine +++
Die USA wollen nach Angaben von Insidern die Ukraine mit einem weiteren militärischen Hilfspaket im Volumen von voraussichtlich einer Milliarde US-Dollar unterstützen. Das Paket solle Munition für Langstreckenwaffen sowie gepanzerte Sanitätsfahrzeuge umfassen, sagen drei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Es beinhalte bisherigen Planungen zufolge Munition für die Raketensysteme HIMARS und NASAMS. Die offizielle Bekanntgabe sei für Montag vorgesehen. US-Präsident Joe Biden habe das Vorhaben noch nicht unterzeichnet.

Frühere Entwicklungen des Ukraine-Krieges können Sie hier nachlesen.

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