Aktuelle Deutschland Nachrichten

+++ 08:01 Nordkorea unterstützt Annexionen +++

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Nordkorea verteidigt Russlands Annexion von vier besetzten Regionen in der Ukraine. Außenminister Jo Chol Su bezeichnete die Scheinreferenden in einer Erklärung als legitim und „im Einklang mit der UN-Charta“, wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtet. Eine überwältigende Mehrheit der Wähler habe sich für den Anschluss an Russland ausgesprochen, sagte Jo. Nordkorea ist ein Verbündeter Russlands.

+++ 07:20 Spekulationen über russischen „Atom-Zug“ +++
Ein in Zentralrussland gesichteter Zug hat Spekulationen über eine nukleare Eskalation des Ukraine-Kriegs ausgelöst. Laut dem in Polen ansässigen Verteidigungsexperten Konrad Muzyka steht der Zug in Verbindung mit einer Abteilung des russischen Verteidigungsministeriums, die für Lagerung, Transport und Ausgabe von Nuklearmunition zuständig ist. Zugleich stellt Muzyka bei Twitter jedoch klar, das bedeute „nicht wirklich“, dass Russland einen Atomschlag vorbereitet. Es gebe wahrscheinlichere Erklärungen: ein Signal an den Westen; die russischen Truppen für strategische Raketen übten im Herbst üblicherweise intensiv; außerdem könnte der Zug eine Vorbereitung auf eine Abschreckungsübung im Oktober sein.

+++ 06:52 Russland stiehlt Getreide im Wert von 530 Millionen Dollar +++
Nach Informationen der Nachrichtenagentur AP hat Russland ukrainisches Getreide im Wert von mindestens 530 Millionen Dollar gestohlen, wie der „Kyiv Independent“ berichtet. Anhand von Satellitenbildern und anderen Daten seien drei Dutzend Schiffe verfolgt worden, die auf mehr als 50 Fahrten Getreide aus den russisch besetzten ukrainischen Häfen in den Nahen Osten transportierten.

+++ 06:27 USA sehen keine groß angelegte Truppen-Verstärkung der Russen +++
Die USA beobachten trotz der Teilmobilmachung durch Moskau bisher keine groß angelegte Verstärkung der russischen Truppen in der Ukraine. Das sagt ein US-Militärvertreter. „Grob gesagt haben wir eine relativ kleine Zahl (russische Verstärkung) gesehen …, jedoch nichts in großem Stil zu diesem Zeitpunkt“, erklärt der Vertreter, der namentlich nicht genannt werden will.

+++ 06:03 Selenskyj: Ukrainische Streitkräfte rücken weiter vor +++
Die ukrainische Armee rückt nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj weiter gegen die russischen Streitkräfte vor. Zudem hätten die ukrainischen Truppen weitere Städte in etlichen Gebieten zurückerobert, sagt Selenskyj in seiner nächtlichen Videobotschaft. Details nennt er nicht. Die heftigen Kämpfe hielten an diversen Stellen der Front an.

+++ 04:59 Ukraine: Russland fördert Spaltung in Afrika +++
Der ukrainische Außenminister Dimitri Kuleba wirft Russland beim Auftakt seines Afrika-Besuches vor, die Spaltung des Kontinents voranzutreiben. „Russland überfiel nicht nur die Ukraine. Es verbreitet Zerfall und unterstützt Militärputsche in Afrika“, sagt Kuleba in der senegalesischen Hauptstadt Dakar. Russland ist in der Sahelregion zunehmend militärisch aktiv. Vor wenigen Tagen war das westafrikanische Land Burkina Faso erneut von einem Militärputsch erschüttert worden. Etliche Menschen waren am Wochenende in der Hauptstadt Ouagadougou mit russischen Flaggen unterwegs. Die Junta des neuen Machthabers Ibrahima Traoré hatte angegeben, für den Anti-Terror-Kampf in dem Land „andere Partner“ heranziehen zu wollen, ohne weitere Angaben zu machen.

+++ 03:04 Ukraine beklagt massive Umweltschäden durch Invasion +++
Die Ukraine schätzt den durch den russischen Einmarsch entstandenen Umweltschaden auf rund 36 Milliarden Euro. Naturschutzgebiete mit einer Fläche von Millionen Hektar seien bedroht, teilt das ukrainische Umweltministerium mit. Ein Fünftel der Schutzgebiete könnte zerstört werden. Es seien bereits 2000 Schadensfälle dokumentiert worden. Die Rechnung für die Luftverschmutzung betrage bislang rund 25 Milliarden Euro. Weitere elf Milliarden Euro seien notwendig, um die Böden zu säubern.

+++ 01:26 Baerbock sieht derzeit keinen Verhandlungsspielraum für Waffenstillstand +++
Außenministerin Annalena Baerbock sieht derzeit keine Chance für Verhandlungen über ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Das Verhandlungsangebot des russischen Präsidenten Wladimir Putins an Kiew laute in etwa: „Wir rauben euer Land, unterwerfen eure Bürgerinnen und Bürger, und ihr dürft das dann unterschreiben“, sagt die Grünen-Politikerin der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Trotzdem suchten sie selbst und die Regierung permanent nach einer diplomatischen Lösung. „Jeden Tag versuchen wir es. Jeden Tag seit dem 24. Februar bekniet einer der über 190 Staaten der Welt oder eine internationale Organisation im Auftrag der Weltgemeinschaft den russischen Präsidenten, das Bomben einzustellen“, so die Außenministerin. „Die einzige Antwort des russischen Präsidenten sind weitere Gräueltaten.“

+++ 00:37 Selenskyj: „Betrachten Menschen in besetzten Gebieten nicht als Kollaborateure“ +++
Vor dem Hintergrund der ukrainischen Offensive wirbt Präsident Wolodymyr Selenskyj um das Vertrauen der Bevölkerung in den russisch besetzten Gebieten. „Russische Propagandisten schüchtern die Menschen in den noch von den Besatzern kontrollierten Gebieten ein, dass die Ukraine angeblich fast jeden, der in den besetzten Gebieten bleibt, als Kollaborateure betrachten werde. Absolut wirres Zeug“, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Wer sich den Russen nicht angedient habe, habe nichts zu befürchten. Es habe nur vereinzelt Unterstützung für die russischen Okkupanten gegeben, obwohl sich „Hunderttausende“ vorübergehend unter der Besatzungsmacht befunden hätten, betont der Präsident.

+++ 23:45 Kreml: Erste mobilisierte Rekruten im Donbass eingetroffen +++
Zwölf Tage nach der russischen Teilmobilmachung sind offiziell die ersten Rekruten in den besetzten ukrainischen Regionen Donezk und Luhansk eingetroffen. „Mobilisierte Soldaten durchlaufen ihre Kampfausbildung in der Donezker Volksrepublik“, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau auf seinem Telegram-Kanal mit. Ein Video zeigt Soldaten bei Schießübungen. Zuvor hatte bereits das russische Militär die Ankunft von Reservisten im Gebiet Luhansk vermeldet. Laut dem russischen Verteidigungsministerium werden die Reservisten nicht zum Lückenfüllen eingesetzt, sondern sollen nach ihrer Ausbildung im Rückraum der Front die Nachschubwege sichern. Das Gros der Rekruten käme somit erst in ein bis zwei Monaten zum Einsatz. Allerdings sind bisher schon zahlreiche Unregelmäßigkeiten und Probleme im Zuge der Teilmobilmachung bekannt geworden.

+++ 23:10 Menschen in Tschechien schenken Ukraine einen Panzer +++
Über 11.000 Spender in Tschechien finanzieren einen modernisierten T-72-Kampfpanzer für die Ukraine. Innerhalb rund eines Monates kamen 30 Millionen Kronen – umgerechnet knapp 1,2 Millionen Euro – zusammen, wie die Organisatoren mitteilen. Initiiert hat die Sammlung unter dem Motto „Ein Geschenk für Putin“ die ukrainische Botschaft in Prag. Der Panzer hat auch schon einen Namen: Die Organisatoren tauften ihn „Tomas“ nach dem Mitbegründer und ersten Staatspräsidenten der Tschechoslowakei, Tomas Garrigue Masaryk.

+++ 22:26 Duma-Entscheidung zur Annexion: Mehr Stimmen abgegeben als Abgeordnete anwesend +++
Das russische Parlament hat die Annexionen vier ukrainischer Gebiete am Nachmittag abgesegnet – einstimmig. Die Zahlen weisen jedoch einige Diskrepanzen auf. Obwohl es keine Gegenstimmen gab und sich keiner der Abgeordneten der Stimme enthielt, zeigte das Tableau der Staatsduma laut der Internetzeitung „Meduza“ eine unterschiedliche Anzahl von Ja-Stimmen an. Für die Annexion der Regionen Donezk und Luhansk wurden 413 beziehungsweise 412 Stimmen gezählt. 409 und 411 Stimmen wurden angeblich für die Annexion der Regionen Saporischschja und Cherson abgegeben. Die Nachrichtenagentur Agentstvo weist darauf hin, dass bei der Sitzung allerdings nur 408 Abgeordnete zur Abstimmung registriert waren. Daraus folgt demnach, dass in allen vier Abstimmungsrunden mehr Ja-Stimmen abgegeben wurden, als Abgeordnete anwesend waren. Der Vorsitzende der Staatsduma, Wjatscheslaw Wolodin, führte die Diskrepanz auf eine „technische Panne“ zurück und forderte, dass sich niemand um „plus oder minus eine Stimme“ sorgen solle.

+++ 21:57 Selenskyj: Welchen Elon Musk magst du mehr? Den Ukraine-Unterstützer oder den Russland-Unterstützer? +++
In die Twitter-Debatte über ein Friedensszenario für die Ukraine von US-Milliardär Elon Musk mischt sich nun auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ein. „Welchen Elon Musk magst du mehr? Den Ukraine-Unterstützer oder den Russland-Unterstützer“, fragt der Staatschef im Kurznachrichtendienst Twitter. Innerhalb von kurzer Zeit beteiligten sich mehrere Hunderttausend User an der Umfrage. Zuvor machte der scheidende ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, unmissverständlich klar, was er von Musks Friedensvorschlag hält: „Fuck off is my very diplomatic reply to you @elonmusk“ (auf Deutsch etwa: „Verpiss dich, ist meine sehr diplomatische Antwort an dich“).

Frühere Entwicklungen rund um den Ukraine-Krieg lesen Sie hier.

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