Aktuelle Deutschland Nachrichten

+++ 06:50 Finnischer Außenminister: Russlands “nukleare Drohungen” Grund NATO-Beitrittsbestrebungen +++

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Der Hauptgrund für Finnlands Bestreben, der NATO beizutreten, seien die angeblichen nuklearen Drohungen Russlands nach dem Beginn der militärischen Sonderoperation in der Ukraine gewesen, sagt der finnische Außenminister Pekka Haavisto in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Kyodo. Mit dem Beginn der militärischen Sonderoperation in der Ukraine habe sich “die reale Sicherheitslage in Europa verändert”, sagt er. Vor diesem Hintergrund, so Haavisto, habe Finnland darüber nachdenken müssen, “wie man reagiert” und “wo man Unterstützung erhält”, falls es zu einer Bedrohung durch nukleare und chemische Waffen kommen sollte, was ein grundlegender Faktor für die Entscheidung zum NATO-Beitritt gewesen sei.

+++ 06:02 Microsoft: Russland wird Cyberangriffe auf Ukraine und Verbündete verstärken +++
Mit den zunehmenden Verlusten im Krieg gegen die Ukraine wird Russland seine Cyberangriffe auf die Ukraine und dessen Verbündete verstärken, schreibt Clint Watts, Leiter des Microsoft-Analysezentrums für digitale Bedrohungen, in seinem Blog. Er fordert seine Kunden auf, sich auf weitere russische Cyberangriffe im Winter vorzubereiten. Denn zum einen sei mit einer Fortsetzung der russischen Cyber-Offensive gegen kritische ukrainische Infrastrukturen zu rechnen. Zum anderen sollte man “darauf gefasst sein, dass parallel zu den Cyber-Bedrohungen auch cyber-gestützte Beeinflussungsaktionen gegen Europa durchgeführt werden.”

+++ 04:56 Wehrbeauftragte will festen Fahrplan für Munitionsbeschaffung +++
Die Wehrbeauftragte Eva Högl fordert einen jährlichen Fahrplan für die Neubeschaffung von Munition in einem zweistelligen Milliardenbetrag. Es sei nachvollziehbar, dass die Industrie feste Zusagen für mehrere Jahre verlange, wenn sie jetzt Produktionskapazitäten hochfahren solle, sagt die SPD-Politikerin. “Wir brauchen jetzt einen Fahrplan, ein abgestimmtes Vorgehen mit verbindlichen Vereinbarungen mit der Rüstungsindustrie, wann welche Munition, wo, in welchem Zeitraum produziert werden kann. Das ist jetzt der Auftrag, am besten europäisch abgestimmt.”

+++ 03:51 US-Geheimdienste: Kämpfe werden sich weiter verlangsamen +++
Die US-Geheimdienste gehen davon aus, dass sich das verlangsamte Kampfgeschehen in der Ukraine fortsetzen wird. “Wir sehen bereits eine Art reduziertes Tempo des Konflikts und wir erwarten, dass sich das in den kommenden Monaten fortsetzen wird”, sagt Avril Haines, Direktorin der nationalen Geheimdienste auf dem jährlichen Reagan National Defense Forum in Kalifornien. Beide Länder würden versuchen, sich mit Nachtschub zu versorgen, um sich auf eine Gegenoffensive nach dem Winter vorzubereiten. Trotz russischer Angriffe auf das ukrainische Stromnetz und andere zivile Einrichtungen sähe man keine Anzeichen für einen verringerten ukrainischen Widerstandswillen.

+++ 02:40 NASA: Russland hat Weizen in Milliardenwert geraubt +++
Russland hat nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde NASA in diesem Jahr wohl Weizen im Wert von rund einer Milliarde Dollar, rund 950 Millionen Euro, von ukrainischen Feldern geerntet. Rund 5,8 Millionen Tonnen Weizen seien von Feldern in der Ukraine geerntet worden, die nicht unter der Kontrolle des Landes lägen, teilt NASA Harvest mit, das Ernährungssicherheits- und Landwirtschaftsprogramm der US-Raumfahrtbehörde. Für die Erhebung nutzt NASA Harvest gemeinsam mit mehreren Partnerinstitutionen Satellitendaten und Modellierungen. Insgesamt seien auf ukrainischem Gebiet in diesem Jahr rund 26,6 Millionen Tonnen geerntet worden und damit deutlich mehr als zuvor vorhergesagt, schätzen die an dem Projekt beteiligten Wissenschaftler.

+++ 01:21 Macron will “in Kürze” mit Putin sprechen +++
Der französische Präsident Emmanuel Macron will heute mit dem Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, und “in Kürze” auch mit Russlands Präsident Wladimir Putin über die Sicherheit der ukrainischen Atomkraftwerke sprechen. Nachdem er bei seinem Besuch in den USA in dieser Woche “viele Stunden lang” mit US-Präsident Joe Biden über den Krieg beraten habe, werde er erneut mit Grossi darüber sprechen, sagt Macron der Zeitung “Le Parisien”. “Auf dieser Grundlage werde ich in Kürze ein konkretes Gespräch mit Präsident Putin über das Thema zivile Atomkraft führen können”, fügt Macron in dem Interview hinzu.

+++ 23:06 USA: Putin nicht ernsthaft an Verhandlungen interessiert +++
Russlands Präsident Putin ist nach US-Einschätzung derzeit nicht ernsthaft an Friedensgesprächen interessiert. “Die Diplomatie ist natürlich unser aller Ziel, aber man braucht einen willigen Partner”, sagt die Staatssekretärin im US-Außenministerium, Victoria Nuland, nach einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj in Kiew. Dazu sei Putin aber nicht bereit. Das zeigten die russischen Angriffe auf ukrainische Energie-Infrastruktur und die Rhetorik aus dem Kreml. US-Präsident Biden hatte jüngst gesagt, er sei bereit für ein Gespräch mit Putin, wenn dieser an einer Beendigung des Krieges interessiert sei. Russland hatte daraufhin erklärt, der Westen müsse die von Moskau erklärte Annexion von vier ukrainischen Regionen anerkennen. Diese Reaktion Russlands zeige, so Nuland, wie wenig ernst es Russland in dieser Frage sei.

+++ 22:15 USA beschuldigen Russland, auf Zivilisten zu zielen +++
Russland greift laut US-Verteidigungsminister Lloyd Austin absichtlich Zivilisten in der Ukraine an. “Mit bewusster Grausamkeit nimmt Russland Zivilisten und zivile Ziele ins Visier”, sagt Austin auf einem Forum zu Verteidigungsfragen im US-Bundessaat Kalifornien. “Russische Angriffe haben Kinder getötet, Schulen zerstört und Krankenhäuser zertrümmert.”

+++ 21:52 Raketen-Überreste in Charkiw türmen sich +++
Dieses Foto wurde an diesem Samstag in Charkiw aufgenommen. Es zeigt Polizisten, die die eingesammelten Fragmente von Raketen betrachten, die in der zweitgrößten ukrainischen Stadt eingeschlagen sind. Dort führt die Staatsanwaltschaft auch Ermittlungen durch, um materielle Beweise für die russische Aggression gegen die Ukraine zu dokumentieren.

Überreste von Raketen in Charkiw.

(Foto: dpa)

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Dieses Bild vom Dienstag zeigt einen Vertreter der ukrainischen Staatsanwaltschaft, der Überreste von Waffen dokumentiert und untersucht.

(Foto: dpa)

Die früheren Entwicklungen im Ukraine-Krieg lesen Sie hier.

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