Aktuelle Deutschland Nachrichten

+++ 03:54 Zehntausende Ukrainer wollen in Deutschland studieren +++

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Rund 21.000 ukrainische Schulabgänger und Studierende wollen eine Hochschule in Deutschland besuchen. Das sagt der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Peter-André Alt, der Funke-Mediengruppe mit Blick auf das bis Juni geäußerte Studieninteresse. Hinzu kämen noch 10.000 Studierende, die aus der Ukraine geflohen seien, jedoch keine ukrainische Staatsbürgerschaft haben. Die Zahlen seien allerdings volatil. Das habe auch damit zu tun, dass einige Studierende bereits in die Ukraine zurückgekehrt seien. Für die Hochschulen könnte die erhöhte Zahl der Studienanfänger im Herbst jedoch zur Herausforderung werden. „Wir wissen noch nicht genau, wozu uns die Pandemie im Herbst zwingen könnte. Hinzu kommen die stark erhöhten Energiekosten und die durch den Krieg in der Ukraine möglicherweise steigenden Studierendenzahlen.“

+++ 02:51 SPD-Chefin: Schröder handelt im eigenen Interesse +++
Die SPD-Co-Vorsitzende Saskia Esken kritisiert Altkanzler Gerhard Schröder für seine Äußerungen über eine angebliche Verhandlungsbereitschaft von Russlands Präsident Wladimir Putin im Ukraine-Krieg scharf. „Gerhard Schröder agiert nicht als Ex-Kanzler, sondern als Geschäftsmann, und so sollten wir seine Äußerungen auch interpretieren“, sagt Esken der Funke-Mediengruppe. „Mit allem, was er tut und sagt, handelt er im eigenen Interesse und in dem seiner Geschäftspartner.“ Schröder steht seit langem wegen seiner Nähe zu Putin und zur russischen Öl- und Gaswirtschaft in der Kritik. Ende Juli war er erneut zu Besuch bei Putin in Moskau. Anschließend behauptete im Interview mit ntv: „Die gute Nachricht heißt: Der Kreml will eine Verhandlungslösung.“

+++ 01:34 Laut Bundesnetzagentur müssen Verbraucher mehr Energie sparen +++
Die Deutschen müssen aus Sicht der Bundesnetzagentur nach neuerlichen Kürzungen der russischen Gaslieferungen deutlich mehr Energie sparen als bislang angenommen. „Wenn wir nicht kräftig sparen und kein zusätzliches Gas bekommen, haben wir ein Problem“, sagt Behördenchef Klaus Müller der „Welt am Sonntag“. Gasmangel werde sich nur verhindern lassen, wenn Verbraucher mindestens 20 Prozent einsparten. Zusätzlich müssten auch die Durchleitungen von Gas an Nachbarländer um 20 Prozent reduziert werden, außerdem benötige man zehn bis 15 Gigawattstunden Gas aus anderen Ländern.

+++ 01:07 AKW-Betreiber: Reaktor vom Netz genommen +++
Der Betreiber des ukrainischen Kernkraftwerks Saporischschja hat nach eigenen Angaben einen der Reaktoren von Europas größtem AKW vom Netz genommen. Demnach wurde zuvor eine Hochspannungsleitung auf dem Kraftwerksgelände durch Artilleriebeschuss beschädigt. Es sei keine Radioaktvität ausgetreten, teilt Energoatom weiter mit. Damit seien nun zwei der sechs Reaktoren in Betrieb. Das AKW ist seit März von Russland besetzt, wird aber weiterhin vom ukrainischen Staatskonzern Energoatom und dessen Belegschaft betrieben. Während Energoatom und die ukrainische Regierung russische Truppen für den Beschuss am Freitag verantwortlich machen, weisen Russland und die örtliche, von Russland eingesetzte Stadtverwaltung dem ukrainischen Militär die Verantwortung zu. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 22:33 Selenskyj spricht nach Angriff auf AKW-Gelände von Terrorakt +++
Nach Angriffen in der Nähe eines Reaktors im Kernkraftwerk Saporischschja im Süden der Ukraine fordert Präsident Wolodymyr Selenskyj Russland auf, die Verantwortung für den „Terrorakt“ zu übernehmen. „Heute haben die Besatzer eine weitere äußerst riskante Situation für ganz Europa geschaffen“, sagt Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache. „Sie haben das Kernkraftwerk Saporischschja zweimal angegriffen.“ Jede Bombardierung der Anlage sei ein schamloses Verbrechen, „ein Akt des Terrors“. Nach Angaben des staatlichen Betreibers Energoatom waren auf dem Gelände des AKW in Saporischschja nahe eines Nuklearreaktors drei Angriffe erfolgt. Russland und die Ukraine machen sich gegenseitig dafür verantwortlich.

+++ 22:21 UEFA verhängt Strafe für Fenerbahçe-Fans wegen „Putin“-Rufen +++
Nach „Wladimir Putin“-Rufen durch Fans von Fenerbahçe Istanbul beim Spiel gegen Dynamo Kiew hat die UEFA den türkischen Klub bestraft. Fenerbahce muss 50.000 Euro Geldbuße zahlen und wurde zu einer Teil-Aussperrung seiner Fans auf Bewährung verurteilt, teilt die Europäische Fußball-Union mit. Sollte Fenerbahçe in den nächsten zwei Jahren gegen die Auflagen verstoßen, müssen beim nächsten Heimspiel in einem europäischen Wettbewerb mindestens 5000 Plätze leer bleiben.

+++ 21:54 Papst Franziskus trifft hohen Moskauer Kirchenvertreter +++
Papst Franziskus hat einen der höchsten Amtsträger der russisch-orthodoxen Kirche zu einem Gespräch im Vatikan empfangen. Damit nähren sich Hoffnungen, dass sich das durch den Ukraine-Krieg angespannte Verhältnis der zwei wichtigen Kirchen verbessern könnte. Der Heilige Stuhl berichtet von der Audienz von Metropolit Antonij, dem einflussreichen Leiter des Außenamtes des Patriarchats von Moskau. Er gilt als Nummer zwei und Vertrauter von Patriarch Kirill – das Kirchenoberhaupt hatte in den vergangenen Monaten zum großen Missfallen des Papstes für den Krieg geworben. Die russisch-orthodoxe Kirche teilt mit, dass zwischen Franziskus und Antonij „zahlreiche Themen“ der orthodox-katholischen Beziehungen zur Sprache gekommen seien, auch „im Zusammenhang mit politischen Prozessen in der Welt“.

+++ 21:34 USA planen offenbar weiteres Hilfspaket für die Ukraine +++
Die USA wollen nach Angaben von Insidern die Ukraine mit einem weiteren militärischen Hilfspaket im Volumen von voraussichtlich einer Milliarde US-Dollar unterstützen. Das Paket solle Munition für Langstreckenwaffen sowie gepanzerte Sanitätsfahrzeuge umfassen, sagen drei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Es beinhalte bisherigen Planungen zufolge Munition für die Raketensysteme Himars und Nasams. Die offizielle Bekanntgabe sei für Montag vorgesehen. US-Präsident Joe Biden habe das Vorhaben noch nicht unterzeichnet.

Frühere Entwicklungen des Ukraine-Krieges können Sie hier nachlesen.

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