Aktuelle Deutschland Nachrichten

+++ 02:20 Kiesewetter fordert stärkere Abschreckung des Westens +++

0 5

Angesichts der russischen Atomwaffen-Drohungen hält der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter eine verstärkte Abschreckung seitens der westlichen Staaten für nötig. „Sicher müssen wir das ernst nehmen, und es besteht natürlich immer ein solches Risiko“, sagt er dem Berliner „Tagesspiegel“ mit Blick auf Drohungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin, notfalls „alle zur Verfügung stehenden Mittel“ zu nutzen. „Verhindern können wir dies aber, indem wir unsere eigene Abschreckung erhöhen und Putin mit Stärke und Geschlossenheit entgegnen.“

+++ 01:14 Lambrecht von erneutem Luftalarm geweckt +++
Verteidigungsministerin Christine Lambrecht wird am frühen Sonntagmorgen von einem neuerlichen Luftalarm in der ukrainischen Hafenstadt Odessa geweckt. Mit anderen Mitgliedern ihrer Delegation muss die SPD-Politikerin um kurz vor 1 Uhr Schutz im Bunker ihres Hotels suchen. Nach etwa 20 Minuten wird Entwarnung gegeben und die Ministerin kann auf ihr Zimmer zurückkehren. Lambrecht sagt der Deutschen Presse-Agentur, sie sei im Schlaf von dem Alarm überrascht worden. Aus Sicherheitsgründen habe sie vor der Reise in die Ukraine ihr Mobiltelefon abgegeben, um zu verhindern, dass sie geortet werden könne.

+++ 00:14 IAEA-Chef besucht Moskau und Kiew +++
IAEA-Chef Rafael Grossi will in der nächsten Woche Moskau und Kiew besuchen. Dort wolle er Gespräche über die Einrichtung einer Schutzzone rund um das von russischen Truppen besetzte Atomkraftwerk (AKW) Saporischschja im Südosten der Ukraine führen, teilt die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mit. Grossi und die Ukraine dringen auf eine Schutzzone um das größte AKW Europas, das immer wieder unter Beschuss gerät.

+++ 23:13 EU berät in Prag über Sicherung kritischer Infrastruktur +++
Nach den Lecks an den beiden Nord-Stream-Pipelines wollen die EU-Staats- und Regierungschefs kommende Woche über die Sicherheit der Infrastruktur beraten. „Die Sabotage an den Nord-Stream-Pipelines ist eine Bedrohung für die EU. Wir sind entschlossen, unsere kritische Infrastruktur zu sichern. Die Staats- und Regierungschefs werden sich damit beim nächsten Treffen in Prag beschäftigen“, schreibt EU-Ratspräsident Charles Michel in einem Tweet nach Gesprächen mit der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen. Die informelle Tagung der EU-Staats- und Regierungschefs soll in der tschechischen Hauptstadt am 7. Oktober stattfinden.

+++ 22:45 Lambrecht: Atomdrohungen „nicht bagatellisieren“ +++
Für Verteidigungsministerin Christine Lambrecht steht derzeit die Luftverteidigung der Ukraine im Vordergrund. Es seien jetzt Waffen gefragt, die „geeignet sind zur Luftverteidigung“, sagt die SPD-Politikerin im Interview mit den ARD-Tagesthemen. Zu Putins Drohungen mit Atomwaffen sagt die Ministerin, diese müsse man ernst nehmen „und ich rate jedem, das nicht zu bagatellisieren“. Aber es dürfe auch nicht dazu führen, „dass wir uns lähmen lassen“. Über den Antrag der Ukraine auf Aufnahme in die NATO erklärte Lambrecht, man sei sich in Brüssel einig, die NATO werde keine Kriegspartei werden und das werde auch in Zukunft so bleiben.

+++ 22:16 Russland verbietet Einreise von LKW aus EU +++
Die russische Regierung verhängt ein Einfuhrverbot für Lastwagen aus EU-Ländern verhängt. Verboten sei sowohl der Gütertransport im bilateralen Handel als auch der Transit oder die Einfahrt aus Drittländern, heißt es in der Verordnung. Die Bestimmungen betreffen neben der EU auf dem europäischen Kontinent auch Norwegen, Großbritannien und die Ukraine. „Die Verordnung tritt am 10. Oktober in Kraft und gilt bis zum 31. Dezember“, heißt es in dem Dokument. Das Verbot ist ausdrücklich auch eine Reaktion der russischen Führung auf ein Einfuhrverbot seitens der europäischen Länder gegenüber LKW-Transporten aus Russland und Belarus.

+++ 21:43 „Angst zu duschen“: Junge Niederländer klagen über Kälte +++
Junge Menschen in den Niederlanden geben in einer Umfrage des öffentlich-rechtlichen Senders NOS Einblicke in ihr Leben mit Energiekrise und hoher Inflation. Viele berichten laut Befragung unter 2000 jungen Leuten, dass sie kaum noch warm duschen dürften, dass sie zunähmen, weil gesundes Essen zu teuer geworden sei und dass sie zweifelten, ob sie sich noch ein Studium oder eine eigene Wohnung leisten könnten. „Meine Eltern werden böse, wenn meine Schwester ein heißes Bad nimmt“, heißt es in einer Antwort. Die 17-jährige Shanna erzählt, dass ihre Eltern deswegen in ein preiswerteres Haus in einer anderen Stadt gezogen seien. Ihre Freundinnen könne sie jetzt nicht mehr sehen und in ihrem neuen Zimmer sei es bitterkalt. „Manchmal kann ich vor Kälte nicht schlafen.“ Die Inflation in den Niederlanden stieg im September auf den Rekordwert von 17,1 Prozent.

+++ 21:09 Selenskyj: Kämpfe in Lyman dauern an +++
In der Stadt Lyman halten nach Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die Kämpfe an. „Die ukrainische Flagge ist bereits in Lyman in der Donezk-Region. Die Kämpfe gehen dort weiter“, sagt Selenskyj in seiner täglichen Videobotschaft. Das Verteidigungsministerium in Moskau erklärte, man habe die Truppen aus dem Ort Lyman in Donezk abgezogen, um einer Einkesselung zu entgehen. Derzeit ist unklar, wieviele russische Soldaten beim Abzug aus Lyman gefallen oder in Gefangenschaft geraten ist. Laut dem Gouverneur von Luhansk, Serhij Hajdaj, waren am Morgen in der Stadt noch 5000 russische Soldaten eingeschlossen.

+++ 20:39 BBC: Russischer Konzern Rosatom arbeitet an Übernahme von AKW Saporischschja +++
Russland soll versuchen, das Kernkraftwerk Saporischschja an das russische Energieunternehmen Rosatom zu übertragen. Das sagt der Chef des ukrainischen Atomenergieunternehmens der britischen BBC News, Petro Kotin. Er ergänzt: „Sie versuchen, unser Personal dazu zu bringen, Arbeitsverträge bei Rosatom zu unterzeichnen.“ Zuvor gab es Berichte, der Generaldirektor des besetzten Kernkraftwerkes sei von einer russischen Patrouille verschleppt worden.

Frühere Entwicklungen rund um den Ukraine-Krieg lesen Sie hier.

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Cookies, um Ihr Erlebnis zu verbessern. Wir gehen davon aus, dass Sie damit einverstanden sind, aber Sie können sich abmelden, wenn Sie dies wünschen. Annehmen Weiterlesen

Datenschutz- und Cookie-Richtlinie