Aktuelle Deutschland Nachrichten

+++ 02:12 Regierungsmitglied: Mehr als 20 ukrainische Landwirte durch Minen auf Feldern ums Leben gekommen +++

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In der Ukraine werden nach Regierungsangaben aus Kiew in diesem Jahr voraussichtlich rund 20 Millionen Tonnen Weizen geerntet, das sind etwa zwei Drittel des Vorjahresertrages. Die Einkünfte durch den Export von Getreide würden im Vergleich zum Vorjahr um etwa 20 Prozent zurückgehen, sagt der stellvertretende ukrainische Landwirtschaftsminister Taras Vysotskyi den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Zugleich stünden die Landwirte in der Ukraine unter einem enormen wirtschaftlichen Druck, weil die Erzeugerpreise trotz gestiegener Weltmarktpreise für Weizen dramatisch gesunken sind. Die Bestellung der Felder werde zudem durch den Krieg erschwert. „Bislang sind mindestens 20 Landwirte bei ihrer Arbeit ums Leben gekommen, weil sie über Minen gefahren sind“, so Vysotskyi.

+++ 01:01 Ukrainische Regierung mahnt Grüne: Atomkraftwerke am Netz lassen +++
Die ukrainische Regierung appelliert an die Grünen in Deutschland, die letzten drei Atomkraftwerke über das Jahresende hinaus weiterlaufen zu lassen. „Dieser Winter ist ein Schlüsselwinter“, sagt der engste Berater von Präsident Wolodymyr Selenskyj, Mychailo Podoljak, in einem Interview mit dem „Tagesspiegel“. Auf die Frage, ob es angesichts der Drosselung russischer Gaslieferungen und einem drohenden Bröckeln der Solidarität mit der Ukraine sinnvoll sei, die drei Anlagen im Dezember abzuschalten, sagt Podoljak: „Nein“. Und betont: „Wir müssen zwingend alles nutzen, was wir haben, um schnellstmöglich eine neue Energielandkarte in Europa zu schaffen und um nicht weiter den Krieg Russlands zu finanzieren.“

+++ 23:41 Ausländischer Frachter für Getreideexport in Ukraine eingetroffen +++
Nach dem Abkommen zur Wiederaufnahme von Getreideexporten auf dem Seeweg ist erstmals ein ausländischer Frachter in der Ukraine eingetroffen. Der unter der Flagge von Barbados fahrende Fulmar S habe im Schwarzmeerhafen von Tschornomorsk angelegt und solle mit Getreide beladen werden, teilt Infrastrukturminister Olexander Kubrakow mit. Es handle sich um das erste unter ausländischer Flagge fahrende Frachtschiff seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar.

+++ 22:54 Selenskyj freut sich über „starke Ergebnisse“ seiner Armee +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lobt seine Streitkräfte für erfolgreiche Gegenangriffe – und hebt dabei die Rolle westlicher Waffen hervor. In der vergangenen Woche habe die ukrainische Armee „starke Ergebnisse“ bei der Zerstörung russischer Kriegslogistik erzielt, sagt Selenskyj in seiner Videoansprache. „Jeder Angriff auf die Munitionsdepots des Feindes, auf seine Kommandoposten und auf Ansammlungen russischer Technik rettet unser aller Leben, das Leben der ukrainischen Soldaten und Zivilisten.“ Selenskyj dankt westlichen Partnern für bisherige Waffenlieferungen. Er verweist insbesondere auf die USA, die vor einigen Tagen weitere Rüstungslieferungen an die Ukraine in einem Umfang von 550 Millionen Dollar angekündigt haben.

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+++ 22:02 Erster Getreidefrachter legt doch nicht Sonntag im Libanon an +++
Das erste Schiff mit Getreideexporten aus der Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskriegs soll doch nicht wie geplant am Sonntag in der libanesischen Hafenstadt Tripoli anlegen. „Wir möchten Sie darüber informieren, dass die für morgen geplante Ankunft des Schiffes ‚Razoni‘ verschoben wurde“, teilt die ukrainische Botschaft im Libanon der Nachrichtenagentur AFP mit. Auf die Frage nach den Gründen für die Verschiebung erklärt die Botschaft, dass sie derzeit „keine weiteren Informationen“ habe. Laut einer mit der Angelegenheit vertrauten Quelle wird das Schiff wahrscheinlich nicht im Libanon anlegen, wenn es seine Ladung an einen Händler in einem anderen Land verkaufen kann. Bislang war geplant gewesen, dass der Frachter „Razoni“ am Sonntag um 10.00 Uhr Ortszeit (09.00 Uhr MESZ) in Tripoli anlegt.

+++ 21:39 Zweiter Getreidefrachter darf Bosporus passieren +++
Ein Schiff mit 33.000 Tonnen Mais aus der Ukraine hat nach einer internationalen Kontrolle in Istanbul die Erlaubnis zur Weiterfahrt erhalten. Der Frachter darf damit die Meerenge Bosporus ins Mittelmeer passieren, wie das türkische Verteidigungsministerium mitteilt. Es ist der zweite Getreidefrachter, seit unter Vermittlung der Türkei ein internationales Abkommen über ukrainische Ausfuhren über das Schwarze Meer erzielt wurde. Zwei weitere Schiffe werden in Kürze erwartet.

+++ 21:05 Ukrainischer Generalstab: Russische Vorstöße bei Bachmut abgewehrt +++
Die ukrainische Armee gerät im östlichen Gebiet Donezk zunehmend unter Druck – hat allerdings eigenen Angaben zufolge vorerst alle Vorstöße der Russen abgewehrt. Es seien russische Offensiven in Richtung der Städte Slowjansk, Bachmut und Awdijiwka zurückgeschlagen worden, teilt der ukrainische Generalstab in seinem Abendbericht mit. Insbesondere um Bachmut toben seit Tagen heftige Kämpfe. Die prorussischen Rebellen hatten am Vortag vermeldet, es gebe Gefechte bereits innerhalb des Stadtgebiets.

+++ 20:39 Nordmazedonien liefert Ukraine Panzer und Flugzeuge +++
Nordmazedonien hat sich bereit erklärt, Panzer und Flugzeuge an die Ukraine zu liefern, um die laufende Invasion Moskaus abzuwehren, schreibt der hochrangige ukrainische Präsidentenberater Mykhailo Podolyak auf Twitter. „Viele Länder zeigen heute mehr Mut als die Hälfte der G20 (Gruppe der 20 wichtigsten Wirtschaftsmächte). Wie Nordmazedonien, das der Ukraine in Form von Panzern und Flugzeugen die (unterstützende) Schulter zeigt“, schreibt Podoljak.

+++ 19:32 Ukraine: Acht Kollaborateure in Region Donezk festgesetzt +++
Die ukrainischen Behörden im Oblast Donezk melden, acht mutmaßliche Kollaborateure verhaftet zu haben. Wie „The Kyiv Independent“ berichtet, wird vermutet, dass die Festgenommenen Informationen über die Standorte von ukrainischen Soldaten und weitere Militärbewegungen an die russischen Streitkräfte weitergegeben hätten.

+++ 18:59 Russische Besatzungsverwaltung in Cherson meldet Tod von Mitglied +++
Im südukrainischen Gebiet Cherson ist Angaben der russischen Besatzungsverwaltung zufolge eines ihrer Mitglieder nach einem Anschlag gestorben. Der stellvertretende Leiter der von den Russen in der Stadt Nowa Kachowka eingesetzten Verwaltung, Witalij Gura, sei seinen Verletzungen erlegen, schreibt die prorussische Politikerin Jekaterina Gubarewa auf Telegram. Auch die staatliche russische Nachrichenagentur Ria Nowosti meldet Guras Tod. Demnach soll er früher am Tag in der Nähe seines Hauses von Unbekannten mit einer Schusswaffe angegriffen worden sein.

+++ 18:35 IAEA fordert Zugang zu angegriffenem AKW +++
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) drängt nach dem Beschuss des ukrainischen Atomkraftwerks Saporischschja erneut auf Zugang zu der von Russland besetzten Anlage. Der Angriff am Freitag „unterstreicht die sehr reale Gefahr einer nuklearen Katastrophe, die die öffentliche Gesundheit und die Umwelt in der Ukraine und darüber hinaus bedrohen könnte“, sagt IAEA-Chef Rafael Grossi in einer Stellungnahme. Er hält fest, dass auf dem Gelände Schäden entstanden seien, dass aber die Reaktoren unversehrt seien und keine Radioaktivität ausgetreten sei. Der Besuch eines IAEA-Teams vor Ort würde helfen, die nukleare Sicherheit vor Ort zu stabilisieren und unabhängige Informationen über den Zustand des AKWs zu liefern.

Frühere Entwicklungen des Ukraine-Krieges können Sie hier nachlesen.

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