Pixel Watch 5 gegen Galaxy Watch 9
Wo sich die Smartwatches im Alltag unterscheiden
11.10.2026 – 13:19 UhrLesedauer: 7 Min.

Rund oder eckig, Drehkrone oder Tasten: Auf den ersten Blick ist die Wahl zwischen Pixel Watch 5 und Galaxy Watch 9 eine Frage des Geschmacks. Doch im Test zeigen sich auch große technische Unterschiede.
Nebeneinander auf dem Tisch wirken die beiden Uhren wie Gegenentwürfe. Googles Pixel Watch 5 ist kreisrund und lässt sich über eine Drehkrone bedienen. Samsungs Galaxy Watch 9 hat ein eckiges Gehäuse mit stark abgerundeten Ecken und Tasten, ihr Display liegt flach.
Im Datenblatt überwiegen dagegen die Gemeinsamkeiten. Beide Displays leuchten mit bis zu 3.000 Nits, beide Uhren laufen mit Wear OS 7. Auch die Preise liegen sehr nah beieinander. Im Alltag trennt sie allerdings mehr als die Optik. Ein Unterschied fällt so deutlich aus, dass er die Kaufentscheidung fast allein bestimmt.
Was ist Wear OS?
Wear OS ist ein Betriebssystem für Smartwatches. Beide Uhren nutzen Version 7, Samsung legt mit One UI 9 Watch eine eigene Bedienoberfläche darüber. Deshalb sehen die Menüs unterschiedlich aus. Ein Android-Smartphone ist Voraussetzung: bei der Pixel Watch 5 mindestens Android 12, bei der Galaxy Watch 9 mindestens Android 13.
Erster Eindruck: rund gegen eckig
Die von uns getestete Pixel Watch 5 misst 45 Millimeter im Durchmesser und wiegt ohne Armband 36,7 Gramm. Die Galaxy Watch 9 (44 Millimeter) ist mit 34 Gramm etwas leichter und misst 46 mal 43,7 Millimeter. Welche Form besser gefällt, muss jeder selbst entscheiden. Google setzt auf fließende Rundungen, Samsung auf eine Mischung aus Kreis und Quadrat, die schon den Vorgänger geprägt hat.
Auf dem Papier trennt die beiden vor allem die Bauhöhe. Mit 12,3 Millimetern ist die Pixel Watch 5 deutlich dicker als die Galaxy Watch 9 mit 8,6 Millimetern. Am Handgelenk verschwindet dieser Unterschied allerdings. Die Rückseite der Google-Uhr ist nach unten gewölbt und sinkt dadurch etwas ein, die Samsung-Uhr liegt flach auf. Im Ergebnis tragen beide gleich hoch auf.
Verarbeitung: Die Kanten machen den Unterschied
Beide Gehäuse bestehen aus Aluminium, beim Displayglas gehen die Wege auseinander: Samsung schützt den Bildschirm mit Saphirglas, Google mit etwas weniger resistentem Gorilla Glass 5. In unserem Test bekam allerdings keine der beiden Uhren einen Kratzer ab, und auch bei Material und Haptik merkt man im Alltag keinen Unterschied. Beide sind nach IP68 gegen Staub und Wasser geschützt und bis zu einem Druck von 5 ATM wasserdicht.
Im Alltag liegt die Pixel Watch 5 enger an. Die Galaxy Watch 9 stört nicht, ist wegen ihrer Kanten aber spürbarer. Nachts sind sie gewöhnungsbedürftig, beim Basketball wurden sie zum Problem: Die Samsung-Uhr drückte am eigenen Handgelenk und hinterließ beim Gegenspieler Kratzer. Mit der Google-Uhr passierte das nicht.
Übermäßig geschwitzt haben wir unter keinem der mitgelieferten Sportarmbänder, auch der Wechsel klappt bei beiden problemlos. Beim Verschluss liegt Google vorn: Dort wird das Bandende nach innen geschoben und sitzt fest. Bei der Galaxy Watch 9 steckt es – anders als beim Vorgänger – in Schlaufen und rutschte beim Sport immer wieder heraus.
