August 3, 2026 4:55 a.m. CEST

Er starb im Beisein seiner Frau

Der „Pferdeflüsterer“ Monty Roberts ist tot


Aktualisiert am 03.08.2026 – 03:16 UhrLesedauer: 2 Min.

Monty Roberts auf seiner „Flag is Up“-Farm in Solvang, Kalifornien (Archivbild). (Quelle: IMAGO/Greenwich Entertainment / courtesy Everett Collection)

Er galt als „Pferdeflüsterer“: Der Tiertrainer Monty Roberts ist tot. Seine lange Karriere ist untrennbar mit einem Erfolg in Deutschland verknüpft.

Monty Roberts revolutionierte das Pferdewesen. Er galt als der Mann, der Pferde besser verstand als jeder andere. Auch soll er das Vorbild für den Film „Der Pferdeflüsterer“ mit Hollywoodstar Robert Redford in der Hauptrolle geliefert haben. Nun ist Monty Roberts mit 91 Jahren verstorben.

Nach Angaben seiner engsten Familie verstarb er am 1. August 2026 auf seiner Farm in Solvang, Kalifornien. Seine Frau Patricia war bis zuletzt an seiner Seite. Geboren wurde im Jahr 1935 im kalifornischen Salinas als Sohn eines Pferdetrainers. Mit drei lernte er Reiten, mit vier bestritt er seine ersten Rodeo-Turniere. Pferde waren von Beginn an ein wichtiger Teil seines Lebens.

Zu seinem Vater hatte er allerdings ein schwieriges Verhältnis. Der Senior soll gewalttätig gewesen sein, gegenüber seinem Sohn, aber auch gegenüber den sensiblen Tieren. Das prägte sich bei Roberts ein, früh stellte er die damals üblichen Trainingsmethoden infrage. Er wollte beweisen, dass man das Vertrauen der Tiere auch gewinnen kann, ohne Zwang oder Gewalt auszuüben.

Pferdetrainer Roberts und Pferdeliebhaberin Queen Elizabeth II. im Jahr 1989 in Windsor. (Quelle: IMAGO/Greenwich Entertainment / courtesy Everett Collection)

Seine Methoden, die er dafür entwickelte, gelten als bahnbrechend. Sie veränderten das Verständnis von Millionen Pferdesportlern und prägen die moderne Reitkunst bis heute. Roberts wurde so einflussreich, dass sich sogar die englische Königin für seine Dienste interessierte. Und Queen Elizabeth II. war so angetan von Roberts Fähigkeiten, dass sich zwischen den beiden eine mehr als drei Jahrzehnte lange Freundschaft entwickelte.

Roberts half Lomitas bei ihrem Startbox-Trauma

Lange, bevor Begriffe wie „Pferdewohl“ und „positives Training“ alltäglich wurden, rief Roberts mit seiner sogenannten Join-Up-Methode dazu auf, die Welt mit den Augen eines Pferdes zu sehen.

Durch die Beobachtung von Mustangs fand er heraus, wie die Wildtiere innerhalb ihrer Herden kommunizierten. Auf dieser Grundlage entwickelte er eine Philosophie, die auf Geduld, Empathie und gegenseitigem Respekt beruhte – und die er in zahlreichen Büchern und bei Livevorträgen vermittelte. So veröffentlichte er etwa 1996 „Der mit den Pferden“ spricht; das Buch wurde ein internationaler Bestseller.

Roberts hielt unzählige Vorträge, hier bei einer Veranstaltung in Ungarn (Archivbild). (Quelle: Copyright: xaccept001x via imago)
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