November 3, 2026 6:18 p.m. CET

iPad mini im Test

Apples Außenseiter bekommt ein großes Update


03.11.2026 – 15:00 UhrLesedauer: 3 Min.

Das iPad mini: Die neue Generation ist das bisher größte Update für das kleine Tablet.

Das iPad mini besitzt in der neuen Generation erstmals einen OLED-Bildschirm. (Quelle: Johann Philipp/t-online)

Das iPad mini bekommt ein neues Display und wird dünner. Im Praxistest zeigt sich jedoch, dass Apple ausgerechnet beim neuen Bildschirm spart.

Es ist zu groß für die Hosentasche, zu klein für die Couch und liegt irgendwo zwischen Handy und großem Tablet. Und trotzdem: Seit Jahren hält es sich hartnäckig im Apple-Sortiment. Und lange gab es keine großen Änderungen. Die neue Generation des iPad mini ist das bisher größte Update mit einem OLED-Display und Power aus den iPhone-Chips.

Das neue OLED-Panel ist hell, kontrastreich und ein Fortschritt gegenüber dem bisherigen LCD-Bildschirm. Es ermöglicht tiefes Schwarz, kräftigere Farben und laut Apple eine mehr als doppelt so hohe Spitzenhelligkeit wie der Vorgänger. Wer störende Spiegelungen vermeiden will, kann gegen Aufpreis eine Nanotexturglas-Variante wählen. So weit die guten Nachrichten.

Das iPad mini in der Farbe „Polarstern“. Zur Auswahl steht auch noch eine Variante in schwarz. (Quelle: Johann Philipp)

Denn trotz alldem arbeitet das Display weiterhin mit einer Bildwiederholrate von 60 Hertz. Aktuelle Smartphones und andere iPads bieten längst 120 Hertz – Apple nennt das ProMotion. In der Praxis bedeuten 60 Hertz: Scrollen wirkt weniger flüssig, Animationen sind ruckeliger als bei höheren Hertzzahlen.

Im Innern des Tablets steckt der A20 Pro, der gleiche Prozessor wie in den aktuellen iPhones. Die Rechenleistung steigt laut Apple um bis zu 60 Prozent gegenüber dem Vorgänger, die Grafikleistung sogar bis zu 2,7-mal. Zahlen, die im Alltag kaum jemand direkt spürt, aber die erklären, warum sich das Gerät vermutlich auch in drei oder vier Jahren noch flott anfühlen wird. Zudem ist das iPad mini erstmals nach IP67 gegen Staub und Wasser geschützt.

Kamera und Klang: Das Display wird zum Lautsprecher

Oben und unten am Rand ist ein kleiner Lautsprecher zu sehen. Zusätzlich schwingt auch der Bildschirm mit. (Quelle: Johann Philipp/t-online)

Beim Klang setzt Apple auf ein sogenanntes Acoustic-Display-System: Die klassischen Lautsprecheröffnungen an den Gehäuseseiten entfallen und der Ton wird über die Displaykonstruktion abgegeben. Nur oben und unten am Display sind winzige Öffnungen eingebaut.

Im Test spielt das Mini erstaunlich satt mit klaren Höhen. An die großen iPads reicht die Klangqualität aber nicht heran. Im Praxistest zeigt sich allerdings auch noch eine Nebenwirkung dieser Konstruktion: Bei hoher Lautstärke überträgt sich die Vibration des Displays spürbar auf die Finger, auch beim Scrollen. Wer das Tablet beim Musikhören oder Streamen in der Hand hält, wird das merken.

Die 12-Megapixel-Frontkamera sitzt jetzt an der Längsseite, was im Querformat deutlich natürlichere Blickwinkel ermöglicht. Dazu kommt Center Stage: Die Funktion hält Personen automatisch im Bild, auch wenn sie sich beim Gespräch bewegen.

Die Rückkamera bleibt eine 12-Megapixel-Weitwinkellinse, nimmt Videos in 4K mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde auf und bekommt einen neuen Adaptive-True-Tone-Blitz.

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