September 22, 2026 11:06 p.m. CEST

Milliardenschwere Investition

Chiphersteller Nvidia steigt beim Rivalen Intel ein

Aktualisiert am 18.09.2025 – 16:07 UhrLesedauer: 2 Min.

Das Intel-Logo vor der Konzernzentrale im kalifornischen Santa Clara: Nach jahrelangen Sanierungsversuchen gibt es Hoffnung für den Chiphersteller. (Quelle: Justin Sullivan)

Nvidia gilt als der größte Chipkonzern der Welt. Jetzt stützt das Unternehmen seinen Rivalen Intel mit einer milliardenschweren Investition.

Die US-Halbleiterhersteller Nvidia und Intel machen gemeinsame Sache. Wie die Unternehmen am Donnerstag bekannt gaben, investiert Nvidia rund fünf Milliarden US-Dollar (4,2 Milliarden Euro) in seinen Wettbewerber. Im Rahmen der Zusammenarbeit sollen Rechenzentren gebaut und neue Chips entwickelt werden. Das machte sich prompt am Aktienmarkt bemerkbar.

„Gemeinsam werden wir unsere Ökosysteme erweitern und den Grundstein für die nächste Ära des Computings legen“, erklärte Nvidia-Chef Jensen Huang. Einen erhofften, wichtigen Auftrag zur Fertigung von Nvidia-Prozessoren erhielt Intel jedoch zunächst nicht. An der US-Börse schossen Intel-Aktien dennoch im vorbörslichen Geschäft um 30 Prozent in die Höhe, so stark wie noch nie.

Nvidia sichert sich mit dem Geld rund fünf Prozent der Intel-Anteile und ist damit einer der größten Aktionäre des Chipherstellers. Der weltgrößte Anbieter von Hochleistungsprozessoren für Künstliche Intelligenz (KI) zahlt 23,28 Dollar (19,69 Euro) je Intel-Aktie. Dies ist mehr als der Preis, den die US-Regierung im Vormonat für eine außergewöhnliche Beteiligung von zehn Prozent an Intel gezahlt hatte. Für Intel ist die Unterstützung durch den wertvollsten Chipkonzern der Welt ein wichtiger Erfolg nach jahrelangen, erfolglosen Sanierungsversuchen.

Kern der technischen Zusammenarbeit ist eine Nvidia-Technologie, die gemeinsam entwickelten Chips ermöglicht, schneller als bisher untereinander zu kommunizieren. Dies ist für den Betrieb von KI besonders wichtig, da große Datenmengen verarbeitet werden müssen. Wann die ersten gemeinsamen Produkte auf den Markt kommen sollen, ließen die Konzerne offen.

Die Vereinbarung ist indes eine potenzielle Gefahr für den taiwanischen Auftragsfertiger TSMC, der bislang die Flaggschiff-Prozessoren von Nvidia herstellt. Auch Intel verfügt über eine Auftragsfertigungssparte, die bislang aber nur Verluste aufhäuft. Intel-Erzrivale AMD könnte durch die neue Zusammenarbeit ebenfalls ins Hintertreffen geraten. AMD verlor vorbörslich fast vier Prozent. Die in den USA notierten TSMC-Papiere gaben um 1,6 Prozent nach.

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