Doch dort wollten sie nicht bleiben. Über den Umzug ins Pflegeheim empörten sie sich: „Wir wurden verfrachtet“, zitierte die „Kronen-Zeitung“ die Nonnen. Und Schwester Bernadette erklärte dem „Standard“: „Ich habe gesagt, ich sterbe garantiert nicht da drinnen.“
Mit dem Nötigsten im Gepäck verließen sie daher Anfang September das ihnen zugewiesene Altenheim und leben jetzt wieder im Kloster, das sie mithilfe ihrer Unterstützerinnen nach fast zwei Jahren Leerstand wieder wohnlich machen. In der Seniorenresidenz sind die drei inzwischen offiziell abgemeldet. Sie streben eine Wiederanmeldung im Kloster an.
So viel rüstige Widerständigkeit kommt an: Die Instagram-Seite der rebellischen Nonnen hat inzwischen mehr als 30.000 Fans. „Goldig“ finden Kommentatoren die Schwestern. „So gut, dass sich die drei Nonnen wehren“, schreibt eine Frau. „Meine Hochachtung für diese großartigen Damen. Man darf sich nicht alles gefallen lassen.“
Die Follower drücken den Nonnen die Daumen. Und die Unterstützerinnen fordern vom zuständigen Propst: „Bitte geben Sie den Schwestern die Schlüssel für ihre privaten Bereiche zurück, bitte lassen Sie das Wasser in den Duschen wieder anschließen und den Treppenlift wieder installieren.“
Doch bisher stellen sich Propst Grasl und andere Kirchenleute quer. Ein Gespräch mit den Nonnen sei „in der derzeitigen medial-öffentlichen aufgeheizten Atmosphäre für völlig sinnlos“, erklärte Grasl. Und Christine Rod, Generalsekretärin der Österreichischen Ordenskonferenz, sagte, die Öffentlichkeit arbeite sich an einer Welt ab, „die es eigentlich so nicht mehr gibt: Nonnen in strenger Tracht, Schulheime und ein Flair von Trapp und Romy Schneider“.
Das Flair kommt indes nicht von ungefähr: Wie Schwester Bernadette sagte, wohnte sie schon als Schülerin in Goldenstein im Internat – und ihre Klassenkollegin sei damals Romy Schneider gewesen.














