September 7, 2026 10:32 a.m. CEST

Wunschkandidat gescheitert

Nach Schnieder-Schlappe: Nagl bleibt InfraGo-Chef

25.09.2025 – 16:00 UhrLesedauer: 1 Min.

Der Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO, Philipp Nagl (Archivbild): Er bleibt auf seinem Posten. (Quelle: IMAGO/Jens Schicke/imago)

Nach der Pleite für Verkehrsminister Schnieder bleibt an der Spitze der InfraGO alles beim Alten. Für Philipp Nagl war eigentlich ein neuer Job vorgesehen.

Nach dem Rückzug von Dirk Rompf bleibt Philipp Nagl weiterhin Vorstandsvorsitzender der Bahn-Infrastruktursparte InfraGO. Darauf haben sich Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) und die designierte Bahnchefin Evelyn Palla verständigt, wie das Ministerium in Berlin mitteilte.

Zuvor war Schnieder mit seinem Personalpaket für die Deutsche Bahn gescheitert. Nach heftigem Widerstand der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und von Koalitionspartners SPD hatte sich Wunschkandidat Dirk Rompf zurückgezogen.

Rompf wurde erst am Montag der Hauptstadtpresse vorgestellt – zusammen mit Evelyn Palla, die mittlerweile vom Aufsichtsrat der Bahn zur neuen Konzernchefin bestellt wurde. Nagl sollte eigentlich auf einen anderen Posten im Konzern verschoben werden.

Die gemeinnützige Infrastrukturtochter DB InfraGO soll das marode Schienennetz sanieren. Der 56-jährige Rompf war bereits von 2014 bis 2019 unter anderem als Vorstand für Netzplanung und Großprojekte bei der Infrago, die damals noch DB Netz hieß, tätig. Laut EVG blieb er der Belegschaft vor allem wegen seines „Sparwahns“ in Erinnerung.

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