Es kann vorkommen, dass Knochenkrebs erst entdeckt wird, wenn es zu einem Knochenbruch kommt.
Beachten Sie
Meist haben die genannten Beschwerden einen anderen (oft vergleichsweise harmlosen) Grund – denn Knochenkrebs kommt selten vor. Auch Knochenmetastasen sind nur eine von zahlreichen möglichen Ursachen. Dennoch sollten Sie anhaltende und/oder starke Symptome zeitnah ärztlich abklären lassen.
Welche Arten von Knochenkrebs es gibt und mit welchen Anzeichen sie jeweils einhergehen, lesen Sie im nächsten Absatz.
Anzeichen je nach Krebsart unterschiedlich
Die einzelnen Arten von Knochenkrebs unterscheiden sich unter anderem darin, aus welchem Gewebe sie hervorgegangen sind. Fachleute unterteilen bei Knochenkrebs zwischen Knochen-, Knochenmarks- und Knorpeltumoren.
Die häufigsten Arten von Knochenkrebs sind:
- Osteosarkome, die zu den Knochentumoren zählen
- Chondrosarkome, die aus Knorpelgewebe hervorgehen
- Ewing-Sarkome, die aus Knochenmarksgewebe wachsen (seltener aus Weichteilgewebe)
Tritt Knochenkrebs bei Kindern auf, handelt es sich meist um ein Ewing- oder ein Osteosarkom. Erwachsene entwickeln dagegen eher ein Chondro- oder ein Osteosarkom. Zudem gibt es viele weitere, noch seltenere Arten von Knochenkrebs.
Das Osteosarkom ist die häufigste Art von Knochenkrebs. Es kommt insbesondere bei Jugendlichen sowie Personen über 70 Jahre vor. Osteosarkome entstehen vor allem in den langen Röhrenknochen von Armen oder Beinen. Oft sind sie im Bereich des Kniegelenks und am oberen Ende des Oberarmknochens zu finden. Zu Beginn fehlen typische Symptome. Im weiteren Verlauf kann ein über Wochen anhaltender belastungsunabhängiger Schmerz im betroffenen Bereich ein Anzeichen sein, der später auch in Ruhe auftritt. Unter Umständen ist die Bewegung an der Stelle des Tumors eingeschränkt und/oder es ist eine Schwellung tastbar. Ist der Tumor fortgeschritten, kann es leicht zu einem Knochenbruch kommen – schon bei geringer Krafteinwirkung. Bei einem Osteosarkom im Kiefer können sich die Zähne lockern.
Chondrosarkome treten vorwiegend bei Erwachsenen zwischen 30 und 60 Jahren auf. Sie bilden sich überwiegend im Becken, am Oberschenkelknochen, im Bereich des Schultergürtels oder an den Rippen. Die Anzeichen eines Chondrosarkoms sind unspezifisch. Erkrankte Personen können an den betroffenen Stellen Schwellungen bemerken. Schmerzen können ebenfalls vorkommen.
Ewing-Sarkome sind noch seltener als Osteo- oder Chondrosarkome. Hauptsächlich erkranken Kinder und Jugendliche daran. Die Tumoren wachsen häufiger im Becken oder in der Mitte der langen Röhrenknochen der Oberschenkel. Zu möglichen Symptomen zählen zunehmend belastungsabhängige Schmerzen, die später auch in Ruhe zu spüren sind. Ein weiteres Anzeichen kann eine tastbare Schwellung sein. Ewing-Sarkome können im weiteren Verlauf mit allgemeinen Beschwerden wie Fieber, Abgeschlagenheit, Müdigkeit oder Gewichtsverlust einhergehen.
