Juli 16, 2026 1:07 p.m. CEST

Metall, Maschinen, Pharma

Mehr Aufträge: Hamburgs Industrie legt 2026 ordentlich zu

16.07.2026 – 11:13 UhrLesedauer: 2 Min.

Flüssiges Kupfer wird in der Giesserei der Aurubis AG in Hamburg zu Kupferanoden gegossen: Hamburgs Industrie legt bei den Aufträgen ordentlich zu (Archivbild). (Quelle: Thomas Trutschel/photothek.net/imago)

Hamburgs Industrie startet 2026 mit Rückenwind: Die Auftragseingänge legen im ersten Quartal zu. Metall, Maschinen und Pharma treiben den Zuwachs.

Die Industrie in Hamburg ist mit einem Auftragsplus ins Jahr 2026 gestartet. Die größeren Industriebetriebe der Hansestadt verzeichneten im ersten Quartal preisbereinigt 4,2 Prozent mehr Auftragseingänge als im Vorjahreszeitraum. Das teilte das Statistikamt Nord mit.

Besonders stark legte die Branche der Metallerzeugnisse zu: Hier stiegen die Auftragseingänge um 35,1 Prozent. Hierzu zählen Stahl- und Leichtmetallbau, die Herstellung von Metalltanks, Behältern und Heizkörpern, aber auch die Rüstungsindustrie. Auch der Maschinenbau (plus 18,6 Prozent) und die Pharmaindustrie (plus 12,5 Prozent) konnten deutliche Zuwächse verbuchen. Der Hamburger Kupferhersteller Aurubis hatte bereits im Mai 2026 angekündigt, in diesem Jahr mit deutlich mehr Gewinn als bislang geplant zu rechnen.

Anders sah es bei den Herstellern elektrischer Ausrüstungen aus. Dort gingen die Auftragseingänge im Vergleich zum ersten Quartal 2025 um 23,7 Prozent zurück.

Insgesamt erreichten die größeren Industriebetriebe Hamburgs im ersten Quartal 2026 Auftragseingänge im Wert von knapp 7,2 Milliarden Euro. Dabei handelt es sich um den nominalen Wert, also ohne Berücksichtigung der Inflation.

Starke Schwankungen durch Airbus und Co.

Nicht in die Gesamtentwicklung einbezogen wurde der Bereich des sonstigen Fahrzeugbaus. Dazu zählen unter anderem der Schiffs- und Bootsbau, der Schienenfahrzeugbau sowie die Luft- und Raumfahrtindustrie. In Hamburg zählen zu diesen Wirtschaftszweigen vor allem die großen Schiffswerften sowie der Flugzeugbauer Airbus in Finkenwerder. Da die Auftragseingänge in diesem Wirtschaftszweig häufig stark schwanken und von einzelnen Großaufträgen beeinflusst werden, wurde er bei der Berechnung ausgeklammert.

Die Statistik erfasst Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes mit mindestens 50 Beschäftigten. Im ersten Quartal 2026 wurden in Hamburg 111 Betriebe berücksichtigt – drei mehr als im Vorjahreszeitraum. Das Statistikamt weist deshalb darauf hin, dass die Ergebnisse auch durch die gestiegene Zahl der erfassten Betriebe sowie durch einzelne Großaufträge beeinflusst sein können.

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