Streit in Landesverband
Zwei AfD-Vertreter tragen ihren Konflikt mit Klingen aus
17.10.2026 – 20:13 UhrLesedauer: 2 Min.
Die AfD in NRW gilt als zerstritten. In Düsseldorf haben Vertreter beider Lager nun einen Fechtkampf ausgetragen. Ob es Verletzte gab, ist unklar.
Zwei AfD-Politiker aus Nordrhein-Westfalen haben sich nach Angaben eines Beteiligten in Düsseldorf einen Fechtkampf geliefert. „Wir haben miteinander gefochten“, sagte der Kölner AfD-Ratsherr Matthias Büschges der Deutschen Presse-Agentur. Er habe sich wie zuvor angekündigt zu einer sogenannten Mensur – einem Fechtkampf unter Studenten – mit dem Düsseldorfer AfD-Politiker Jeremy Franosch getroffen.
Über den Ausgang machte der Fraktionsgeschäftsführer der AfD im Kölner Stadtrat keine Angaben. Das sei eine Privatsache. „Die Mensur befolgt ganz, ganz strenge Regeln, die auch da eingehalten werden.“ Büschges sagte aber auch: „Wir haben, denke ich, das, was vermeintlich zwischen uns gestanden hätte – wenn man der Berichterstattung glauben würde – klären können.“ Als Mensur wird ein Fechtkampf zwischen Mitgliedern von Studentenverbindungen bezeichnet. t-online hatte den geplanten Fechtkampf am Freitag öffentlich gemacht.
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„Wir haben es auch wirklich rein sportlich gesehen“
Der AfD-Landesverband Nordrhein-Westfalen, dem beide angehören, ist seit Monaten zerstritten. Den Sympathisanten des als gemäßigt geltenden Landeschefs Martin Vincentz steht das selbst ernannte „patriotische Lager“ um den Dortmunder Bundestagsabgeordneten Matthias Helferich entgegen. Während einer Aufstellungsversammlung für die NRW-Landtagswahl 2027 in Marl war der Konflikt im Juli eskaliert.
Ausgerechnet auf dieser politisch aufgeheizten Aufstellungsversammlung soll die Verabredung zur Mensur getroffen worden sein. „Aus einer Bierlaune“ heraus habe man sich ein wenig aufgezogen, hatte Büschges erklärt.
Es handle sich jedoch um eine „Privatsache“, die mit der Partei nichts zu tun habe, hatte er immer wieder betont. Beide Beteiligten seien Familienväter. „Wir haben es auch wirklich rein sportlich gesehen.“ Zu möglicherweise erlittenen Verletzungen machte er keine Angaben. Austragungsort war ein Verbindungshaus in Düsseldorf. Ein dpa-Reporter sah am Vormittag mehrere Menschen in das Gebäude gehen.
