September 22, 2026 11:38 a.m. CEST

Mann von Fahrgeschäft getroffen

Tödlicher Wiesn-Unfall: Betreiber meldet sich zu Wort


Aktualisiert am 22.09.2026 – 10:30 UhrLesedauer: 3 Min.

Schwerer Unfall zum Wochenbeginn auf der Wiesn: Ein Mann wurde in einem Fahrgeschäft eingeklemmt. (Quelle: Felix Hörhager/dpa/dpa-bilder)

Auf dem Münchner Oktoberfest ist am Montagabend ein Mitarbeiter eines Fahrgeschäfts bei einem Unfall getötet worden. Nun äußert sich der Betreiber.

Nach dem tödlichen Unfall eines Fahrgeschäft-Mitarbeiters auf dem Münchner Oktoberfest gehen die Ermittlungen zur Ursache weiter. Das sagte ein Polizeisprecher am Morgen nach dem tödlichen Zwischenfall. Weitere Details konnte er zunächst nicht nennen.

Ein 52-jähriger Mitarbeiter war am Montag nach einem Betriebsunfall an einem Free-Fall-Turm im Krankenhaus gestorben. Bei dem Fahrgeschäft rauschen Fahrgäste in einer Gondel aus hoher Höhe nach unten. Der Mann habe sich wohl in einem Bereich aufgehalten, in dem er nicht hätte sein sollen. Er sei dann getroffen, möglicherweise auch eingequetscht worden. Der lebensgefährlich Verletzte wurde den Angaben nach noch reanimiert, starb dann aber im Krankenhaus.

„Hangover“-Geschäftsführer: „Nicht zur Tagesordnung übergehen“

Am Dienstagvormittag äußerte sich der Geschäftsführer des Fahrgeschäfts, Ewald Schneider jr., im Gespräch mit der Münchner Lokalredaktion von t-online. Er sprach von einem tragischen Unfall, der nun aufgeklärt werden müsse. Man könne erst in den nächsten Stunden etwas sagen. Wann das Fahrgeschäft geöffnet werden könne, sei unklar. Man wolle „nicht zur Tagesordnung übergehen“.

  • Feierte 2015 Premiere: Bei „Hangover“ gab es schon zuvor Zwischenfälle

Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) reagierte zuvor mit Bestürzung auf den Unfall: „Meine Gedanken sind bei der Familie des verunglückten Mannes und den Mitarbeitenden des Fahrgeschäfts. Ich danke den Einsatzkräften für das schnelle Eingreifen“, sagte er in einem ersten Statement.

Das Fahrgeschäft „Hangover“ am Dienstagmorgen kurz nach Öffnung des Oktoberfestgeländes. (Quelle: Philip Buchen )

Oktoberfest-Unfall: Fahrgäste waren laut Polizei nicht in Gefahr

Wie die Polizei mitteilt, seien die Wiesn-Besucher in dem Fahrgeschäft zu keinem Zeitpunkt in Gefahr gewesen. Der Bereich rund um das Fahrgeschäft wurde für den Rettungseinsatz großräumig abgesperrt. Zahlreiche Augenzeugen mussten von einem Kriseninterventionsteam betreut werden.

Die Polizei ermittelt nun zum genauen Unfallhergang und bittet Zeugen, die möglicherweise über Videomaterial verfügen, sich unter der Telefonnummer 089 2910-0 zu melden.

Standnachbar spricht von „schrecklichem Vorfall“

Der Vorfall am Montagabend bewegt nicht nur die Wiesn-Gänger, sondern auch die Schausteller-Familien. Direkt neben dem „Hangover“ steht der Mandelstand von Jürgen Schreyeck und seiner Frau Christina. Seit über 40 Jahren verkaufen die beiden ihre Süßwaren. Jürgen Schreyeck sagt am Dienstagmorgen zur Münchner Lokalredaktion von t-online: „Ein schrecklicher Vorfall, so etwas passiert auf der Wiesn leider immer wieder.“

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