Kartellamt prüft Übernahme
Medien-Deal: Madsack will Nordwest übernehmen
15.09.2025 – 17:17 UhrLesedauer: 1 Min.
Die Madsack-Mediengruppe plant, ihre Position im deutschen Medienmarkt auszuweiten. Nur das Kartellamt muss noch zustimmen.
Die Madsack-Mediengruppe plant die Übernahme der Nordwest Mediengruppe mit Sitz in Oldenburg. Der Vollzug ist für Anfang Januar 2026 vorgesehen, wie beide Unternehmen mitteilten. Madsack will die Anteile der bisherigen Gesellschafterfamilien vollständig übernehmen. Zum Kaufpreis machten die Beteiligten keine Angaben. Zuvor hatte das Branchenportal „Medieninsider“ darüber berichtet.
Zur Nordwest Mediengruppe gehören unter anderem das Verlagsgeschäft der Tageszeitungen „Nordwest-Zeitung“, „Emder Zeitung“ und „Anzeiger für Harlingerland“, dazu digitale Angebote wie das Nachrichtenportal „nwzonline.de“, sowie die Bereiche Druck, Logistik und mehrere Servicegesellschaften. Der Kauf steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch das Bundeskartellamt.
Nach eigenen Angaben zählt die Nordwest Mediengruppe mit einem Jahresumsatz von über 120 Millionen Euro zu den größten regionalen Medienhäusern Niedersachsens. Die Angebote erreichten nahezu 120.000 Abonnentinnen und Abonnenten.
Die Madsack Mediengruppe mit Hauptsitz in Hannover verlegt 20 Zeitungstitel, darunter die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“, die „Leipziger Volkszeitung“ und die „Lübecker Nachrichten“. Über das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) beliefert Madsack auch externe Zeitungshäuser mit überregionalen Inhalten. Insgesamt verzeichnen die Madsack-Titel nach Verlagsangaben 1,6 Millionen Abonnements.
In einer Mitteilung von Madsack erklärte der Vorsitzende der Konzerngeschäftsführung Thomas Düffert: „Mit dem Erwerb der Nordwest Mediengruppe beschleunigen wir nochmals unseren eingeschlagenen Digitalisierungs- und Wachstumskurs und investieren weiter intensiv in die Zukunft von regionalem Qualitätsjournalismus.“
