September 17, 2026 11:41 a.m. CEST

„Die denken, dass sie mich abzocken können“

Lotto-Millionär Chico entlarvt Betrugsmasche

Aktualisiert am 13.10.2025 – 02:36 UhrLesedauer: 2 Min.

Lotto-König Chico Kürsat Yildirim (Archivbild): Warnt in einem Post in den sozialen Medien vor Abzocke. (Quelle: IMAGO/Christoph Hardt/imago)

Ein Brief im Amtsgericht-Look: Lotto-Millionär „Chico“ soll fast 2.000 Euro zahlen. Der Dortmunder geht an die Öffentlichkeit und warnt vor der Masche.

Ende September staunte Lotto-Millionär Chico – der mit bürgerlichem Namen Kürsat Yildirim heißt – nicht schlecht: In seinem Briefkasten lag ein Schreiben, scheinbar vom Amtsgericht beziehungsweise der Zentralen Zahlstelle in Frankfurt. Darin: eine Zahlungsaufforderung über knapp 2.000 Euro. Spätestens beim Blick auf die Bankverbindung wurde dem Dortmunder klar – hier stimmt etwas nicht. Von dem Vorfall berichtete nun auch „Der Westen“.

In seiner Instagram-Story vom 1. Oktober soll Chico Alarm geschlagen haben. „Achtung, Achtung! Neue Abzocke!“, schrieb er an seine rund 845.000 Follower und teilte ein Schreiben, das ihn nach eigener Darstellung am 22. September erreicht habe. Darin ist von einer „Handelsregisterbekanntmachung“ die Rede; die Summe sei binnen drei Werktagen zu überweisen, bei Nichtzahlung drohe „zwangsweise Einziehung“, „weitere Kosten“ sowie eine „Mahngebühr“.

Doch die in dem Schreiben angegebene IBAN beginnt mit ES – das Konto, auf das Chico sein Geld überweisen soll, liegt offenbar also in Spanien. Auch die BIC führt zu einer spanischen Open Bank. Im Briefkopf prangt zudem ein Wappen des Landgerichts Dortmund – korrekt sei nur seine eigene Adresse.

„Die denken, dass sie mich abzocken können“, sagte Chico in seiner Story und ergänzte: „Ich bin keine hohle Nuss, sondern ein Nussknacker. Merkt euch das und schöne Grüße an den Betrüger.“ An seine Follower richtet er den Appell: „Leute, lasst euch nicht abzocken.“

Kürsat Yildirim war 2022 durch einen Lotto-Gewinn in Millionenhöhe bekannt geworden. Seitdem sorgt der „Lotto-König“ wiederholt mit teuren Autos, Social-Media-Auftritten und Interviews für Aufmerksamkeit.

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