Oktober 26, 2026 5:55 p.m. CET

Mit nur 61 Jahren

Letzter Torschütze der DDR verstorben


26.10.2026 – 15:14 UhrLesedauer: 2 Min.

Bereits als Spieler in Jena eine Legende: Heiko Weber (Archivbild). (Quelle: imago sportfotodienst/imago)

Er erzielte für Jena das letzte Tor der DDR-Oberliga. Auch danach prägte Heiko Weber den Klub. Eine Krebserkrankung riss den Ex-Fußballer nun aus dem Leben.

Der ehemalige Fußballer und Trainer Heiko Weber ist tot. Das gab sein Ex-Verein, der FC Carl Zeiss Jena, am Montag bekannt. Sein Umfeld habe die Nachricht bestätigt, hieß es in der Klubmitteilung. Weber, der im Februar seine schwere Krebserkrankung öffentlich gemacht hatte, wurde 61 Jahre alt.

„So sehr man auch mit dieser schlimmen, endgültigen Nachricht rechnen musste, so sehr trifft sie uns bis ins Mark“, schrieb der Verein. „Mit Heiko Weber verliert unser FC Carl Zeiss Jena einen ganz besonderen Menschen, der unseren Verein in der Wende- und Nachwendezeit so sehr geprägt hat wie kaum ein Anderer.“ Mehr als 300-mal hatte er das Trikot des FCC getragen.

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Der in Thale geborene Stürmer hatte Jena im Mai 1991 beim Gastspiel in Cottbus mit seinem Treffer zum 2:0 in die 2. Bundesliga geschossen. Es war das letzte Tor in der Geschichte der DDR-Oberliga. 1988 hatte er zudem den bis heute letzten Heimtreffer für den Klub auf europäischer Bühne erzielt. Damals traf Jena im Achtelfinale des Europapokals der Pokalsieger auf Sampdoria Genua. Die Partie endete 1:1. Im Rückspiel verlor Jena mit 1:3 in Italien.

Zwei Aufstiege mit Jena als Trainer

Auch als Trainer hinterließ Weber in Jena bleibenden Eindruck. 2005 führte er den Klub zunächst aus der Viert- in die Drittklassigkeit. Ein Jahr später folgte der nächste Aufstieg: dieses Mal in die 2. Bundesliga. Im Anschluss trainierte er auch Energie Cottbus und Erzgebirge Aue, ehe er im Sommer 2009 für eine zweite Amtszeit nach Jena zurückkehrte – erst als Sportdirektor, dann erneut als Trainer. Das Engagement endete 2011.

Heiko Weber als Trainer in Jena (Archivbild): Mit dem Klub stieg er zweimal auf. (Quelle: imago sportfotodienst/imago)

„Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Freunden, denen wir von ganzem Herzen viel Kraft in dieser schweren Zeit wünschen“, schrieb der FC Carl Zeiss Jena nun. „Was Heiko Weber für unseren Verein geleistet hat, bleibt unvergessen – so wie er als Mensch unvergessen bleibt.“

Nach Stationen in Markranstädt und Meuselwitz hatte er 2020 sogar noch ein drittes Mal in Jena angeheuert, dieses Mal als Trainer der Reservemannschaft. Nachdem diese vom Spielbetrieb abgemeldet wurde, kehrte Weber 2022 jedoch nach Meuselwitz zurück. Es war seine letzte Station im Trainergeschäft.

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