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Zu meinem Ärger: Stoffmasken schützen nicht – Medien – Gesellschaft

Frau Kavanaugh, worüber haben Sie sich in dieser Woche in den Medien am meisten geärgert?
Über einen Beitrag von National Public Radio zum Thema Stoffmasken. Mein Ärger richtete sich nicht gegen den Artikel an sich, der war völlig in Ordnung, sondern gegen die Tatsache, dass so ein Artikel nach zwei Jahren Pandemie noch immer unbedingt nötig ist. Meine Familie in New York berichtet mir ebenfalls jede Woche, dass dort wenige Menschen in Geschäften oder Bussen eine Maske tragen. Und wenn überhaupt, dann eine „schöne“ Stoffmaske. Der Artikel bestätigt nun genau das: Nein, eine Stoffmaske ist kein ausreichender Schutz. Und ja, man kann es nicht oft genug sagen.

Gab es auch etwas, worüber Sie sich freuen konnten?
Bei LinkedIn habe ich ein Posting der Marketing Managerin Pia Werner gesehen, in dem sie ganz offen über ihre mentale Gesundheit und ihren Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik spricht. Mich hat das sehr beeindruckt, denn sie beschreibt ein sehr wichtiges Thema. Wir trauen uns viel zu wenig, Schwächen zuzugeben und zu sagen: Ich kann nicht mehr, ich brauche Hilfe. In den vergangenen zwei Jahren habe ich viele Gespräche mit Kolleginnen und Freunden über mentale Belastung und die Gefahr eines Burnouts gesprochen. Aber kaum jemand traut sich, solche Themen offen anzusprechen. Frau Werner hat mich inspiriert, dieses nun noch mehr zu tun.

Was können Sie im Web empfehlen?
Ich war schon länger nicht mehr in meinen beiden Lieblingsstädten New York und Paris, aber der Instagram-Account des Fotografen Raphael Metivet ist einfach fantastisch und schafft Abhilfe. Wer hätte gedacht, dass „Häuser-Anschauen“ so viel Spaß machen kann.

Emily Kavanaugh ist Redaktionsleiterin Multimedia-Online bei Deutschlandfunk Kultur.

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