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Zu meinem ÄRGER: Herausforderungen des Journalismus – Medien – Gesellschaft

Frau Naujoks, worüber haben Sie sich in dieser Woche in den Medien am meisten geärgert?
Mich hat es zwar gefreut, wie viele Medien die dramatische WM-Entscheidung im Formel-1-Finale mit dem Kopf-an- Kopf-Duell zwischen Lewis Hamilton und Max Verstappen abgebildet haben. Doch am Ende war es eben oft auch die klassische „Spektakel“-Meldung. Leider zum Großteil ohne die wichtigen Hintergründe. Am Ende stand Mercedes dann bei vielen Gelegenheitszuschauern als „schlechter Verlierer“ da. Zugegeben, es ist schwierig, die komplexen Regeln der Königsklasse für jeden einfach verständlich darzustellen, aber auch diese Herausforderung ist Teil des Journalismus.

Worüber haben Sie sich gefreut?
Fehlerhafte Entscheidungen mit großer Tragweite bieten häufig auch in der Sportberichterstattung für Medienschaffende eine Steilvorlage für polarisierende Headlines und heftige Kritik. Als der Uefa bei der Auslosung des Champions-League- Achtelfinals ein Fehler unterlief und nur wenige Stunden später die Lose neu gezogen werden mussten, war jedoch nicht nur tagelang von Häme und Spott zu hören oder zu lesen. Stattdessen wurde hier in vielen Medien der Fehler schlüssig erklärt und der Fokus auf die im zweiten Anlauf neu zusammengewürfelten Duelle gelenkt. Der Sport stand schnell wieder im Mittelpunkt, nicht der Patzer. Und am Ende soll es doch genau so sein.

Was empfehlen Sie aus dem Internet?
Ich lausche gerne den Anekdoten von Fotograf Paul Ripke in seinem Podcast „Alle Wege führen nach Ruhm“ gemeinsam mit Joko Winterscheidt. Ripke hat mehrere Jahre lang das Mercedes-Team in der Formel 1 begleitet und auch darüber hinaus schon so viele Persönlichkeiten vor der Linse gehabt. Faszinierend!

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