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Schöpfer weltberühmter Bauwerke: Britischer Stararchitekt Richard Rogers ist tot – Panorama – Gesellschaft

Der High-Tech-Architekt Richard Rogers ist gestorben. Sein Sohn Roo Rogers bestätigte der „New York Times“ seinen Tod, ohne die Todesursache näher zu erläutern. Demnach starb der Brite am Samstagabend im Alter von 88 Jahren in seinem Haus in London.

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Rogers hinterlässt seine Frau und vier Söhne. Er galt als einer der erfolgreichsten und einflussreichsten Architekten weltweit. Der Architekt, der 2007 mit dem Pritzker-Preis ausgezeichnet wurde, hat unter anderem Bürogebäude am Potsdamer Platz in Berlin entworfen.

Richard Rogers’ bekanntestes Bauwerk jedoch ist der radikale Kulturpalast Centre Pompidou in Paris, den er zusammen mit dem Italiener Renzo Piano entwarf. Der Innenraum lässt sich maximal nutzen, da die Architekten das gesamte Versorgungssystem in künstlerische Elemente verwandelten.

Am 31. Januar 1977 wurde nach vierjähriger Bauzeit das Kulturzentrum Centre Georges Pompidou von Richard Rogers in Paris eröffnet.Foto: Roland Witschel/dpa

Geboren wurde Rogers am 23. Juli 1933 in eine großbürgerliche Familie in Florenz, die kurz vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs nach London zog. Rogers studierte erst in London, dann mit Norman Foster in Yale. Die beiden gründeten 1963 mit den beiden Architektinnen Su Brumwell und Wendy Cheesman das sogenannte Team 4, woraus sich die britische High-Tech-Bewegung entwickelte.

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Rogers war einer der Pioniere der „High-Tech“-Bewegung, die sich durch Glas- und Stahlstrukturen und freiliegende Rohrleitungen auszeichnet. Er begriff sich als moderner Funktionalist.

In England herrschte in den 60er-Jahren extreme Wohnungsnot, die nur mit billigen, vorgefertigten Häusern gelindert werden konnte. Doch Rogers entwickelte seinen farbenfrohen, wiedererkennbaren, aber auch anpassungsfähigen Stil, bei dem er sowohl die Gebäudestruktur als auch die Infrastruktur als Designelemente einsetzte.

Schöpfer des Three World Trade Centers

Nach seinem weltweiten Durchbruch in den 70er-Jahren mit dem Centre Pompidou entwarf er das Hauptquartier für den Versicherungsmarkt Lloyd’s of London; es folgten der Millennium Dome, der Terminal 5 des Flughafens Heathrow.

Zudem entwarf er das Leadenhall Building im Londoner Finanzbezirk mit dem Spitznamen „Cheesegrater“ (Käsereibe) sowie das Gebäude des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in Straßburg.

Den Bau des Three World Trade Centers in Manhattan schloss er kurz vor seinem 85. Geburtstag ab. Auch dieser Wolkenkratzer wird – typisch für Rogers – von einem äußeren Verstrebungssystem aus reflektierendem Glas und Edelstahl zusammengehalten.

Das American Institute for Architects verlieh ihm 2019 dafür und für sein Lebenswerk den höchsten Architekturpreis der Vereinigten Staaten, die AIA-Goldmedaille. (dpa, AFP)

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