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Corona, die Bundesliga und das Fernsehen: Wie reagieren die TV-Sender auf etwaige Spielausfälle? – Medien – Gesellschaft

Kracher zum Rückrunden-Auftakt: Der FC Bayern München empfängt am Freitagabend zum 18. Bundesliga-Spieltag Borussia Mönchengladbach. Im August trennten sich die beiden Teams 1:1, ebenfalls live auf Sat1. Die Quoten damals waren hervorragend: 5,2 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 27,7 Prozent). Für die Münchner ist das Duell die Chance, sich für die 0:5-Pleite im DFB-Pokal im Oktober zu revanchieren. Sat1 startet seine Live-Berichterstattung aus der Allianz-Arena am Freitag ab 19 Uhr 30…

Hört sich in der Programmvorschau sehr gut an für den – im Fußball derzeit selten exklusiven – Privatsender, steht aber (Stand Mittwochnachmittag) auf wackeligen Füßen, pandemie-bedingt, wie auch der gesamte Spielplan samt TV-Berichterstattung der näheren Zukunft. Insgesamt acht Bayern-Spieler wurden positiv auf das Coronavirus getestet und fallen aus, darunter Stammspieler wie Manuel Neuer, Lucas Hernandez, Leroy Sane oder Dayot Upamecano. Aktuellen Meldungen zufolge ist es nicht ausgeschlossen, dass das Spiel gegen Gladbach am Freitag abgesagt beziehungsweise verlegt wird.

Solange die beiden Klubs die Vorgaben der Liga erfüllen (mehr als 15 Lizenzspieler und spielberechtigte Amateure stehen zur Verfügung) wird die DFL keine Absage forcieren. Die Bayern könnten eine Spielverlegung beantragen. Laut „Sky“ ist noch nicht bekannt, ob das in Erwägung gezogen wird. Der Club könnte dies auch wenige Stunden vor Spielbeginn machen, da es hierfür keine Fristen gibt. Eine echte Lotterie für alle Planenden.

Die Quoten eines Ersatzprogramms dürften weitaus geringer ausfallen

Sat1 als exklusiver Free-TV-Sender zum Rückrundenstart hätte dann ein großes Loch im Programm. „Wir haben die Entwicklungen hinsichtlich Freitag genau im Blick“, heißt es dort. Grundsätzlich lege ein Ersatzprogramm bereit, zum Beispiel bei technischen Problemen.

Sicher ist: Die Quoten eines Ersatzprogramms dürften weitaus geringer ausfallen als bei Bayern gegen Gladbach. Das mögen Sponsoren und Werbepartner nicht – und gilt auch für andere Spieltage samt TV-Berichterstattung, wie in der „Sportschau“. Die Kader von Hertha BSC und RB Leipzig sind ebenfalls corona-bedingt stark dezimiert.

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Nur drei oder gar zwei statt fünf Nachmittagspartien – das dürfte weniger Zuschauer ab 18 Uhr 30 für die Highlights ins Erste schalten lassen. Zu einer Art Entschädigungsklausel in den Millionen schweren Rechteverträgen mit der DFL wollten sich weder Sat1, die ARD noch der Streamingkanal Dazn äußern, der Bayern gegen Gladbach am Freitag ebenfalls übertragen will.

Nur ein nachweislicher personeller Notstand oder eine Weisung des Gesundheitsamtes, so ist branchenintern zu hören, würde eine Stornierung rechtfertigen und die Beteiligten vor Schadenersatzforderungen der Geschäftspartner (Sender, Sponsoren) schützen. Eine selbstinitiierte Absage (wovon eher nicht auszugehen ist) käme die Profiklubs unter Umständen teuer zu stehen. Das macht, wenn überhaupt, die DFL.

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