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“Anne Will” talkt zum 35. Mal über Corona: Dauerthema braucht Wellenbrecher – Medien – Gesellschaft

Die Deutsche Presse-Agentur war sehr fleißig. Ein Mitarbeiter hat sich die Themen der ARD-Talkshow „Anne Will“ seit dem 8. März 2020 angeschaut – und kam aus dem Déjà-vu nicht mehr heraus: Zum inzwischen 35. Mal hat die Moderatorin an diesem Sonntag die Pandemie als Thema: „Die Corona-Notlage – Kann Deutschland die vierte Welle noch brechen?“

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Muss deswegen Kritik aufkommen? Covid-19 hat Deutschland im Würgegriff, das Virus schert sich nicht um Debatten zu 2G, 3G, Freiheit, Ausgrenzung, nein, es sucht und findet seine Opfer insbesondere in den Reihen der Ungeimpften.

Deswegen muss die Debatte über die notwendigen Maßnahmen gegen die Pandemie immer und immer weitergehen. Die Talkshow ist dann eine geeignete Plattform dafür, wenn sie von Redaktionen nicht als schnelle TV-Brüter für Freund-Feind-Abrechnungen missverstanden wird. Ob „Maybrit Illner“ oder „Hart aber fair“, da sind in jüngster Zeit bei den Gästelisten eklatante Fehler gemacht worden.

Strack-Zimmermann statt Kubicki

Werden sie gerade korrigiert? Wer sich die aktuelle Besetzung in den ARD- und ZDF-Runden anschaut, der erkennt eine Mischung aus Politik, die sich um die zielführende Covid-19-Strategie sorgen muss, und Experten auf dem Gebiet der Virologie, die wissen und empfehlen können. Ich will das mal personalisieren: Am Sonntag wird die Bundestagsabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann die FDP-Position vertreten. Da sind ruhige, maßvolle Beiträge zu erwarten, wo ihr Kollege Wolfgang Kubicki erneut aus der Erregungskurve geflogen wäre.

Verzicht auf Lautsprecher

Die Redaktionen, die Moderatorinnen und Moderatoren der Talkshows sind aufgefordert, das fortgesetzte Thema der Pandemie seriös und nicht lautsprecherisch zu behandeln, nicht mehr, nicht weniger.

Die, vorsichtig gesagt, Impfskeptikerversteher wie Richard David Precht und Svenja Flaßpöhler müssen nicht schweigen. Der Gast im Precht-ZDF-Format am kommenden Freitag: Svenja Flaßpöhler. Das Thema: „Sensibilisieren wir uns zu Tode?“ Ich hätte da eine Antwort, will aber erst die Sendung abwarten. Erst sehen und hören, dann meinen. Fortschritt kann auch persönlich werden.

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