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Kultur in Corona-Zeiten : Geschlossen oder volles Haus – Kultur

USA

Die Präsidentin des Theaterverbands Broadway League, Charlotte St. Martin, gab in New York Durchhalteparolen aus, trotz Omikron. Zuletzt fielen in rund einem Dutzend der 40 Broadway-Häuser Vorstellungen wegen Corona-Infektionen im Team aus, auch bei Hits wie „Hamilton“ und „Aladdin“. Generell gelten derzeit Impfnachweis- und Maskenpflicht fürs Publikum sowie ausführliche Testprotokolle fürs Team. Die Wochen um Weihnachten und Neujahr sind am Broadway traditionell besonders wichtig, 2019 wurden in den Tagen vor Silvester laut Broadway League Tickets für 55 Millionen Dollar verkauft.

Im Rest der USA läuft es beispielsweise in den Kinos gut. Jedenfalls noch: Der Blockbuster „Spider- Man: No Way Home“ hat in nur zwölf Tagen die Ein-Milliarden-Dollar-Marke geknackt, ein Rekord, unabhängig von der Pandemie.

GROSSBRITANNIEN
Auch in England mussten Theater und Konzertveranstalter allein wegen der hohen Zahl an Infektionen bei Ensembles und Mitarbeitern Vorstellungen absagen. Im Londoner West End wurden viele Shows wegen Omikron auf Eis gelegt. Zwar gibt es keine staatlichen Einschränkungen, doch viele Zuschauer blieben aus Vorsicht den Aufführungen fern und forderten ihr Geld zurück. Der Branchenverband UK Music klagte über einen „Lockdown durch die Hintertür“ und forderte finanzielle Unterstützung. Auch Andrew Lloyd Webbers jüngstes Musical „Cinderella“ pausiert bis zum 9. Februar pausieren. Der Musicalpapst zeigte sich frustriert und warf der Regierung vor, die Probleme der kommerziellen Häuser zu ignorieren.

ÖSTERREICH
Seit 27. Dezember gilt zusätzlich zu 2G plus Maskenpflicht die Regel, dass Besucher bei Veranstaltungen mit mehr als 500 Personen nicht nur geimpft oder genesen, sondern auch getestet sein müssen. Bei Aufführungen vor über 1000 bis 2000 Menschen muss zudem eine Auffrischungsimpfung nachgewiesen werden. Das Wiener Burgtheater verringerte deshalb kurzfristig seine Platzkapazitäten, um auch Menschen ohne Booster einlassen zu können. Ebenso spielen die Wiener Philharmoniker ihr Neujahrskonzert mit Daniel Barenboim nur vor 1000 Zuhörern, 700 Ticketbesitzer gehen leer aus. Sie dürfen dafür ein Jahr später beim Neujahrskonzert dabei sein, am 1.1.2023.

FRANKREICH
In Frankreich gilt für den Besuch von Museen, Kinos und Theaterhäusern seit 21. Juni die 3G-Regel. Laut Kulturministerin Roselyne Bachelot läuft es für die Einrichtungen allerdings nicht wie erhofft, die Besucherlage sei flau. Einer Umfrage zufolge haben fast die Hälfte der Franzosen und Französinnen seit Juni keinen kulturellen Ort mehr besucht. Angesichts der Omikron-Welle will die Regierung im neuen Jahr den Gesundheitspass anpassen und ihn in einen Impfpass umwandeln. Dann ist in der Kultur 2 G angesagt.

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ITALIEN

In Italien gilt 3G oder 2G, je nachdem, wohin man geht. Fürs Museum muss man negativ getestet, geimpft oder genesen sein, Theater oder Kino ist nur für Geimpfte oder Genesene möglich. Auch deutsche Impfzertifikate werden akzeptiert. Neapels Opernhaus Teatro di San Carlo zum Beispiel kann vor vollen Rängen spielen. Das geschichtsträchtige Opernhaus verlangt einen Impf- oder Genesungsnachweis; die Gäste müssen Masken tragen und Abstand halten. Mitarbeiter messen die Körpertemperatur der Zuschauer.
SPANIEN
In Spanien sind trotz hoher Coronazahlen alle Kultureinrichtungen geöffnet. Häufig gilt die 3G-Regel – geimpft, genesen oder getestet. Das Teatro Real in Madrid konnte so über Weihnachten Puccinis „La Bohème“ vor vollem Haus spielen. Nur in Katalonien gilt eine Beschränkung auf 70 Prozent der Platzkapazitäten in Theatern, Kinos und Konzertsälen.

ISRAEL
Museen, Theater und Kinos sind regulär geöffnet – aber ausschließlich für Besitzer:innen des „Green Pass“. Wer zum Beispiel die Beispiel die große Yayoi-Kusama-Ausstellung in Tel Aviv sehen will, muss nachweisen, dass er in den letzten sechs Monaten die zweite Impfung bekommen hat oder bereits die Booster-Impfung. Alle anderen brauchen einen negativen PCR-Test. Wegen Omikron werden von Teilen der Regierung nun neue Beschränkungen gefordert. (dpa/Tsp)

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