Oktober 23, 2026 12:07 p.m. CEST

Der Experte rät, sich in einem solchen Fall an den behandelnden Arzt oder die Ärztin zu wenden. In der Regel werden die Medikamente unter ärztlicher Begleitung für eine gewisse Zeit abgesetzt und das Symptombild beobachtet. Das kann ambulant gemacht werden oder in schwereren Fällen auch im Rahmen eines Klinikaufenthaltes, um Absetz- oder Entzugssymptome gezielter behandeln zu können. Lassen die Kopfschmerzen nach ein paar Tagen nach, deutet das auf einen Übergebrauch hin. Aber: Es kann sein, dass sich die Beschwerden zunächst verstärken. Auch können Übelkeit, Unruhe und Schlafprobleme auftreten.

„Bei 80 Prozent aller Patienten, die es schaffen, die ständige Einnahme von Schmerzmitteln zu beenden, bessert sich der Kopfschmerz ganz erheblich“, sagt Gaul. „Um erneuten Kopfschmerzen durch Schmerzmittel vorzubeugen, sollten nach der Medikamentenpause die Mittel nicht häufiger als an zehn Tagen im Monat und nicht länger als an drei aufeinanderfolgenden Tagen eingenommen werden. Damit das funktioniert, ist eine konsequente Prophylaxe (Kopfschmerzvorbeugung) durch Medikamente und Lebensstilmaßnahmen notwendig.“

Kopfschmerzen als Nebenwirkung bestimmter Medikamente

Kopfschmerzen können auch eine Nebenwirkung bestimmter Medikamente sein. Bei vielen Präparaten weist der Hersteller in der Packungsbeilage darauf hin. Häufig sind die Beschwerden zu Beginn der Einnahme verstärkt und nehmen im weiteren Verlauf ab. Manchmal kommen die Kopfschmerzen immer wieder. Zu den Medikamenten, die häufig Kopfschmerzen als Nebenwirkung haben, gehören unter anderem:

„Medikamente, die in den Hormon-, Salz- oder Wasserhaushalt eingreifen oder die Blutgefäße erweitern, haben häufig Kopfschmerzen als Nebenwirkung. In den meisten Fällen kommen Betroffene dennoch gut mit den Präparaten zurecht. Sollten die Beschwerden zunehmen, sollte man immer mit dem behandelnden Arzt ins Gespräch gehen“, rät Gaul. „Keinesfalls sollten Medikamente eigenmächtig abgesetzt oder in ihrer Dosierung verändert werden. Das kann unter Umständen erhebliche gesundheitliche Risiken bergen.“

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