August 7, 2026 8:01 p.m. CEST

Polizei korrigiert sich mehrfach

Wirbel um Tod von Bella S.


Aktualisiert am 07.08.2026 – 18:01 UhrLesedauer: 2 Min.

Einsatzkräfte in Preetz bei Kiel (Archivbild): Die Dreijährige wurde tot in einem Pool entdeckt. (Quelle: Marcus Golejewski/dpa)

Seit Donnerstag gibt es Gewissheit: Die vermisste Bella S. ist tot. Die Kommunikation der Ermittler wirft Fragen auf.

Im Zusammenhang mit der Suche nach der ertrunkenen dreijährigen Bella S. aus Preetz bei Kiel gerät die Polizei zunehmend in Erklärungsnot. Mehrfach korrigierten die Beamten ihre Angaben über die Suchaktion und lösten damit Verwirrung in der Öffentlichkeit aus.

Die Dreijährige war am Mittwoch von ihrer Familie als vermisst gemeldet worden. Gefunden wurde sie schließlich am Donnerstagmorgen im Pool der Eltern im Garten. Die Obduktion ergab, dass das Mädchen ertrunken war. Hinweise auf ein Fremdverschulden gebe es nicht.

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Offen ist, wann genau Bella S. in den Pool kletterte und ertrank. Zunächst erklärte die Polizei am Freitagmittag, der Todeszeitpunkt dürfte weit vor Mitternacht gelegen haben. Das Kind soll demnach direkt nach dem Verschwinden in den Pool gefallen sein. Doch am Nachmittag revidierten die Beamten diese Einschätzung unvermittelt: Sicher sei lediglich, „dass das Kind mehrere Stunden tot war, bevor die Leiche geborgen wurde“. Die Formulierung, dass das Kind „bei Beginn der polizeilichen Suchmaßnahmen bereits ertrunken war“, könne nicht bestätigt werden. Die Ermittlungen dauerten an.

Pool in Preetz zunächst nur oberflächlich abgesucht

Sollte Bella S. tatsächlich schon kurz nach ihrem Verschwinden in dem Pool gestorben sein, müssten sich die Ermittler unangenehme Fragen gefallen lassen. Denn bereits kurz nach dem Eingang der Vermisstenmeldung, am Mittwoch gegen 14 Uhr, hatten die Beamten das Grundstück abgesucht. Die Polizei revidierte auch, dass der Pool zu dem Zeitpunkt eingehend durchsucht worden sei. „Es fand lediglich eine oberflächliche Sichtprüfung statt“, teilten die Beamten nun mit. Für die Fehlinformation bitte man um Entschuldigung.

Gegen Mitternacht seien dann Wohnhaus und Garten noch einmal intensiver durchsucht worden, „wobei der Pool erstmals eingehender abgesucht wurde“, hieß es. „Warum die Absuche des Pools nicht zum Auffinden des Kindes geführt hat, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht gesagt werden“, so die Ermittler. Ein Polizeisprecher betonte auf Nachfrage von t-online, es sei nicht klar, ob das Mädchen gegen Mitternacht bereits in dem Pool lag.

Ihre Eltern hatten Bella S. am Mittwoch als vermisst gemeldet. In der Folge lief eine große Suchaktion an, an der sich Polizei, Feuerwehr und auch Anwohner beteiligten.

Das Verschwinden des Mädchens hatte in Preetz große Anteilnahme ausgelöst. Stofftiere, Blumen und Kerzen wurden nach Bekanntwerden der traurigen Gewissheit vor dem Haus der Familie niedergelegt.

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