Lebensmittelsicherheit
Warum altes Öl zur Gefahr werden kann
t-online, Melanie Königseder
Aktualisiert am 02.09.2025 – 07:41 UhrLesedauer: 2 Min.
Jeder hat es in der Küche. Manchmal bleibt es lange unbenutzt. Aber woran erkennt man eigentlich, ob Öl noch gut ist? Und was passiert, wenn es schlecht wird?
Vor allem, wenn man es nicht regelmäßig zum Kochen verwendet, bleibt Öl lange in der Küche stehen. Schließlich ist es auch nach Wochen noch genießbar. Allerdings sollten Sie sowohl bei seinem Aufbewahrungsort als auch bei der Dauer seiner Aufbewahrung einige Dinge beachten.
Grundsätzlich gilt: Werden Speiseöle dunkel und kühl gelagert, sind sie durchaus viele Monate auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch einsetzbar. Außerdem bleiben ihre Geschmacks- sowie Nährstoffe länger erhalten. Aber auch die beste Lagerung ist keine Garantie dafür, dass das Öl nicht schlecht wird.
Nicht mehr verwenden sollten Sie es, wenn es ranzig, stechend oder beißend riecht, beziehungsweise schmeckt. Ranziges Öl entsteht durch Oxidation. Das heißt, es reagiert mit Sauerstoff, Licht und Wärme. Dieser Prozess lässt sich nicht rückgängig machen. Der Geschmack des Öls ist dann nicht nur unangenehm, es kann auch gesundheitsschädlich sein. Besonders in der Schwangerschaft ist es wichtig, darauf zu achten.
Wenn Sie also unsicher sind, ob Ihr Öl noch gut ist, riechen oder schmecken Sie es am besten vorsichtig vor dem Gebrauch ab. Wenn es ranzig riecht oder unangenehm schmeckt, sollten Sie es wegwerfen.
Viele Menschen unterschätzen die gesundheitlichen Folgen von schlechtem Öl. Schlecht gewordenes Öl kann Verdauungsbeschwerden verursachen und den Abbau von Vitamin E und B-Vitaminen fördern. Es ist außerdem wichtig zu wissen, dass ranziges Öl im Körper schädliche, freie Radikale bildet, von denen bekannt ist, dass sie Zellschäden verursachen und mit Diabetes, Alzheimer und anderen Erkrankungen in Verbindung gebracht werden. Gerade bei hochwertigen Pflanzenölen ist eine richtige Lagerung entscheidend.
