September 1, 2026 4:22 a.m. CEST

Paukenschlag in Las Vegas

Mord an Tupac Shakur: Nach 30 Jahren fällt ein Urteil


Aktualisiert am 01.09.2026 – 03:12 UhrLesedauer: 2 Min.

Tupac Shakur: Hier 1993 in dem Film „Poetic Justice“: Der Rapper wurde 1996 angeschossen und erlag seinen Verletzungen. (Quelle: Columbia Pictures/imago-images-bilder)

Vor 30 Jahren starb der US-Rapper Tupac Shakur nach Schüssen in Las Vegas. Im Prozess um den jahrzehntelang ungeklärten Mord hat es nun ein Urteil gegeben.

30 Jahre nach dem Mord an US-Rapper Tupac Shakur ist im Prozess gegen einen mutmaßlichen Drahtzieher der Tat im Bundesstaat Nevada ein Urteil gefallen. In dem Gericht in Las Vegas waren am Montag zunächst die Abschlussplädoyers der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung gehalten worden. Doch dann ging es schnell. Zwölf Geschworene befanden den ehemaligen Gang-Anführer Duane Davis wegen Mordes schuldig.

Die Jury sah es als erwiesen an, dass der 63-Jährige als Drahtzieher für den Tod des Rappers verantwortlich ist. Die Beratung dauerte nur wenige Stunden. Davis droht nach dem Urteil eine lebenslange Gefängnisstrafe. In Nevada können Angeklagte auch wegen Mordes verurteilt werden, wenn sie anderen bei der Tat geholfen haben.

Staatsanwalt Binu Palal argumentierte, der Angeklagte Duane Davis habe den Mord an Shakur angeordnet. Die Verteidigung erklärte dagegen, es gebe außer Davis‘ eigenen Aussagen keinerlei Beweise, die den heute 63-Jährigen mit der Tat in Verbindung brächten.

Berühmter Rapper starb mit 25 Jahren

Der Mord an Shakur gehört zu den bekanntesten ungelösten Verbrechen in den USA: Am 7. September 1996 wurde Shakur aus einem fahrenden Auto heraus angeschossen. Sechs Tage später erlag der damals 25 Jahre alte Hip-Hop-Star seinen Verletzungen im Krankenhaus. Der Rapper war in der Tatnacht mit Suge Knight, Mitbegründer des für Gangsta-Rap bekannten Labels Death Row Records, unterwegs gewesen.

Nachdem sich die beiden in der Casino-Stadt einen Boxkampf von Mike Tyson angesehen hatten, kam es in einem Hotel zu einer Schlägerei. Dabei wurde ein Neffe des Angeklagten von Shakur und dessen Gefolgsleuten verprügelt. Davis und sein Neffe gehörten einer südkalifornischen Bande an, die mit der Gang, der Suge Knight nahestand, verfeindet war.

Die Anklage war davon überzeugt, dass Davis den Mordplan ausheckte, um den Angriff auf seinen Neffen zu vergelten. „So war das Gangsterleben in den 1990er Jahren in Compton – man hatte keine Wahl, man konnte nicht nach Compton zurückkehren, nachdem man öffentlich verprügelt worden war“, sagte Staatsanwalt Palal in seinem Schlussplädoyer. Davis besorgte sich laut Palal eine Waffe und „ging auf die Jagd nach Tupac Shakur“.

Duane Davis stand in Las Vegas vor Gericht. (Quelle: REUTERS/Steve Marcus)
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