August 22, 2026 6:06 p.m. CEST

Die Moderatorin setzt sich im Kampf gegen digitale Gewalt ein. Mit t-online hat Mareile Höppner über Deepfakes, ihren Stalker und die Gefahren der KI gesprochen.

Im März machte Collien Fernandes schwere Anschuldigungen gegen ihren Ehemann Christian Ulmen öffentlich. Bereits seit Jahren ist die Schauspielerin Opfer digitaler sexualisierter Gewalt. 2024 drehte sie die TV-Dokumentation „Deepfake-Pornos: Das Geschäft mit dem Missbrauch“ – zusammen mit Mareile Höppner.

„Wir wussten zu diesem Zeitpunkt aber nicht, dass Colliens Täter ihr eigener Mann war. Das hat uns alle schockiert“, erinnert sich die Moderatorin im Interview mit t-online bei der Remus Lifestyle Night an die Zusammenarbeit zurück. Mareile Höppner kämpft als Betroffene selbst seit Langem um mehr Aufmerksamkeit für das Thema.

  • Teil eins des Interviews: Höppner über berufliche und private Veränderungen
  • Annette Frier: „Die Öffentlich-Rechtlichen kommen an ihre Grenzen“

t-online: Beunruhigt Sie die Entwicklung im Netz, Frau Höppner?

Mareile Höppner: Ich habe keine Angst um mich selbst. Ich habe Angst um unsere Kinder, wenn wir uns nicht mit der Frage beschäftigen, wie wir in Zukunft mit dieser Art von Technik umgehen wollen.

Wir brauchen zunächst einmal ganz klare Namen bei den sozialen Medien. Es kann nicht sein, dass „HühnchenUwe46“ jemanden beleidigen oder im Namen einer anderen Person Bilder verschicken darf. Da müssen wir strengere Regeln schaffen. Die Politik hat das mittlerweile auch erkannt, weil sie selbst betroffen ist. Aber das ist natürlich nur der Anfang. Es muss noch viel mehr passieren.

Es liegt also auch an den Betreibern von Meta, TikTok und Co., strengere Regeln zu schaffen?

Genau. Aber man hat nicht den Eindruck, dass ihnen unser Schutz besonders wichtig ist.

Collien Fernandes geht juristisch gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen vor. (Quelle: IMAGO/Malte Ossowski/SVEN SIMON/imago)

Apropos Schutz. Sie gehen seit Jahren gegen einen Stalker vor. Weshalb wird er nicht festgenommen?

Das ist sehr schwierig. Wir haben vor allem keine länderübergreifenden Gesetze, die hier helfen könnten. Das ist schon einmal das erste Problem. Da müssten wir sicherlich nachrüsten.



Welcher politische Wahlkampf kann noch frei geführt werden, wenn wir nicht wissen, ob die Politiker in den Videos tatsächlich real sind oder nicht?


mareile höppner


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