Drama im DFB-Pokal
Traditionsklubs retten sich im Elfmeterschießen
Aktualisiert am 22.08.2026 – 18:32 UhrLesedauer: 2 Min.
Gleich zwei Traditionsklubs rutschen im DFB-Pokal auf dramatische Art und Weise in die Verlängerung. Die Entscheidungen fallen am Ende vom Punkt.
Hertha BSC hat sich in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen Drittligist 1. FC Saarbrücken durchgesetzt. Die Berliner kassierten kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit den 1:1-Ausgleich. In der Verlängerung fielen keine weiteren Treffer, so musste das Elfmeterschießen her. Die Berliner behielten dabei die Nerven und setzten sich mit 4:2 durch.
Auch der 1. FC Nürnberg hat das frühzeitige Aus gerade noch so abgewendet. Der Zweitligist kassierte tief in der Nachspielzeit den 1:1-Ausgleich gegen Viktoria Köln und konnte in der anschließenden Verlängerung nicht zurückschlagen. Im Elfmeterschießen setzte sich Zweitligist Nürnberg dann aber mit 5:4 durch.
1. FC Saarbrücken – Hertha BSC
Die mit zwei Ligasiegen in die Saison gestarteten Gäste legten stark los und zwangen Saarbrücken in die Defensive. Bei einer Doppelchance nach 16 Minuten traf erst Deyovaisio Zeefuik die Latte, dann vergab Jon Dagur Thorsteinsson. Als die Berliner nach einer halben Stunde etwas nachließen, kam Abdenego Nankishi frei zum Schuss – Marius Gersbeck stand aber genau richtig (42.).
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„Saarbrücken ist eine brutal schwere Aufgabe, wir spielen gegen einen gefühlten Zweitligisten“, hatte Hertha-Trainer Stefan Leitl gewarnt. Die Mannschaft von Trainer Argirios Giannikis kann auf eine glorreiche Pokalhistorie verweisen: Die Saarländer hatten 2020 als erster Viertligaklub und 2024, als sie in der zweiten Runde den FC Bayern aus dem Wettbewerb warfen, das Halbfinale erreicht.
Gegen Hertha rannten die Saarbrücker aber auch nach der Pause viel hinterher. Kevin Sessa setzte einen Ball ganz knapp neben den Pfosten. Auch der eingewechselte Torjäger Kai Brünker konnte den Hausherren nicht helfen und musste dann mit ansehen, wie der starke Paul Seguin aus 25 Metern genau in den Winkel traf (69. Minute). Nachdem Hertha weitere Chancen vergeben hatte, traf Philip Fahrner doch noch zum Ausgleich – Gersbeck war die Sicht versteckt (90.+2).
Im Elfmeterschießen blieben die Profis des Hauptstadtklubs am Ende cool und verwandelten vier von vier Versuchen. Gersbeck wehrte zudem die beiden Schüsse von Florian Pick und Brünker ab – und wurde damit zum gefeierten Mann des Tages.
