„Du lässt mich einfach hier zurück“
Inga Rumpf verlor einst die Liebe ihres Lebens
02.08.2026 – 10:02 UhrLesedauer: 2 Min.
Inga Rumpf blickt auf ein bewegtes Privatleben zurück: In zweiter Ehe fand die Hamburger Musikerin die große Liebe – bis ein Schicksalsschlag das Paar trennte.
Am 2. August wird Inga Rumpf 80 Jahre alt. Die Hamburger Rocklegende blickt auf eine außergewöhnliche Karriere zurück, sie prägte die deutsche Musikgeschichte maßgeblich. Auch abseits der Bühne führte sie ein bewegtes Leben, die Sängerin aus St. Georg erlebte Höhen und schmerzhafte Tiefen – darunter den Verlust ihrer großen Liebe.
Rumpf war zweimal verheiratet. Wie aus einer auf ihrer offiziellen Webseite veröffentlichten Biografie hervorgeht, heiratete die Musikerin zwischen 1981 und 1985 den Journalisten Niko Müller. Mit ihm arbeitete sie an ihrem Album „Lieben. Leiden. Leben“ und dem Song „Two Is One“.
„Mit Niko Müller verband mich eine kreative Partnerschaft. Er hat tolle Texte geschrieben, die waren nicht immer einfach. Aber das waren auch Texte, die sozialkritisch waren und nötig waren“, sagte Rumpf 2021 im Interview mit „JazzandRock“ und ergänzte: „Wir haben eben auch Flagge gezeigt, mit Stilmitteln der jeweiligen Zeit. Das war mir immer ein Anliegen, zu zeigen, wo man gesellschaftspolitisch steht.“
Inga Rumpf verlor ihre große Liebe nach elf gemeinsamen Jahren
Die Ehe scheiterte jedoch, wann und aus welchem Grund, ist allerdings nicht bekannt. Die Musikerin fand erneut die Liebe, 2000 heiratete sie den Blumenhändler Klaus Hoogterp. Doch das Paar wurde getrennt, Hoogterp starb nach einem Herzinfarkt. Wann genau Rumpf ihren Mann verlor, ist nicht klar – laut einem Bericht des „Hamburger Abendblatts“ von 2011 starb er 2001, also nur kurz nach der Hochzeit. Elf Jahre seien sie liiert gewesen.
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In einem persönlichen Gespräch mit dem „Hamburger Abendblatt“ erzählte Rumpf 2010 von der wohl schwersten Zeit ihres Lebens: Innerhalb eines Jahres starben vier geliebte Menschen. Zuletzt verlor sie ihren Ehemann, die große Liebe ihres Lebens. Für sie sei der Blumenhändler aus dem Ruhrgebiet wie „ein Baum, der mir Schatten gab“ gewesen. Sein Tod habe neben tiefer Trauer auch Wut ausgelöst: „Du lässt mich einfach hier zurück“, erinnerte sich die Sängerin.
2011 berichtete Rumpf, dass sie in ihrem Glauben Trost finde. Im Gebet bedanke sie sich „für schöne Tage, für tolle Erlebnisse und Begegnungen“, aber sie „verarbeite in diesem Zwiegespräch natürlich auch schmerzliche Erfahrungen“. So auch den Tod ihres zweiten Mannes. „Der Verlust hat mich erschüttert, hat mich verzweifelt zurückgelassen“, sagte sie damals. Ihr Glaube habe ihr geholfen, „in all dem doch einen Sinn zu erkennen“. Ob es ein Leben nach dem Tod gibt, wisse Rumpf nicht. „Aber ich glaube fest daran, dass keine Energie verloren geht. Wie auch immer das funktioniert“, betonte sie damals.
