Nordsee-Havarie
Hamburger Reederei-Schiff treibt bei Sturm manövrierunfähig
26.10.2026 – 03:44 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein Schwergutfrachter verliert bei einem Herbststurm die Kontrolle – Anker und Maschine versagen. Mehrere Besatzungsmitglieder werden verletzt.
Das Schwergutschiff „UHL Freedom“ der Hamburger Reederei United Heavy Lift ist am Sonntag bei einem Herbststurm in der Nordsee in Seenot geraten. Vor der niederländischen Küste versagte der Anker, zugleich stand nur eingeschränkte Maschinenleistung zur Verfügung – das Schiff trieb zeitweise manövrierunfähig im Wasser. Drei der 25 Besatzungsmitglieder wurden verletzt.
Das Schiff war auf dem Weg nach Emden und ankerte auf einer Reede rund 29 Kilometer westlich der Insel Borkum, als der Sturm einsetzte. Ein Hubschrauber der niederländischen Küstenwache flog zwei der Verletzten in die Universitätsklinik Groningen.
Deutsche Retter drehen wieder ab
Zur Art der Verletzungen machten die Behörden keine Angaben. Zunächst war von fünf Verletzten die Rede gewesen. Das Schiff hatte laut der niederländischen Küstenwache unter anderem Windradflügel geladen.
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Der Seenotrettungskreuzer „Hamburg“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger war ebenfalls vor Ort, wurde aber inzwischen aus dem Einsatz entlassen. Auch der deutsche Notschlepper „Nordic“ hatte sich auf den Weg zum Havaristen gemacht, drehte am Abend jedoch wieder um. Der niederländische Notfallschlepper „Guardian“ begleitet das Schiff seither.
Die „UHL Freedom“ fährt nach Angaben der niederländischen Seenotretter weiterhin „nur mit begrenzter Motorleistung“. Ob und wie die Fahrt nach Emden fortgesetzt werden soll, werde mit der Hamburger Reederei geklärt.
