Haltbar durch Tiefkühlung?
Welche MHDs gelten bei eingefrorenen Lebensmitteln
01.09.2025 – 04:00 UhrLesedauer: 3 Min.
Einfrieren verlängert die Haltbarkeit von Lebensmitteln, aber wie lange eigentlich? Ist im Froster alles dauerhaft haltbar?
Reste von gekochten Mahlzeiten, Fleisch, Gemüse und sogar gebackener Kuchen können im Tiefkühler haltbar gemacht werden. Aber wie lange bleiben eingefrorene Produkte genießbar? Das MHD ist nicht mehr zielführend, trotzdem werden auch eingefrorene Lebensmittel irgendwann ungenießbar. Wann das passiert, ist unterschiedlich.
Für Fleisch gilt laut Verbraucherschutzzentrale eine maximale Haltbarkeit zwischen drei und zwölf Monaten, wobei hier die Fleischsorte eine wichtige Rolle spielt. Die nachfolgende Übersicht gibt Aufschluss:
- Fettes Hackfleisch: Haltbarkeit einen Monat
- Mageres Hackfleisch: Zwischen einem und drei Monaten
- Fettes Schweinefleisch: Vier Monate
- Mageres Schweinefleisch: Zwischen sechs und acht Monaten
- Hähnchen: Zwischen acht und zehn Monaten
- Kalbfleisch: Zwischen neun und zwölf Monaten
- Rindfleisch: Zwischen zehn und zwölf Monaten
Bei Fisch liegt die durchschnittliche Haltbarkeit im Tiefkühlfach bei vier Monaten. Wenn er länger liegt, fängt er intensiv an zu riechen. Je fettiger der Fisch, desto schneller macht sich die lange Lagerzeit auch im Geschmack bemerkbar, der Fisch wird ranzig.
Eine Ausnahme sind Fischstäbchen, die auch bis zu zwölf Monate genießbar sind. Maßgeblich für diese Daten ist die Temperatur im Tiefkühlfach. Die verlängerte Haltbarkeit lässt sich nur bei einer konsequent gehaltenen Tiefkühltemperatur von – 18 °C erhalten.
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Die Haltbarkeit von Gemüse liegt bei bis zu zwölf Monaten, wenn es vor dem Einfrieren gründlich geputzt und blanchiert wurde. Diese Vorbereitung tötet Enzyme ab, die die Qualität beeinflussen. Nicht blanchiert werden Spargel, Auberginen und Zucchini.
Auch Obst ist bis zu 12 Monate haltbar, wobei Wassermelone und Trauben aufgrund des hohen Wassergehalts nicht eingefroren werden. Bananen lassen sich zwar einfrieren, werden aber matschig.
Pilze halten laut Ökotest zwischen sechs und acht Monaten, wenn sie frisch eingefroren und mit etwas Zitronensäure blanchiert wurden. Rhabarber ist nach acht bis zehn Monaten verdorben, zur Verlängerung der Haltbarkeit sollte er als Kompott eingefroren werden.
Frisches Brot und übrige Brötchen behalten in der Tiefkühltruhe ihre Frische, wenn sie wasser- und luftdicht verpackt wurden. Bei Toastbrot oder Brot ist es sinnvoll, es portionsweise zu verpacken. Das erleichtert das Auftauen. Einzelne Brotscheiben lassen sich im Toaster schnell aufwärmen.
Toastbrot ist ein halbes Jahr haltbar, normales Brot und Brötchen etwa ein bis drei Monate. Bilden sich auf Brot oder Brötchen nach dem Einfrieren weiße Stellen, ist das kein Schimmel. Es handelt sich um Eiskristalle. Sie verschwinden, wenn das Produkt aufgetaut wird.
Die Haltbarkeit hängt vom Produkt ab. Eis hält sich in der Regel bis zu 12 Monate, wohingegen eine eingefrorene Torte nach zwei bis vier Monaten verzehrt werden sollte.
Butter bleibt bis zu acht Monate frisch, danach wird sie ranzig. Nicht mehr genießbare Milchprodukte machen schnell auf sich aufmerksam. Eis wird gummiartig, Butter schmeckt ranzig und Torten verlieren ihren guten Geschmack.
Einfrieren kann Lebensmittel haltbarer machen, ist aber keine Garantie für ewigen Genuss. Das Grillfleisch von vor zwei Jahren gehört nicht mehr auf den Grill und auch das Speiseeis von vor drei Jahren muss magenfreundlich entsorgt werden. Bei eigens dafür vorgesehener Tiefkühlware (Pizza, TK-Gemüse, Fisch, Fleisch) ist das MHD auf der Packung der Richtwert.
