Oktober 16, 2026 5:05 a.m. CEST

Guido Cantz im Karneval

Viele haben dann „keine Lust auf Reden gegen die AfD“

16.10.2026 – 03:41 UhrLesedauer: 2 Min.

Guido Cantz bei einer TV-Aufzeichnung (Archivfoto): Der Entertainer moderiert am 11.11. die Eröffnungsveranstaltung des Kölner Karnevals am Heumarkt. (Quelle: Christoph Hardt/imago)

Guido Cantz rechnet mit einem Stimmungswandel im Karnevalspublikum. Bei Auftritten im Osten erlebte er früher etwas, das es künftig wohl nicht mehr gibt.

Guido Cantz erwartet Veränderungen bei der politischen Stimmung im Karnevalspublikum. Er sagte, er könne sich vorstellen, „dass viele dann keine Lust haben auf Reden gegen die AfD oder die Linke“. Außerdem erklärte er: „Abgestandene Witze über Friedrich Merz funktionieren dann genauso wenig.“

Wie Cantz im Interview mit dem „Express“ sagte, habe er bei Auftritten in Magdeburg und Dessau beobachtet, dass Positionierungen gegen die AfD früher „Gesinnungsapplaus“ ausgelöst hätten. Angesichts aktueller Umfragewerte, auch in NRW, glaube er, dass solche Reaktionen künftig ausbleiben könnten.

Guido Cantz steht seit 35 Jahren auf Karnevalsbühnen

Cantz moderiert am 11. November erneut die Sessionseröffnung am Heumarkt für den WDR. Er stehe seit 35 Jahren auf Karnevalsbühnen und teste seine Büttenrede gerne schon im November, so der Karnevalist.

Trotz steigender Lebenshaltungskosten seien viele Veranstaltungen ausgebucht, erklärte Cantz. Karneval sei für viele ein Ventil; je größer die Sorgen, desto lieber gingen die Menschen feiern.

Cantz tritt während der kurzen Session bis zu achtmal am Tag auf

Die Karnevalssession sei in diesem Jahr besonders kurz, sagte Cantz. Er plane trotzdem bis zu acht Auftritte pro Tag, wolle diese Zahl aber für 2028 auf maximal sieben senken. Erst jüngst war er bei „The Masked Singer“ auf Vox zu sehen.

Als weiteres Problem nannte Cantz fehlenden Rednernachwuchs. Nach dem Rücktritt von Ingrid Kühne fehle nach seiner Einschätzung eine bekannte weibliche Stimme in der Bütt; dazu habe er sich unter anderem mit Marc Metzger, Volker Weininger und Martin Schopps über Buchungsfragen und Nachwuchsprobleme ausgetauscht.

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